Les Troyens I+Ii
Wann: 12.02.2012 - 17:00 Uhr
Wo: Opernhaus
Opéra in fünf Akten von Hector Berlioz
Text vom Komponisten nach Vergils Aeneis
Als Hector Berlioz seine groß angelegte Oper Les Troyens schrieb, wusste er schon, dass er in Paris keine Chance haben würde, sie aufgeführt zu sehen. Ja, dass er sich eine Aufführung nicht einmal wünschen dürfte angesichts der Zustände, in denen die Pariser Opéra sich damals befand. Und tatsächlich kam es in Paris nur zu einer Aufführung der letzten drei Akte im Jahr 1863.Das Verdienst der Uraufführung erwarb sich das Hoftheater Karlsruhe am 5. und 6. Dezember 1890. Berlioz hatte die Stadt gut gekannt, dirigierte er doch die Hofkapelle mehrere Male, vor allem bei seinen Konzerten in Baden-Baden. In Deutschland traf die Musik von Berlioz auf sehr viel mehr Begeisterung als in Frankreich, wo ihm die Rivalität des Establishments sehr zusetzte. Und so ist es ganz natürlich, dass das STAATSTHEATER KARLSRUHE seine neue Spielplanlinie "Große französische Oper" mit diesem kraftvollen Werk beginnt, das es selbst vor 121 Jahren aus der Taufe hob und jetzt erstmals wieder zeigt.
Generalmusikdirektor Justin Brown liegt dieses Werk besonders am Herzen: Berlioz war ein Revolutionär in der Behandlung des Orchesters - seine Instrumentierung setzte die Maßstäbe für das gesamte 19. Jahrhundert bis zu Richard Strauss. Aber auch für die Sänger schrieb er sehr anspruchsvoll. Die trojanische Seherin Kassandra und die karthagische Königin Dido gehören zu den faszinierendsten Partien der Opernliteratur. Aber auch Äneas gehört zu den herausragenden Partien für einen Heldentenor. Das Drama um den Untergang Trojas und den Aufbruch des Helden nach Italien, um Rom zu gründen, spiegelt sich vor allem in diesen Figuren.
Musikalische Leitung: Justin Brown
Regie: David Hermann
Bühne & Kostüme: Christof Hetzer
Text vom Komponisten nach Vergils Aeneis
Als Hector Berlioz seine groß angelegte Oper Les Troyens schrieb, wusste er schon, dass er in Paris keine Chance haben würde, sie aufgeführt zu sehen. Ja, dass er sich eine Aufführung nicht einmal wünschen dürfte angesichts der Zustände, in denen die Pariser Opéra sich damals befand. Und tatsächlich kam es in Paris nur zu einer Aufführung der letzten drei Akte im Jahr 1863.Das Verdienst der Uraufführung erwarb sich das Hoftheater Karlsruhe am 5. und 6. Dezember 1890. Berlioz hatte die Stadt gut gekannt, dirigierte er doch die Hofkapelle mehrere Male, vor allem bei seinen Konzerten in Baden-Baden. In Deutschland traf die Musik von Berlioz auf sehr viel mehr Begeisterung als in Frankreich, wo ihm die Rivalität des Establishments sehr zusetzte. Und so ist es ganz natürlich, dass das STAATSTHEATER KARLSRUHE seine neue Spielplanlinie "Große französische Oper" mit diesem kraftvollen Werk beginnt, das es selbst vor 121 Jahren aus der Taufe hob und jetzt erstmals wieder zeigt.
Generalmusikdirektor Justin Brown liegt dieses Werk besonders am Herzen: Berlioz war ein Revolutionär in der Behandlung des Orchesters - seine Instrumentierung setzte die Maßstäbe für das gesamte 19. Jahrhundert bis zu Richard Strauss. Aber auch für die Sänger schrieb er sehr anspruchsvoll. Die trojanische Seherin Kassandra und die karthagische Königin Dido gehören zu den faszinierendsten Partien der Opernliteratur. Aber auch Äneas gehört zu den herausragenden Partien für einen Heldentenor. Das Drama um den Untergang Trojas und den Aufbruch des Helden nach Italien, um Rom zu gründen, spiegelt sich vor allem in diesen Figuren.
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