Bodo Wartke: Neues Programm - Kleinkunst-Treff Aalen
Wann: 02.03.2012 - 20:00 Uhr
Wo: Stadthalle Aalen
Klavierkabarett
Charmant wickelt er sich sein Publikumum den kleinen Finger. Und dann beginnt er sein grausiges Werk!Da sitzt ein junger Mann, nett und adrett, im dunklen Maßanzug und kanariengelbem Hemdganz lässig am Klavier und berichtet. Wie beiläufig begleitet er sich auf dem Instrument undsein Vortrag ist auch noch gedichtet! Er jazzt und bluest und singt, ja rappt fast schon, undhaut dazu in die Tasten, als gäbe es kein Zubettgehen mehr.
Die Opferliste dieses vergnüglichen Gemetzels ist lang. Sie liest sich wie der Abspann einerdramatischen Tragikomödie, betrachtet durch die Brille der Regenbogenpresse und garniertmit bunten Alltagsphobien. Wie starb beispielsweise Abel? Was brachte Sir Lancelot um?Wer hat das Heidenröslein auf dem Gewissen? Was geschah mit Franz Schubert? DieErmittlungen dauern zur Stunde noch an. Die Beweislage spricht jedoch eindeutig gegeneinen ganz normalen Klavierabend! Denn, wenn Bodo Wartke in die Tasten greift, hüpfen dieZwerchfelle.
"Ich denke, also sing´ ich", so der Titel des Programms, könnte durchaus als Warnungverstanden werden. Denn Bodo Wartke macht vor nichts Halt, kennt keine Gnade, kehrtInnerstes nach außen und misst jeden auch noch so tiefen Abgrund akribisch aus. Nicht,dass ihm dabei nichts heilig wäre! Stets bleibt die Würde seiner Figuren unangetastet. Dasmacht auch die ruhigen und nachdenklichen Stücke so glaubhaft, Lieder, in denen BodoWartke sich in die Subjekte seiner Beobachtungen hineinstiehlt, ohne die Grenze zurSentimentalität zu verletzen. Grundsätzlich steht das Vergnügen im Vordergrund, Hoffnungund Versöhnlichkeit scheinen stets durch. Bodo Wartke ist kein gemeiner Vorführer, eherschon ein Erzähler mit ausgeprägt subversivem Witz. Einem Witz, der nicht irgendwozwischen süffisantem Politkabarett und frivolem Chanson liegt, denn eher schon steht er,nämlich aufrecht und sicher über allzu Bekanntem, und für Bodo Wartkes ganz eigeneUnterhaltungsklasse. Klavierkabarett in Reimkultur!
Bodo Wartkes Kabarettstil beweist eine bemerkenswerte Varietät zwischen gepflegterMelancholie und bisweilen extrovertierter Ausgelassenheit. Diese schreiende Diskrepanz zwischen der Leichtigkeit seines Vortrags und der Schwärzedes Inhaltes machten den Berliner mit schöner Regelmäßigkeit zum Favoriten von Jury und Publikum. Ein gutes Dutzendnamhafter Preise und Ehrungen floss ihm seither zu, vom 2. Preis beim "Bundeswettbewerbfür Gesang" über den "Handelsblatt Förderpreis", bis hin zur heiß begehrten "St. IngberterPfanne", allen voran jedoch der "Deutsche Kleinkunstpreis" in der Sparte Chanson.
Charmant wickelt er sich sein Publikumum den kleinen Finger. Und dann beginnt er sein grausiges Werk!Da sitzt ein junger Mann, nett und adrett, im dunklen Maßanzug und kanariengelbem Hemdganz lässig am Klavier und berichtet. Wie beiläufig begleitet er sich auf dem Instrument undsein Vortrag ist auch noch gedichtet! Er jazzt und bluest und singt, ja rappt fast schon, undhaut dazu in die Tasten, als gäbe es kein Zubettgehen mehr.
Die Opferliste dieses vergnüglichen Gemetzels ist lang. Sie liest sich wie der Abspann einerdramatischen Tragikomödie, betrachtet durch die Brille der Regenbogenpresse und garniertmit bunten Alltagsphobien. Wie starb beispielsweise Abel? Was brachte Sir Lancelot um?Wer hat das Heidenröslein auf dem Gewissen? Was geschah mit Franz Schubert? DieErmittlungen dauern zur Stunde noch an. Die Beweislage spricht jedoch eindeutig gegeneinen ganz normalen Klavierabend! Denn, wenn Bodo Wartke in die Tasten greift, hüpfen dieZwerchfelle.
"Ich denke, also sing´ ich", so der Titel des Programms, könnte durchaus als Warnungverstanden werden. Denn Bodo Wartke macht vor nichts Halt, kennt keine Gnade, kehrtInnerstes nach außen und misst jeden auch noch so tiefen Abgrund akribisch aus. Nicht,dass ihm dabei nichts heilig wäre! Stets bleibt die Würde seiner Figuren unangetastet. Dasmacht auch die ruhigen und nachdenklichen Stücke so glaubhaft, Lieder, in denen BodoWartke sich in die Subjekte seiner Beobachtungen hineinstiehlt, ohne die Grenze zurSentimentalität zu verletzen. Grundsätzlich steht das Vergnügen im Vordergrund, Hoffnungund Versöhnlichkeit scheinen stets durch. Bodo Wartke ist kein gemeiner Vorführer, eherschon ein Erzähler mit ausgeprägt subversivem Witz. Einem Witz, der nicht irgendwozwischen süffisantem Politkabarett und frivolem Chanson liegt, denn eher schon steht er,nämlich aufrecht und sicher über allzu Bekanntem, und für Bodo Wartkes ganz eigeneUnterhaltungsklasse. Klavierkabarett in Reimkultur!
Bodo Wartkes Kabarettstil beweist eine bemerkenswerte Varietät zwischen gepflegterMelancholie und bisweilen extrovertierter Ausgelassenheit. Diese schreiende Diskrepanz zwischen der Leichtigkeit seines Vortrags und der Schwärzedes Inhaltes machten den Berliner mit schöner Regelmäßigkeit zum Favoriten von Jury und Publikum. Ein gutes Dutzendnamhafter Preise und Ehrungen floss ihm seither zu, vom 2. Preis beim "Bundeswettbewerbfür Gesang" über den "Handelsblatt Förderpreis", bis hin zur heiß begehrten "St. IngberterPfanne", allen voran jedoch der "Deutsche Kleinkunstpreis" in der Sparte Chanson.
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