08.04.2010 BERLIN
The Drums für 3 Konzerte in Deuschland
![]() The Drums |
Viele Musiker, vor allem britischer Herkunft, nahmen sich im Laufe der Zeit dem Erbe Factory Records‘ an. Ein Großteil von ihnen wurde als schlechte Kopie abgetan, die anderen scheiterten am Image. Nun tritt eine andere Band in das Interesse der Öffentlichkeit – diesmal mit der Fertigkeit, die besten Facetten des Manchester Kultlabels in sich zu vereinen.
The Drums sind ein Quartett aus New York, die mit ihrer Summertime EP und dem im Juni folgenden Debütalbum in England bereits als heißeste Neuentdeckung des Jahres gehandelt werden. Der NME holte sie unter der Überschrift „The New Decade In Music“ auf sein Magazin-Cover, The Fly nahm sie in seine zehn Musiktipps für 2010 auf. Ihre Vorbilder sind Joy Division, New Order, The Smiths und Orange Juice und unter deren musikalischem Einfluss vermitteln sie ein 50ies Sommerfeeling mit Tiefgang, das sie zu den Pionieren des melancholischen Pops dieses Jahres aufsteigen lassen wird.
The Drums schreiben laut Eigenauskunft nur über zwei Gefühle: „One is the first day of summer when you and all of your friends are standing on the edge of a cliff watching the sun set and being overcome with all of your hopes and dreams at once. The other is when you’re walking alone in the rain and realize you will be alone forever.“ Das Quartett aus Brooklyn (wo sie allerdings erst vor kurzem aus Florida hingezogen sind) darum nur auf zwei Arten von Liedern zu reduzieren, wäre trotzdem fahrlässig. Lässig dagegen sind die Drums. Sie sind sich ihrer Herkunft wohlbewusst, wie man auch der Debüt-Single „Let’s Go Surfing“ anhört. Das fröhliche Pfeifen, die Leichtigkeit des Gesangs, die Indiehaftigkeit der Gitarren kombinieren die Jungs mit einem Bewusstsein für die Wave, die einmal von New York aus über die Welt schwappte. Sänger Jonathan Pierce sowie die Gitarristen Jacob Graham und Adam Kessler, die manchem noch von Elkland bekannt sein könnten, haben inzwischen die Stadt ziemlich gerockt und sind mit ihren wöchentlichen Partys – von Konzerten möchte man da kaum noch reden – inzwischen zu einem Act gereift, den kein Indie-Pop-Fan dort mehr missen möchte. Nicht umsonst schreibt der NME von „New York’s official coolest new band“. Das wollen sie jetzt auch in Deutschland unter Beweis stellen und präsentieren sich am 27. Februar erstmals in Berlin im Rahmen des Karrera Klubs im Lido.



