17.10.2012  Berlin

Steve Lukathe mit neuem Soloablum Transition auf Tour 2013



Lukather

Der Titel ist Programm: Mit seinem neuesten Soloalbum Transition dokumentiert Toto-Gitarrist Steve Lukather den offenkundigen Wandel, den er als Privatmensch und Musiker in den zurückliegenden Jahren durchlebt hat. „Vor etwa vier, fünf Jahren habe ich begonnen, so ziemlich alles zu verändern, was man als Mensch verändern kann. Ich wurde geschieden, vor zwei Jahren starb meine Mutter, und ich selbst habe viele Fehler begangen, sodass ich eine dunkle Phase meines Lebens durchstehen musste. Aber ich habe mich geändert, ich trinke nicht mehr, bin vollkommen frei von jeder Art Droge und führe ein grundsolides, sehr gesundes Leben. Dies ist die glücklichste Zeit meines Lebens, und genau das kann man auf dem neuen Album hören. Transition klingt nicht so dunkel und depressiv wie All’s Well That Ends Well, sondern zeigt einen Musiker, der aus der Dunkelheit zurück ins Licht schreitet. Meine neue Scheibe beginnt zwar mit einem wütenden Statement, aber auch das gehört zur Veränderung dazu. Wut, Liebe, Hoffnung, daraus ziehe ich momentan meine größte Kraft.“ Eine Kraft, die Lukather in neun abwechslungsreiche Songs umgewandelt hat: Transition ist ein fabelhaftes Werk an der Schnittstelle zwischen Rock, Pop, Fusion und progressiven Querverweisen, komponiert von einem der einflussreichsten Gitarristen der Welt und eingespielt mit einer Reihe renommierter Instrumentalisten.

 

Einer davon heißt Lee Sklar (u.a. Rod Stewart, Billy Cobham, Crosby, Stills, Nash & Young) und spielt Bass auf den Songs ´Judgement Day` und ´Creep Motel`. „Lee gehört zu meinen ältesten Freunden überhaupt“, erklärt Lukather, „er besitzt den ultimativen Groove und gibt beiden Songs das besondere Etwas.“ Außerdem ist in ´Judgment Day` auch ein kurzes Bass-Solo von Sklar zu hören. Ein sehr seltenes Ereignis, das quasi wider Willen zustande kam. „Eigentlich lehnt Lee so etwas immer ab, aber in einem unbeobachteten Moment erwischten wir ihn, und natürlich musste das Solo mit aufs Album, auch wenn Lee es lieber verheimlicht hätte.“ Während Sklar bereits seit den späten Siebzigern eng mit Lukather verbandelt ist, gehört Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) zu seinen neueren Freunden. „Chad wohnt nicht allzu weit von mir entfernt, also laufen wir uns gelegentlich über den Weg. Seine Energie, seine Ausstrahlung sind unglaublich. Außerdem trifft er immer den richtigen Groove. Die Drums auf ´Right The Wrong` sind ein lupenreiner first take.“ Und auch die Beiträge von Phil Collen (Def Leppard), Nathan East (Toto), Lenny Castro (Rolling Stones, Stevie Wonder) oder Gregg Bissonette (Eric Clapton, Phil Collins) sollten nicht unerwähnt bleiben. „Auf Transition spielen ausschließlich gute Freunde von mir“, erklärt Lukather nicht ohne erkennbaren Stolz.

 

Noch einmal zurück zu ´Right The Wrong`: Zu hören ist in dieser wunderbaren Popnummer auch Lukather-Sohn Trevor, der zusammen mit seinem Vater und Produzent CJ Vanston nicht nur den Text mit komponiert, sondern auch gleich eigenhändig die Gitarrenlinie am Anfang der Nummer gespielt hat. „Ich bin mächtig stolz auf ihn, ebenso auf meine Tochter Tina, die als Produktionsassistentin geholfen hat“, sagt Lukather und betont, dass er ein überzeugter Familienmensch sei, auch wenn ihm sein Beruf nur sehr wenig Zeit Zuhause gönnt. „Ich habe Kinder in zwei Generationen, die beiden ältesten sind 27 und 25, die beiden jüngsten sind 5 und 2, sie alle halten mich ganz schön auf Trab. Aber das ist auch gut so, denn so weiß ich, wo ich hingehöre.“

 

Musikalisch gehört Lukather ohne Zweifel in die oberste Riege. Sein Songwriting ist exquisit, seine charismatische Stimme stärker denn je und sein technisches Können über jeden Zweifel erhaben. Aber auch handwerklich zeigt Transition einen neuen Lukather: „Früher hatte ich das Gefühl, immer alles zeigen zu müssen, all die schnellen Soli und virtuosen Passagen. Heute ist es mir viel wichtiger, starke Emotionen auszudrücken. Mein Gitarrenspiel ist gereift, ich spiele weitaus bewusster und lege mehr Wert auf gelungene Phrasierungen und einen tiefgreifenden Ausdruck.“ Und auch textlich zeigt sich der Amerikaner reflektiert und erfahren wie kaum zuvor. „Als ich vor 45 Jahren mit der Musik anfing, waren viele meiner Texte schwach und ohne wichtige Aussage. Heute dagegen möchte ich wirklich etwas erzählen, meine Emotionen ausdrücken und zeigen, wie viel Gefühl in mir steckt.“ Besonders deutlich wird dies auch am Ende des Albums in der instrumentalen Charlie Chaplin-Nummer ´Smile`, die Lukather seiner verstorbenen Mutter Kathy gewidmet hat.

 

Generell ist die Ausrichtung von Transition allerdings offen und positiv, das Album weckt sofort Vorfreude auf das Frühjahr 2013, wenn Lukather erneut auf Welttournee geht und von Mitte März bis Ende April auch Europa beehrt. „Das Jahr 2012 war bereits unglaublich aufregend, mit fünf Tourneen, die ich in unterschiedlichen Konstellationen absolviert habe. Aber 2013 will ich noch eins draufsetzen.“ Genau dafür ist Transition das perfekte Medium!

 

Quelle: Another Dimension

 

Bands

Steve Lukather

Events








Mehr zum Thema

Noten von Steve Lukather

Hier findest du alle Noten zu Steve Lukather...

Merch-Artikel zu Steve Lukather

Hier findest du alle Merch-Artikel von Steve Lukather...

CDs und Bücher von Steve Lukather

Hier findest du CDs und Bücher von Steve Lukather...
15.12.2011 BERLIN

ROCK MEETS CLASSIC 2012: Weihnachten bei Ian Gillan

Die Vorbereitungen für die ROCK MEETS CLASSIC 2012 Tour laufen auf Hochtouren –... mehr lesen
06.10.2011 Nürnberg

STEVE LUKATHER – All’s Well That Ends Well Germany 2011

Wegen großer Nachfrage und bester Kritiken kommt Steve Lukather, ein Jahr nach... mehr lesen