05.11.2008  Freiburg

Gesehen: Tito & Tarantula live im Jazzhaus



Tito & Tarantula

Die einzigen Vampire die George Clooney im “Titty Twister“ am leben gelassen hat waren Tito & Tarantula. Welch ein Glück das uns Robert Rodriguez diese Vampire und Ihre Musik mit seinem Film „From Dusk Til Dawn“ näher brachte.  Auf der einen Seite wahrscheinlich ein Segen und auf der anderen Seite wahrscheinlich auch ein Fluch für diese Band die man nie ausspricht ohne im gleichen Atemzug den Kult streifen zu erwähnen. Ihre erste Veröffentlichung “Tarantism“ ist ja nun schon 1997 erschienen und in steter Regelmäßigkeit brachten die Musiker um Tito Larriva neue Platten raus. So jetzt auch mit der neuen Platte „Back Into The Darkness“ mit der sie auf Tournee sind.

 

Schön mag man denken eine Band die einen Regisseur als Fan hat der sie fördert wo er nur kann. Weit gefehlt. Das Tito & Tarantula mehr drauf haben konnten sie überzeugend bei Ihrem Auftritt im Jazzhaus unter Beweis stellen.

 

Tex-Mex-Rock so die selbst gewählte Genre-Bezeichnung in der Tito und seine Mannen sich bewegen trifft es eigentlich ganz gut. Der Sound ist heiß er glüht förmlich wie Mexikanischer Wüstensand. Man hört die Hitze flimmern und es weht ein Heuballen über die Straße. Trockener Staub legt sich auf die Kehle und die Stimme von Tito Larriva schreit förmlich nach einem Tequila.

 

Jeder der Musiker auf der Bühne ist ein Hingucker vor allem aber Lucy LaLoca die Nachfolgerinn von IO Perry am Bass, die einem mit Ihrer Coolness die Pantoffeln auszieht. Unglaublich energiegeladen und straight wie es sich für diese Art Musik gehört, Rafael Gayol am Schlagzeug.

 

Nicht nur die Musikalische Reife in dieser Band und nicht nur die unheimlich aktuell klingenden Rock-Songs sind es die das ganz bestimmte etwas, den Rock-Flair bei Tito & Tarantula ausmachen. Was es ist kann ich nach dem Konzert auch nicht sagen aber das ist es wohl was gute Livebands ausmacht. Wenn als Zugabe noch eine Speed-Version von La Bamba aus dem Ärmel geworfen wird und es nicht nach Ritchie Valens klingt sondern nach Tito & Tarantula.

 

Erstaunlich wie die Band den Spagat zwischen rohen, robusten Rock-Riffs und vertrackten Stimmungsvollen Passagen schafft ohne an Rock n`Roll Attitüde zu verlieren. Zum letzten Lied holt Tito Larriva persönlich die Damen zum tanzen auf die Bühne und lässt uns teilhaben an seinem maliziösen, fast diabolischen Lächeln. Als Vampire waren sie nicht schlecht als Rock,-  und Livemusiker aber sind sie unglaublich gut und das Konzert im Jazzhaus gehörte sicher zu den besten dieses Jahres.

 

 

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