16.11.2008  Freiburg

Gesehen: Jaya The Cat live in der Mensabar



Tram

Die Reggae,- Punk;- Rockband Jaya The Cat aus Amsterdam gastierte in der Mensabar. Im Gepäck ihr bereits 2007 veröffentlichte Album "More Late Night Transmission With..." welches bei "I Scream Records" erschienen ist.  In Erwartung heißer Reggae und Hip Hop Rhythmen fanden sich relativ spät eine ansehnliche Anzahl Leute zu dem Konzert ein.

 

Empfangen wurde das Publikum als erstes von einer der Nachwuchshoffnungen aus der Region. Als Support Act begannen "Tram", den Abend mit ihrer glasklaren Rock-Linie. Die Trams lieben den direkte ehrlichen Gitarren Riff. So werden auch die Songs aufgebaut und entstehen gewissermaßen organisch um das zentrale Ausdruckselement herum. Vorangetrieben wird das durch eine selten gehörte eindringlichen Rock Stimme die Jens Großkreuz gehört. Die Stimme erinnert an Glenn Danzig der in den 90zigern mit der Hit Single Mother seinen internationalen Durchbruch schaffte.

 

Es ist die gleiche Kompaktheit des Gitarren sounds wie er in den 90zigern zum Beispiel bei den Stone Temple Pilots zu finden war.  “Tram“ bringen damit immer wieder sehr frisch und unverbraucht ein Grunge Rock Feeling mit Metal-Einflüssen bis hin zu Black Sabbath aber eben in einem neuem frischen Gewand. Darüber hinaus zeigen sie auf was Rock n` Roll immer wieder ausmacht, seine Direktheit und Energie. Das stimmige sympathisches Auftreten der Band macht das übrige. Ohne aufgesetzt zu sein rocken sich “Tram“ in die Herzen jedes Rockliebhabers. Für mich ein ganz heißer Dauertipp hier aus der Region.

 



Jaya The Cat

Nach dem einstündigen Set von Tram bestiegen nun die Mannen um Geoff Lagadec und Dave Smith die Bühne. Jaya The Cat haben nach mehreren Besetzungswechsel in der Band nun eine ansehnliche Tour durch Europa gestartet welche sie von Sofia über Wien bis Bukarest und nun, dank D&O Concerts, auch nach Freiburg gebracht hat. Sommerlich waren die Temperaturen an dem Abend nun wahrlich nicht aber dafür sollte ja der Sound sorgen.

 

Bei Jaya the Cat fallen einem unschwer solche Bands aus den 90zigern wie Sublime, Shootyz Groove oder auch 311 ein die damals als Vertreter der Gitarren orientierten Crossoverfraktion galten Wie es The Police bereits in den 80ziger vorgemacht hatte werden Afrikanisch Rythmen wie Reggae,Funk, Ska, Calypso mit Modernem Gitarren Sound vermischten.WObei hier die eindeutige Betonung auf Offbeats liegt. Genau so auf jeden Fall sind auch die Songs von Jaya The Cat. Auf einen strikten Reggae,- oder Hip Hop,- Beat werden druckvolle Punkriffs gelegt. Hier wird auf die beim Reggae Üblichen Melodieführung des Bläsersatzes verzichtet wird. Dadurch entsteht eine bewährte und druckvolle Mischung von Groovelastigen Offbeat-Sound der ausgestattet ist mit der Energie des Punks. Reflexartig wird man da zum tanzen animiert.

 

Bei Jaya The Cat geht es immer wieder um das Feiern die Party das Bier, die gute Laune aber durchaus auch sozialkritische Themen finden sich bei den Niederländer. Die Sonne in Ihrem Sound holten sich Geoff Lagadec und Dave Smith die Masterminds von Jaya The Cat übrigens als sie 1997 nach San Francisco übersiedelten. Angeblich des Wetters wegen...

Alles in allem ein toller Konzertabend. 

 

15.11.2008 Freiburg

Bildergalerie: Jaya The Cat & Tram in der Mensabar

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