Regiomusik das Musikportal: Interview: König Quasi zu seiner Platte UDWDSW


01.09.2014  BERLIN

Interview: König Quasi zu seiner Platte UDWDSW



König Quasi

Explosive Drums, treibende Bässe und punkige Gitarrenriffs: Rockrebell König Quasi hat seinen Musikstil gefunden. Lange hat der Berliner an seiner neuen Platte #UDWDSW gearbeitet, die am 26 September mit 10 starken Tracks erscheint. Im Interview blickt er auf die letzten zwei Jahre zurück und stellt sein Lebenswerk vor.

 

 

Jennifer: Hallo König Quasi! Lange Zeit war es still um dich, zwischen der ersten und zweiten Single sind fast zwei Jahre vergangen. Jetzt bist du mit deinem Album und neuer Energie wieder am Start. Wie lange hast du an deiner neuen Platte gearbeitet und wie verlief die Produktion?

König Quasi: Es hat tatsächlich einige Jahre gedauert das Album so umzusetzen, wie wir uns das vorgestellt haben. Damals hatte ich das Projekt mit meinem Produzenten Big Sal initiiert. Dieser ist während der Albumproduktion ums Leben gekommen, was mich und alle anderen ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Es gab auch mehrere Wechsel in der Bandbesetzung und ein Problem mit dem Budget , da ich keinerlei finanziellen Support für die gesamte Produktion hatte, die sehr aufwendig und teuer war. Ich habe das Album trotz allem fertiggestellt. Für Big Sal, für mich und für die Jungs, aber auch weil ich alles, was ich anfange, zu Ende bringe.

 

 

Jennifer: Du hast dich bewusst dazu entschlossen, dem Rap den Rücken zuzukehren und deine Seele dem Punkrockteufel zu verkaufen. Was war der ausschlaggebende Grund dafür?

König Quasi: Meine Seele habe ich zum Glück niemandem verkauft. Alles was ich mache läuft in Eigenregie. Ich habe vor einigen Jahren entschieden mich weiterzuentwickeln. Alle meine Songs habe ich schon immer mit meiner Live-Band performt und der Schritt Richtung Rock war ein konsequenter Schritt nach vorne.

Mir ist damals Kurt Cobain im Traum erschienen und hat zu mir gesagt, ich solle diese Art von Musik machen. Ich dachte mir: cool, das mache ich, das passt voll. Es war vieles schnell geschrieben und komponiert, aber das Ausproduzieren war ein riesen Aufriss und mit einer klassischen Hip Hop Produktion unvergleichbar. Wir waren ein paar Jungs die keine Ahnung hatten, worauf sie sich da einlassen.

 

 

Jennifer: „Und die Welt dreht sich weiter“ lautet der Titel deines neuen Albums. Ein Spruch, den du auch als Tattoo trägst. Was verbirgt sich dahinter?

König Quasi: Ursprünglich war das der Titel eines Gedichts, dass ich geschrieben habe, als mein Vater von uns gegangen ist. Es gab auch mal einen Song dazu. Der neue Track "Und die Welt dreht sich weiter" beschreibt, wie ich die Welt inzwischen sehe und ist sehr viel positiver als noch vor einigen Jahren. Aber die eigentliche Message bleibt die selbe. "Egal was passiert - die Welt dreht dich weiter" - das ist meine Einstellung und die zentrale Botschaft meines Albums.

 

 

Jennifer: Die Arbeit eines Künstlers spiegelt oftmals seinen Charakter wider. Wie viel von dir selbst steckt im Album „#UDWDSW“?

König Quasi: Das Album beschreibt meine kritische Sichtweise auf die Welt, mit allem was dazu gehört. #UDWDSW ist ein bedeutendes Kapitel in meinem Leben und ich bin froh, dass es Gehör findet. Es ist meine Liebe, mein Leben, meine Trauer und meine Freude. Und es ist mein Wunsch nach etwas, was für immer bleibt.

 

Jennifer: Optimist, Realist oder Pessimist – wo würdest du dich eher einordnen?

König Quasi: Ich denke, ich habe von allem etwas, aber ich bin schon am ehesten Realist.

Aber glaubt das nicht jeder von sich?

 

Jennifer: Mit viel Humor und Sarkasmus aber auch tiefgründigen Lyrics stellst du bei #UDWDSW deine Weltanschauung, Gefühle und Gedanken dar. Was sind thematische Punkte, die auf dem Album absolut nicht fehlen durften?

König Quasi: Das Album handelt viel von Liebe, Verlust und Sehnsucht, aber auch von Spaß am Leben. Ich finde, dass Melancholie und Humor gut zusammen passen. Ich singe von Hartz-4-Empfängern, die schön abchillen; von geldgeilen, machtbesessenen Geiern, die den Hals nicht voll genug bekommen und von Menschen, die sich für immer trennen. Definitiv nicht fehlen durfte ein Song über die digitale Gesellschaft und über den "Gender-Wahnsinn". Neben einer Berlin-Hymne und einem Song über Sex, Drugs & Rock'n'Roll musste ich auch unbedingt ein "klassisches Liebeslied" raushauen, welches ziemlich hart und schnell interpretiert ist.

 

Jennifer: Hast du einen persönlichen Lieblingstrack auf dem Album und an welchem Song hast du dir beim Schreiben die Zähne ausgebissen?

König Quasi: Ich glaube, mein Lieblingssong ist "Hoch sollst du leben", weil er mich immer wieder sehr berührt, obwohl ich ihn schon bestimmt 10000 Mal gehört habe. Der Song "Das Leben kann so schön sein" wurde textlich oft abgeändert und auch mehrmals neu eingespielt und überarbeitet. Der einzige Song, an dem wir uns wirklich die Zähne ausgebissen haben, hat es nicht auf das Album geschafft und wird auch hoffentlich nie den Weg in die Öffentlichkeit finden.

 

 

Jennifer: Wie sehen deine musikalischen Pläne in nächster Zeit aus? Wo kann man dich live sehen?

König Quasi: Ich werde demnächst wieder ins Studio gehen und neue Songs schreiben mit den Jungs. Außerdem ist die Releaseparty des Albums angesetzt für den 20. September 2014 in Berlin Friedrichshain. Es ist außerdem eine kleine Tour geplant für Ende des Jahres, die Konzertdaten werden dann zum Beispiel auf meiner Facebook Seite veröffentlicht (www.facebook.com/K.Quasi). Auch auf Twitter bin ich sehr aktiv (twitter.com/KoenigQuasi) und halte meine Follower immer auf dem neuesten Stand.

Am besten dort vorbeischauen, liken und teilen, dann kann man nichts verpassen!

 

Jennifer: Alles klar, vielen Dank für das Interview und viel Spaß bei der Releaseparty!

 

Jennifer

 










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