19.10.2009 Hamburg
Verlosung: Jochen Distelmeyer Solo Tour und neue CD!
![]() Jochen Distelmeyer |
Regiomusik verlost ein Distelmeyer Fanpackage!
Der Gewinner der Distelmeyer Fanpackage Verlosung lautet Klaus W. Aus Offenburg.
2 Jahre nach Auflösung von Blumfeld ist Jochen Distelmeyer, damals Frontmann und Mastermind der legendären Hamburger Band wieder im Pop-Zirkus angekommen. Mit seiner neuen Scheibe "Heavy" im Gepäck geht Distelmeyer zum ersten mal Solo auf Tour durch die Republik.
Sehr präsent ist mir noch immer, wie ich zum ersten mal auf einer WG Party den Song „Zeittotschläger“ vernahm und augenblicklich nur noch wissen wollte wer das ist. Die Musikszene in Deutschland hat sich nach Blumfeld geändert und eigentlich war für die deutsche Indie-Szene damals musikalisch nichts mehr wie vorher.
Songs wie Penismonolog, Ghettowelt oder Dosis trafen mitten ins schwarze und eine ganze Generation von Cordhosenträgern wollte auf einmal genau diesen Sound machen. Die Hamburger Schule machte Schule während in Berlin noch nach dem Mauerfall kräftig gebaut wurde. Ganz einfach gesprochen ohne Blumfeld gäbe es Bands wie Tocotronic, Sterne, Kante, Tomte oder Gisbert zu Knyphausen wahrscheinlich gar nicht.
Was mit Blumfeld eingeläutet wurde war eine sprach gewaltige Revolution der deutschen Musikszene und auch wenn manche widersprechen mögen noch fundamentaler als der gesamte damalige deutschsprachige „Die Da“ - Hip Hop. Blumfeld eröffnete den bis dahin unbeachteten Aspekten deutschen Befindens Tür und Tor und zudem ein ganz eine eigenes Ausdrucksmedium welches vielleicht erst durch die Herbert Grönemeyer Veröffentlichung von "Mensch" zu einer deutschen Massenbefindlichkeit wurde.
![]() Album Heavy |
Für eingefleischte Blumfeld-Puristen waren dann die Platten nach dem Album „L´Etat et Moi“ nur noch ein Abstieg ins Popmillieu. „L´Etat et Moi“ sorgte 1994 sogar international für Furore. Der Song „Verstärker“ schaffte es bis in die amerikanischen Collage Radio Charts.
Kaum ein Sänger oder eine andere deutsche Band hat so polarisiert wie Distelmeyer und Blumfeld. Was diese Band an Bewunderung erntete schlug ihr auf der anderen Seite genauso als Hass entgegen. Dazwischen gab es eigentlich nie was bei Blumfeld.
2007 dann Distelmeyers Trennung von Blumfeld. Mit seinem ersten Soloalbum „Heavy“ schlägt Distelmeyer nun ein neues Kapitel seines künstlerischen Schaffens auf und präsentiert sich einmal mehr als herausragender deutschsprachiger Songwriter. Dabei ist „Heavy“ das Produkt einer Zusammenarbeit seiner Begleitband und der Produktion von Andreas Herbig, der unter anderem schon mit Deichkind, A-HA und der Funklegende Bootsy Collins zusammenarbeitete.
Auf „Heavy“ behandelt Distelmeyer natürlich wieder die existentiellen menschlichen Themen von Liebe und Glück, Verlust und Trauer, Freude und Wut. Die erste Singleauskopplung „Wohin mit dem Hass“, auch als Vorabstream unter www.distelmeyer.de veröffentlicht zeigt gleich die Marschrichtung der CD auf. Da ist er wieder, zumindest in Ansätzen, der Blumfeldsche Gitarrenverstärkersound aus den 90gern. Auch als Anfangsstatement ist der Titel "Wohin mit dem Hass?" natürlich genial doppeldeutig gewählt als Message an alle Blumfeld Hasser.
Eine mit Sicherheit für altgediente Blumfeld Fans lohnendes Unterfangen auf eines der nun zahlreich anstehenden Konzerte zu gehen.




