04.04.2010 Auggen
Preview: Die Lombego Surfers it neuer CD live im Sternen
![]() Lombego Surfers |
Die Lombego Surfers sind keine braungebrannten Surferstypen aus California, sondern die am härtesten arbeitenden Voodoo‐Rock‐Freibeuter mit den eingängigsten Gitarrenriffs seit den Stooges. Dabei ist den drei Rock‐Recken aus Boston und Basel so ziemlich jeder Trend schnurzegal gewesen: die Rock’n’Roll‐Straße geht gerade aus, die wenigen Bars und Clubs an der Straße kennt man auswendig, das Bier ist immer kaltgestellt und der letzte räumt die Knochen von der Straße. So geht das bei den Lombego Surfers.
Ab April ziehen sie mit ihrem neuen Album «Still Got The Night» im Seesack durch die Lande. Töchter sperrt die Mütter ein!
The Tale of The Lombego Surfers
Trends spülen viele Rockbands nur ans Land, um sie mit der nächsten Welle zu ertränken. Nicht so die Lombego Surfers. Über 20 Jahre reiten die drei Recken aus Boston und Basel mittlerweile durch Europa. Strömungen lassen sie kalt. Sie folgen nur den Freibeuterflaggen, die ihnen DirkBonsma auf die Knochen zeichnet. Wo sie anlegen, lockt zwar meist kein Gold. Ein Fass Rum,Whisky oder Bier reicht dem Trio jedoch zum Anzetteln einer deftigen Surf’n’Roll‐Meuterei.
Zu schweisstreibend, rau und dreckig? Go eat shit and die! Mit Gitarre, Bass und Schlagzeug entern sie Stadt um Land, weshalb ihnen die Presse unlängst Titel wie «Legenden der Leidenschaft» oder «The Gods of the Underground» verlieh. Uuhhhhh, spooky – aber nicht unverdient. Just in Zeiten wo andere Kultbands wie Dead Moon die Segel streichen, gewinnt die Mission der Lombegos an Wichtigkeit: Keep it real and stripped down to the bones!
Auf das ihnen die Voodoo‐Götter des Rock’n’Roll gnädig bleiben. Nach dem limitierten 7”‐Vinyl‐Schmuckstück «A & B» folgt im April das neue Lombego‐Surfers‐Album «Still Got The Night». Dann ist die Band auch wieder live unterwegs. Bis im Sommer vor allem in der Schweiz (aktueller Tourplan siehe www.myspace.com/thelombegosurfers). Im Herbst folgt dann eine dreiwöchige Tour durch Deutschland‐Österreich‐Slowenien‐Kroatien und viele, viele weitere Konzertwochenenden.
The Lombego Surfers sind:
Anthony Thomas (guitar’n’voice)
Pascal Sandrin (bass)
Olivier Joliat (drums)
Mehr Infos:
www.myspace.com/thelombegosurfers
www.lombegosurfers.com
Label: www.flight13.com
Distribution Switzerland: www.irascible.ch
Zum Album:"Still Got The Night"
![]() Lombego Surfers |
In der Nacht leben die Geister. Die Dunkelheit wird aber auch für Sterbliche mehr und mehr zum Rückzugsraum vor dem grassierenden Kontrollwahn der Gesellschaft. Die Nacht schützt vor zu wachsamen Augen. Doch was man sehen kann, scheint meist reizvoller wie im grellen Licht. Dieses flüchtige Gefühl wollten die Lombego Surfers auf ihrem neunten Studioalbum festhalten. Sie stimmen an zum Hoch auf die Dunkelheit, in deren Schutz viele Regeln nichtig werden. Zu viel ist heut als ungesund verrufen, geziemt sich nicht, wird gar verboten.
Don’t rufen da die Lombego Surfers und werfen sich mit vollem Einsatz gegen die genormte Langeweile. Das muss Punk sein! – aber nicht nur. Das kann auch klingen wie das psychedelisch pochende Still Got The Night, mit seiner manischen Gitarre. Nicht nur mit dem Titelsong schlagen die Lombego Surfers neue Töne an. Eine weitere schöne Überraschung ist auch das melancholisch beschlagene "Burning Up", Tonys Jugenderinnerung an Boston. Und selbst die für die Lombego Surfers so typischen Instrumentals zeigen neue Facetten der Band. So hüpft «What’s Buzzin» beschwingt und herrlich naiv wie ein Disco‐Hit der Bee Gees , nur – grosser Dank an die Voodoo‐Götter – ohne deren Eunuchen‐Gefistel. Wie lustvoll sie noch immer auf schnell rollenden Wellen balancieren, demonstrieren die Lombego Surfers mit «Brushfire» und Speedball.
Das Rocken haben die alten Surf’n’Roller nicht verlernt. Die bedingungslose Hingabe an den schnörkellosen Garage Trash führte zu Don’t, No More oder High & Dry. Drei Haudegen, die mit Zug nach vorne peitschen, wie auch der Punkrocker Don’t Need Much. King of the World ist dann eine Hommage an den Surfin’ Bird‐Klassiker von The Trashmen, den Tony bei den Soundchecks gerne intoniert. Der Songs zeigt zudem, wie die Lombego Surfers es immer wieder schaffen, dass traditionelle Rock’n’Roll‐Elemente nach Sound von heute klingen.
So bleibt Gitarrenmusik zeitlos. Musikalisch sind die Lombego Surfers mit «Still Got The Night» in neue Stilgefilde aufgebrochen. Für die Aufnahmen setzten sie jedoch auf das bestens Vertraute und spielten die zwölf Songs in vier Tagen bei Deezl Imhof im «Fool Park» live ein. So kommt die Energie ihrer Konzerte auch ins Wohnzimmer. Das Artwork zeichnet wiederum Dirk Bonsma, der mittlerweile vierte Lombego.




