Regiomusik das Musikportal: Extrabreit die Legende lebt


20.11.2014  Hagen

Extrabreit die Legende lebt



Extrabreit

Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Sie ließen auf Partys den „Flieger“ abheben, wollten „Annemarie“ flachlegen, beschworen die Wonnen der "Kleptomanie" und die Abgründe des "Kokain".

 

Lange vor den Toten Hosen oder den Ärzten gab es eine deutsche Band, die die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten entdeckt hatte und damit die Charts eroberte:

Extrabreit aus Hagen, die Väter des deutschen Pop-Punks!

 

Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als „NDW-Spaßkapelle“ verschrien, von Ministerpräsident Franz-Josef-Strauß‘ Bayrischem Rundfunk verboten und von der Punk-„Avantgarde“ als „Abzocker“ angefeindet – schon in den 80ern waren EXTRABREIT eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Band – und im Jahr 1982 mit gleich zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste.

 

Dabei waren die vermeintlichen „NDW-Helden“ eigentlich eine Sex Pistols-infizierte Garagen-Rockband aus dem Umfeld der linken Szene ihrer Heimatstadt Hagen, die Musik und Texte für sich und ihre Szene machten, aber bald erkannten, dass darin viel Pop-Potenzial steckte. 1978 in Hagen gegründet, machten Extrabreit zunächst mit Live-Konzerten regional auf sich aufmerksam und erhielten 1980 die Chance, ihre Songs auf dem selbstironischerweise „Ihre Grössten Erfolge“ genannten Debütabum zu veröffentlichen. Das interessierte zunächst nur wenige. Erst beharrliches Touren und das zweite Album „Welch ein Land – Was für Männer!“ mit der Charts-Single „Polizisten“ brachte Ende 1981 den Durchbruch. Als im Frühjahr 1982 nachträglich aus dem Debütalbum die Single „Hurra, hurra, die Schule brennt“ ausgekoppelt wurde, verbuchten Extrabreit nicht nur ihren größten Single-Hit der 80er, sondern galten fortan auch als die „Bad Boys“ der NDW, die der BRAVO und anderen Teenie-Zeitschriften einige Skandalgeschichten wert war. Dabei hatten Extrabreit stets mehr zu bieten als chartstaugliche Kinderlieder , sondern auch so originelle, ausdrucksstarke Rocksongs wie „Polizisten“, „Der Präsident“ ist tot“ oder „Sturzflug“. 1982 beschloss das Album „Rückkehr der phantastischen 5“ die Trilogie der Frühwerke – mit Hits wie „Kleptomanie“, „Superhelden“, „Kokain“ oder „Komm nach Hagen werde Popstar „.oder das erste Duett mit Marianne Rosenberg ( „Duo Infernal“ )

 

Heute, nach Gründung der Band 1978 und nach 19 Studioalben und vielen anderen Veröffentlichungen, haben Extrabreit nach vielen Stationen Ihrer Karriere längst ihren festen Platz in der Hall Of Fame des Deutschrocks. Sie haben Musikgeschichte geschrieben, aber sie sind weit davon entfernt, Spinnweben anzusetzen. Auch 2013 materialisieren sie sich mit Ihren Gassenhauern auf Open Airs und Hallenbühnen, um zu beweisen, dass sie live immer noch zum Besten zählen, was deutsche Rockmusik zu bieten hat.

 

Extrabreit – eine Band die ihresgleichen sucht. Nie waren sie so wertvoll wie heute. Ein Garant für gute Laune und energetischer Spielfreude. Weiter geht die wilde Fahrt, Rock‘n Roll will never die .

 

Quelle: Schoenefeld

 

 










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