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12.06.2014  Hannover

Kuersche & Members Of Fury In The Slaughterhouse



Kuersche & Members Of Fury In The Slaughterhouse

"Na Furys, wie wär’s mit einem kleinen Ausritt, habt ihr Lust?" Mit nur wenigen Worten und seiner Westerngitarre ist es Kuersche gelungen, drei von sechs Furys zusammenzutreiben. Hannovers umtriebigste One-Man-Band sattelt damit in 2014 auf einen spektakulären Vierspänner um. Gemeinsam mit Rainer Schumann (Drums), Christian Decker (Bass) und

Gero Drnek (Git., Voc.), allesamt bis zur Bandauflösung Mitglieder von Fury in the Slaughterhouse, wird es Kuersche nun auch im Quartett geben. Unter dem Decknamen „Kuersche & Members of Fury i.t.S.“ machen sie sich auf, um mit Kuersches Songs in Fury-typischer Manier jeden aus den schicken Stiefeln zu hauen, der bei drei nicht die Ohren flach angelegt hat. Als optimales Mischfutter wird es vielleicht auch mal einen Fury-Song obendrauf geben. So gerüstet sind Kuersche & Members of Fury i.t.S. nun für das freie Gelände bereit und scharren schon kräftig mit den Hufen.

 

Wer für Kuersche eine Schublade sucht, der sollte sich geschlagen geben. Man hat ihn noch nicht ganz verstaut, prompt hat er sich wieder neu erfunden. Auf den ersten Blick und in seinen Grundfesten ein typischer Singer/Songwriter, entpuppt er sich auf der Bühne als musikalischer Transformer, der sich je nach Lust und Laune mit Hilfe allerhand technischer Ausrüstung zur einköpfigen, aber soundgewaltigen Zwei-Mann- oder Drei-Mann-Band aufblasen kann. Mit E-Gitarre, Bass und neuerdings auch mal mit Looper bewaffnet, sorgt Kuersche für die perfekte One-Man-Show und kann alleine ganze Massen begeistern.

 

Mit einem sicheren Gespür für gute Musik, bediente Kuersche sich schon in jüngsten Jahren bei den älteren Geschwistern am Plattenschrank. Bis heute sind die Beatles für ihn das Non-Plus-Ultra im Rock-Pop-Sektor und nicht zuletzt mitverantwortlich dafür, dass er sich dem britischen Alternative Pop verschrieben hat. Mit 11 Jahren und nach Erlernen des allerersten Gitarrenakkords fühlte er sich reif für die erste Band. Mit 15 gründete er dann die heute legendäre Band Stormage. Es war etwa im zweiten Stormage-Jahr, vor rund dreißig Jahren, als Kuersche mit seiner damaligen Band in Hannover in einem kleinen Jugendzentrum spielte. Das Konzert war großartig. Der Meinung war auch das Publikum. Ganze sechs Zuschauer waren gekommen, darunter auch Thorsten Wingenfelder, der an diesem Abend den Entschluss fasste: „So ’ne Band möchte ich auch mal haben.“ Und er sollte eine bekommen: Zusammen mit seinem Bruder Kai sowie Rainer Schumann, Christof Stein-Schneider und Hannes Schäfer gründete Thorsten Wingenfelder Ende 1986 Fury in the Slaughterhouse, eine der populärsten deutschen Bands, der auch international der Durchbruch gelang.

 

Als Kuersche einige Jahre später mit Stormage ins Tonstudio ging, spielte der Produzent ihnen eine Aufnahme vor – von einer Band, die nur wenige Wochen zuvor dort war: Fury in the Slaughterhouse. Für Kuersche der erste, ganz bewusste Kontakt mit Thorsten Wingenfelder und dem Rest der Truppe. Später lief man sich auf Konzerten und Festivals über den Weg und eine Freundschaft entwickelte sich. Keine ganz unglückliche Fügung: Als Storemage sich nach 15 Jahren und 500 Konzerten auflösten, machte Kuersche alleine weiter. Seinen ersten Soloauftritt hatte er 1994. Der endgültige Startschuss kam jedoch ein Jahr später. 1995 durfte er, der gemeinsamen Freundschaft sei Dank, auf der Fury-Tour im Vorprogamm spielen. Zu diesem Zeitpunkt waren Fury i.t.S. gerade auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und füllten die größten Hallen Deutschlands. Auch Anheizer Kuersche spielte damit vor 150.000 bis 200.000 Leuten und stellte zweifelsfrei unter Beweis, dass er einer Band in nichts nachsteht. Im Anschluss buchten auch Größen wie Nena, die Fantastischen Vier, Paul Carrack, Runrig, Ronan Keating oder Bob Geldof die sympathisch-anarchische One-Man-Band aus Pattensen als Support für ihre Touren durch Deutschland. Bis heute ist er unermüdlich in der ganzen Republik unterwegs.

 

In diesem Jahr feiert Kuersche als Solokünstler 20-jähriges Jubiläum. An seinem Tatendrang ändert das nichts. Nach vier Studioalben, einigen Live-Alben, Bootlegs und Sondereditionen sowie mehr als 1.000 Konzerten ist er noch genauso erfindungsfreudig wie eh und je. Durch technische Finessen imaginäre Bandmitglieder zu kreieren, beherrscht er inzwischen aus dem Effeff. Aber immer allein ist auf Dauer ja langweilig. Nach Veröffentlichung seines neuesten Albums „You Can Use a Man With These Nerves“ befand er es im Sommer 2013 an der Zeit, wieder mal eine Band zu gründen. Hin und wieder konnte man ihn in den letzten Jahren schon als Duo erleben. Fury-Kumpel Rainer Schumann oder Karsten Kniep begleiteten ihn bei Bedarf abwechselnd am Schlagzeug. Wie der nächste Band-Streich aussehen sollte, war ihm recht schnell klar, nicht zuletzt durch die lange Verbindung mit den einzelnen Musikern: Rainer Schumann war gesetzt, Christian Decker eh sein „Lieblingsbassist“, und er kam zu der logischen Schlussfolgerung: „Dann kann ich Gero auch noch fragen.“ Mit dem Multiinstrumentalisten Gero Drnek war die Besetzung schließlich komplett.

 

Kuersche & Members of Fury i.t.S. haben sich für 2014 jedenfalls einiges vorgenommen. Bundesweit Konzerte zu spielen, hauptsächlich mit den Songs aus Kuersches Repertoire, ist zunächt vorrangiges Ziel. Je nach Weiterentwicklung der Band ist jedoch auch ein gemeinsames Album für Kuersche „auf jeden Fall vorstellbar“. Eines dürfte sicher sein: Kuersche & Members of Fury i.t.S. werden für Furore sorgen. You Can Use Men With These Nerves!

 

Quelle: Subsounds

 

 










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