04.07.2008 Freiburg
Preview: Schiller beim ZMF
![]() Schiller |
Irgendwann, so ungefähr in der Mitte eines jeden Schiller-Konzertes, fallen sie, diese zehn Worte. Der Mann, der sie spricht, lächelt kurz ins Publikum und taucht wieder in seine außergewöhnlichen Klangwelten, in denen er die Träume und Hoffnungen der Menschen, die Atmosphären unserer Zeit, ja die Schwingungen der Welt zu Musik verdichtet.
Inspiriert von Elektro-Klassikern wie Tangerine Dream, Kraftwerk und Jean-Michel Jarre erschafft Christopher von Deylen visionäre Klänge, die ihrer Zeit weit voraus sind, weil sie Vergangenheit und Gegenwart sehnsüchtig aufgesogen haben. Es ist „Musik, die einen ganz tief im Inneren berührt“, so Mike Oldfield.
2008 gibt es Schiller zehn Jahre. Anfangs ist es noch ein elektronisch orientiertes Projekt mit Dance-Elementen. Doch schon mit dem Debütalbum „Zeitgeist“ geht er konsequent neue musikalische Wege, indem er gesprochene Zitate in seine Musik einbaut. „Ich liebe das gesprochene Wort, manchmal sogar mehr als das gesungene.“
Die ersten Sprecher, Hans Paetsch und Oliver Rohrbeck („Die Drei ???“), sind Helden seiner Kindertage, später sprechen u.a. Schauspieler Otto Sander und Ernst Meincke aus der Mystery-Hörspielserie „Gabriel Burns", die für Schiller typischen Wort-Blitze ein.
Von Deylen bricht mit fast allen gängigen Regeln des Musikbusiness und hat dennoch oder gerade deswegen Erfolg. Schiller hat keinen Frontmann, der die Massen anheizt und in die Kameras lächelt. Viele Schiller-Kompositionen sind rein instrumental und so kein gängiges Radioformat. Andere Stücke wie die Hits „I feel you“ und „Dream of you“ sind stimmgewaltige Ohrwürmer.
Christopher von Deylen lässt sich seine Musik nicht vorschreiben. „Ich mache Musik, die ich selber gerne hören und kaufen würde.“ Das ZMF freut sich auf diesen Ausnahmemusiker.
Weltstars wie Mike Oldfield oder Sarah Brightmann lieben diese selbstbewußte, aber auch zurückhaltende, stille Art des Musikers. Sie und viele andere renommierte Gastmusiker, wie u.a. Peter Heppner von Wolfsheim, Thomas D. von den Fantastischen Vier, Tarja Turunen von der finnischen Kultband Nightwish, Gary Wallis, der Live-Drummer von Pink Floyd, oder Tissy Thiers, der in den 80er Jahren mit Michael Cretu international Erfolge feierte und heute als Bassist fest zu Schiller’s Live-Band gehört, konnte der Soundvisionär für seine Produktionen gewinnen. Diese immer wieder überraschenden Kooperationen mit Musikgrößen aus aller Welt machen Schiller zu einem einzigartigen Projekt in der nationalen wie internationalen Musikwelt.
Im Zirkuszelt des ZMF wird Schiller unterstützt von:
Kim Sanders, Jaël und Jette von Roth
Die US-Amerikanerin Kim Sanders war in den 90ern die Stimme in zahlreichen Dance-Floor-Produktionen von Culture Beat.
Jaël ist die Sängerin der Schweizer Band Lunik, die 2005 im Zirkuszelt aufgetreten ist.
Und Jette von Roth hörte man bereits auf dem Schiller-Album „Tag und Nacht“.
Den Namen Schiller hat der Musiker, Komponist und Produzent übrigens nicht zufällig gewählt. 1998 lag, nach musikalischer Neuorientierung, seine Single „Glockenspiel“ auf dem Tisch. Christopher von Deylen hatte gerade „Die Glocke“ von Friedrich Schiller gelesen und veröffentlichte fortan seine Alben unter dem Namen des Dichters.
Line-Up Schiller:
Christopher von Deylen alias Schiller
Ralf Gustke - drums (u.a. Söhne Mannheims, Xavier Naidoo)
Tissy Thiers - bass (u.a. Motic Special, Randy Pie, Cretu & Thiers)
Cliff Hewitt - electronic drums (u.a. Apollo 440)
Mickey Meinert - git (u.a. Juliane Werding)
Christian Kretschmar - keyboards (u.a. Pohlmann)
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