21.07.2009 Freiburg
Nachgefragt: dj Sunyo im Interview
![]() dj sunjo |
RM: Hallo dj Sunyo. Wie heißt du mit bürgerlichem Namen?
Sunyo: Alexander Hollmann
RM: Wann und wie hast du bei dir die Liebe zur Musik entdeckt?
S: Die Leidenschaft für Musik war bei mir eigentlich schon immer da. Meine Familie ist auch sehr musikalisch, vor allem mein Vater spielt selber Keyboard und Gitarre. Das hat mich in der Kindheit sehr geprägt.
RM: Wie kamst du auf den Namen „dj Sunyo“?
S: Auf diesen Namen kam eigentlich meine Schwester. Es ist ein Teil von meinem richtigen Namen. Ich bin in Russland geboren und da gibt es für meinen Namen eine Art Spitzname „Sanyok“, daraus ist dann eben Sunyo entstanden.
RM: Warum hast du dich für das Produzieren entschieden?
S: Wenn ich Musikstücke höre, habe ich oft das Gefühl etwas daran ändern zu wollen, also meine eigene Idee einzubauen oder die Melodien zu erweitern oder zu verändern. Dann denke ich mir zum Beispiel „diesen Teil hätte ich anders gemacht“. So kommt dann das Verlangen zur eigenen Produktion. Als Kind war ich für 1 Jahr auf der Klavierschule und es hat mir keinen Spaß gemacht fertige Songs zu spielen, deswegen beschloss ich eigene Sachen zu komponieren und zu produzieren.
RM: Wie und was waren deine Anfänge?
S: Begonnen hat wohl alles mit dem Klavierunterricht. Danach folgte das Interesse zum Gitarren spielen was ich zum Teil von meinem Vater lernte. Als Teenager kam dann das große Interesse zur elektronischen Musik. Ich bekam damals eine kleine Programm mit der ich Samples zusammen setzte und die ersten eigenen Tracks bastelte. Die Songs stellte ich Verwandten und Bekannten vor, worauf ich positives Feedback bekam. So veröffentlichte ich meine Tracks auf verschiedenen Musikportalen im Internet. Es dauerte nicht lang bis einer meiner Songs auf dem Radiosender Sunshine Live übertragen worden ist und für mich dann die Sache mit dem produzieren klar war.
RM: Mit was für Equipment arbeitest du zur Zeit und mit was willst du dieses erweitern?
S: Ich lege eigentlich nicht großen Wert auf ein Hightech Equipment, viel mehr ist es mir wichtig eine gute Melodie oder einen guten Song zu schaffen. Natürlich versuche ich einigermaßen auf dem neusten Stand zu bleiben und erweitere mein Equipment nach Bedarf. Das Wichtigste in meinem Equipment ist ganz klar der Softwaresequenzer „FL Studio“, ansonsten arbeite ich sehr oft mit dem Softwaresynthesizer Refx Nexus auf den ich auch nicht mehr verzichten kann.
RM: Wie hast du dir dein Equipment erwirtschaftet, mit was für Jobs?
S: Unter anderem mit meinem festen Beruf (Einzelhandel) und mit einigen kleinen musikalischen Projekten.
RM: Wie ich aus deiner Homepage entnehmen kann, machst du Black Beats, Filmmusik und Techno/House/Trance. Was von denen Genres liegt dir am meisten und bei welchem Genre hast du mehr zu kämpfen, um was hin zu zaubern?
S: Am meisten liegt mir die elektronische Musik, da es eine gute Laune verbreitet und ich diese immer hören kann. Soundtrack und Filmmusik dagegen ist was für die Seele, etwas zum nachdenken. Dieses Genre muss vor allem im Unterbewusstsein funktionieren und Gefühle wie z.B. Trauer, Mut und Kraft hervorrufen. Das zu erreichen ist schwer, aber genau das ist dann die Herausforderung. Ich habe daher sehr viele angefangene Soundtracksongs die nicht oder gar nie fertig werden. Black Beats mache ich sehr selten. Das ist eher Zeitvertreib für zwischendurch.
RM: Soweit ich weiß sind bis jetzt zwei Tracks von dir auf dem Radio-Sender Sunshine Live gelaufen, mit großem Erfolg. Erzähl mal mehr darüber; wie kam es dazu?
S: Nun, eigentlich wurden schon insgesamt 9 Tracks von mir auf SSL gebracht, einige davon auch öfters. Das verdanke ich einem Musikportal wo ich und wo viele andere Künstler angemeldet sind. Wenn man es da schafft die Hörer zu beeindrucken und in den Charts die ersten drei Plätze ergattert, hat man die Chance auf Sunshine Live gespielt zu werden.
RM: Auf deiner Homepage liest man auch über eine Veröffentlichung bei einem Verlag; wie ist diese Zusammenarbeit zustande gekommen?
S: Das war eine total spontane Sache. Über das Internet lernte ich einen Musiker kennen, der das fast Hauptberuflich macht. Nach mehreren Unterhaltungen bot er mir an für einen seiner Kunden etwas zu komponieren. Ich überlegte nicht lange und stimmte zu. Einige Zeit später hatten wir eine Idee mit dem Release eines gemischten Albums (Dance mit Neoklassik). So kam es zu einem Projekt und dem Album.
RM: Zum Schluß noch: Was planst du für die nächste Zukunft und wo siehst du dich in den nächsten Jahren?
S: Ich wünsche mir, dass ich musikalisch noch viel erreiche und die Musik zu meinem Hauptberuf wird.
RM: Danke dir für das Interview und wünsche in Namen von Regiomusik viel Erfolg auf deinem musikalischen Weg.




