13.07.2012  BERLIN

Interview: Alexander Knappe - ZWEIMAL BIS UNENDLICH



Alexander Knappe Quelle: ferryhouse productions

Alexander Knappe wird 1985 geboren und wächst in Cottbus auf. Er beginnt früh, den Sport für sich zu entdecken. Dieser wird für ihn zum Ventil, um inneren Druck abzubauen. Erst Leichtathletik, später dann Fußball in der Jugendgruppe von Energie Cottbus.

Scouts von Hertha BSC fällt der 13-jährige Knappe positiv auf und er wird die Sportschule nach Berlin geholt. Auf Klassenfahrten unterhält er seine Mitschüler mit Coversongs von Usher und Xavier. Ein Kreuzbandriss mit 18 lässt jegliche Träume einer Fußballkarriere im Sande verlaufen.

Er fährt nach Cottbus und nimmt spontan am Sänger-Casting eines lokalen Radiosenders teil und gewinnt. Mit 19 betritt er zum ersten Mal ein Aufnahmestudio. Es folgen erste Auftritte und das erste Projekt. Nach seinem zweiten Projekt stagnierte es, ging nicht wirklich weiter.

Das ließ ihn aber nicht aufgeben, sondern umdenken. Zitat Alexander Knappe: „Ich war immer mein eigener Typ, musste mich oft durchkämpfen. Sport stattete mich mit dem Instinkt aus, nicht aufzugeben. Musik gab mir die Möglichkeit endlich ich selbst zu sein, mich auszudrücken und dadurch eine Verbindung zu anderen Menschen zu schaffen.“

 

RM: Dein Debütalbum steht kurz vor der Veröffentlichung. Auf welche musikalische Vielfalt darf man sich freuen?

 

Alexander Knappe: Jeder Song erzählt seine ganz eigene Geschichte. Dieses Album gibt viel von meinem Leben preis. Ich singe von dem, was mich beschäftigt.

In den anderthalb Jahren der Entstehung ist viel zusammengekommen.

Ich sage immer, nachdem man es gehört hat, kennt man mich als Person ein ganzes Stück weit besser.

 

RM: Wann genau wird das Album erscheinen?

 

Alexander Knappe: Es kommt am 10.08.2012 heraus.

 

RM: Schreibst du all deine Texte selber?

 

Alexander Knappe: Ja, richtig, in Zusammenarbeit mit Kai Oliver Krug, der unter anderem schon mit Orange Blue und den No Angels gearbeitet hat.

 

RM: Deine Lieder sind sehr aussagekräftig und gerade das macht sie so

interessant. Du hast einmal gesagt: „Das Album klingt nach Alexander Knappe. Es ist authentisch, das war mir wichtig.” Kannst du das noch etwas näher erklären?

 

Alexander Knappe: Jeder Sänger versucht doch, so viel wie möglich von sich selbst mit einzubringen. Und dieses Album sollte eben nach mir klingen, nach meiner Gefühlswelt. Es zeigt mich sehr privat, beschreibt bestimmte Situationen und sehr nachdenkliche Momente in meinem Leben.

 

RM:  "Weil ich wieder zu Hause bin" ist mittlerweile auf dem Markt und sehr angesagt. Was verbindest du mit diesem Titel oder anders gefragt, was möchtest du damit aussagen?

 

Alexander Knappe: Dieses Lied sagt aus, dass ich angekommen bin. Als Mensch und Musiker. Ich habe mich gefunden. Für mich war es wichtig aufzuzeigen, dass ich inzwischen weiß, wer ich bin und wo ich hingehöre. Das vermitteln zum Beispiel auch die folgenden Zeilen dieses Songs: „Hier ist der Baum auf dem ich immer saß“ oder „Ich halte die Zeit an und atme sie ein. Hier will ich bleiben, hier will ich sein“.

 

RM: Gibt es für dich musikalische Vorbilder, die dich prägen bzw.

geprägt haben?

 

Alexander Knappe: Natürlich, dazu gehören unter anderem Xavier Naidoo, Herbert Grönemeyer, Johannes Oerding und Coldplay.

 

RM: Wenn man dich live erlebt, wie du über die Bühne fegst, immer in Bewegung und energiegeladen, erübrigt sich schon fast die Frage, ob du viel Sport treibst.

 

Alexander Knappe: Ich habe ja lange Zeit Leistungssport betrieben und bin auch heute noch sportlich sehr aktiv. Meine Bühnenpräsenz wäre aber noch verbesserungswürdig. Ich darf nicht zu viel hin und her hüpfen, damit meine Stimme nicht verloren geht. Doch wir arbeiten daran. Mein Team achtet bei jedem Auftritt darauf, was man noch hätte anders machen können.

 

RM: Du kommst ja ursprünglich aus Cottbus und lebst jetzt in Berlin. Warum ausgerechnet in dieser Stadt?

 

Alexander Knappe: Ich spielte damals in der Jugend-Gruppe von Energie Cottbus und Scouts von Hertha BSC wurden auf mich aufmerksam. So kam ich auf die Sportschule nach Berlin. Zurzeit absolviere ich ein Sportstudium, habe es jedoch erst einmal auf Eis gelegt, um mich voll und ganz der Musik widmen zu können.

 

RM: Wie sehen deine Zukunfts-Pläne aus? Wenn ich richtig informiert bin, wird es ja demnächst eine Tour geben.

 

Alexander Knappe: Demnächst werden diverse Auftritte auf größeren Festivals folgen und es ist auch eine Tour in Planung.

 

RM: Zum Schluss die Frage: Was wünscht du dir für deine musikalische Zukunft?

 

Alexander Knappe: Ich möchte mich natürlich immer weiterentwickeln, aber Step by Step. Freue mich, dass das zweite Album mittlerweile schon in Arbeit ist und mich vielleicht wieder ein Stückchen mehr nach vorne bringt. Natürlich möchte ich Erfolg haben. Es gibt noch so viele Ideen, die ich gerne umsetzten würde. Doch nicht unbedingt von heut auf morgen, lieber langsam, aber stetig.

 

 

 

RM: Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Regiomusik wünscht dir weiterhin viel Erfolg bei all deinen Vorhaben.

 

Birgit Westphal








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