![]() Sober Truth |
„Ich will euch moschen sehen!“ Am Samstag glich das Kubana in Siegburg einem Hexenkessel. Die Bonner Metal-Combo Sober Truth lud zur großen Release Party ein. Über 160 Fans, Gäste und Freunde folgten dem Ruf und feierten mit ihnen gebührend die Veröffentlichung des zweiten Albums >>Outta Hell.
Die Bühne wurde kurzerhand mit allerhand alten Autoteilen, Dank an Ole Gutmann, in das passende Ambiente verwandelt. Zwischen beiden Bassdrums wurde ein Bullenschädel drapiert, rotes, unterschwelliges Licht rundete das höllische Bühnenbild ab. Der Nebel tat sein Übriges.
Doch davon wusste das Publikum zu Beginn des Abends noch nichts…und von so mancher Überraschung ebenso…
Hartlieb aus Köln gaben sich als Opener die Ehre und überzeugten mit ihrem Ohr-Wurm-Rock, der sich als eine Mischung zwischen Selig und Pearl Jam beschreiben lässt das Publikum. Auch wenn der Club sich erst jetzt so richtig füllte.
Bombastisch ging es weiter, Pantaleon, ebenfalls aus Köln, stürmten die Bühne und heizten allen Anwesenden so richtig ein, allen voran Frontsau Patrick, den wir nachher noch auf der Sober Bühne wiedersehen sollten.
Um 22:00 war es dann soweit: SOBER MANIA, die Gastgeber Torsten, Tobi, Hamid und Nick gaben sich die Ehre. Jedoch nicht ohne sich standesgemäß ankündigen zu lassen. Chris Bittner, fast schon fünftes Bandmitglied, hatte sich zu Feier des Tages in Schale geschmissen und erzählte uns von der ersten näheren Begegnung mit den Sober Boyz, (die damit endete, dass er dem Wirt vor die Füße kotzte)…Mit der neuen Sober Hymne „we wanna burn for f***in Sober Truth“ stimmte sich das Publikum ein und eine mitreißende und absolut innovative Show nahm ihren Lauf….
Mit dem Kracher „Outta Hell“ aus dem gleichnamigen neuen Album legten die Vier einen fulminanten Auftakt für ihre eineinhalbstündige Show hin. Die Stimmung war von Anfang an am Überkochen. Heißer wurde es nur noch durch die aufreizenden Posen der vier Pepperellas, die der Show mit ihrer Burlesque-Darbietung das gewisse Etwas verliehen. Auch der neue Reißer „Future Lies“ garantierte Nackenschmerzen für den nächsten Tag.
Ein besonderes Highlight war die Acoustic Version des Sober Hits Taste, bei der die Jungs von Tanja am Keyboard und Kim Petras als eindrucksvollem weiblichen Gegenpart zu Frontmann Torsten unterstützt wurden. Natürlich durften auch die Klassiker „Soulless“ oder „My Life“, für dessen offizielles Video wir der Agentur LineStyle danken wollen, nicht fehlen. Bei „Victim“ war der Einsatz des Publikums gefragt. Bei einem vocal battle Männlein gegen Weiblein vertrat Kim die weibliche Stimme und Chris den männlichen Part. Unterstützt wurden sie von Patrick von Pantaleon, der das Publikum noch mal so richtig anheizte.
Mit „Taste“ in seiner originalen Version fand die Show den krönenden Abschluss. Ihre Hommage an Michael Jacksons Billie Jean durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Alles in allem ein Abend voller Überraschungen, gigantischer Stimmung und schweißtreibendem Metal vom Feinsten. Auch wenn die Nackenschmerzen vergehen werden, an diesen Abend wird man noch lange zurückdenken.
Jamila Eva Balga 23.11.09
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