Regiomusik das Musikportal: Der Musikmarkt - Ein ständiger Wandel


25.04.2013  BERLIN

Der Musikmarkt - Ein ständiger Wandel



Flickr, BY-SA © 24oranges.nl

In der frühen Geschichte war es den Menschen nicht vergönnt, eine Aufzeichnung von Musik anzufertigen, in dieser Zeit wurde die Musikkultur von Person zu Person weitergegeben. Das musikalische Genie ganzer Kulturen ging durch die nicht vorhandene Technik leider verloren.

 

Mobilfunkanbieter auf dem Vormarsch?

Heute müssen wir uns mit solchen Umständen nicht mehr befassen, auf viele verschiedene Arten haben wir Möglichkeiten geschaffen, an Musik heranzukommen. Vor ca. 15 Jahren vollzog sich hier ein Wandel, es wurde ein Rücklauf der CD-Verkäufe verzeichnet und der mediale Markt verlagerte sich mehr und mehr ins Internet.

 

Nun mischen allerlei Anbieter für Medien mit, jede Plattform schafft sich seinen eigenen Dienst, Unternehmen wie Napstar gingen an den Markt. Nicht lange nach Napstar kam auch Apple auf die Idee, parallel zu ihrem relativ frisch eingeführten IPod, einen entsprechenden Musikmarkt über den ITunes Store anzubieten. Apple entwickelte sich durch solche Schritte zu einer Art Kultmarke und Prestigelogo.

 

Auch die Mobilfunkanbieter versuchen, sich an diesem Markt zu beteiligen, um ihr Repertoire zu erweitern. Sie bieten teils selbstständig, teils in Zusammenarbeit mit anderen Plattformen ebenfalls einen eigenen Musikshop an, um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, bequem über ihr Handy Musik zu streamen. Es wurden an dieser Stelle sogar eigene Tarife für Datenpakete oder Musik-Flats geschaffen. Das natürlich in Kombination mit entsprechenden Mobilfunkverträgen, eine gerissene Variante der Kundengewinnung, indem man versucht eine umfassende Kundenbefriedigung herzustellen.

 

Wie wir aber bereits in den letzten zwei Jahrzehnten beobachten konnten, ist gerade der mediale Markt ständigen Weiterentwicklungen ausgesetzt. Vom Prinzip her gibt es zwei bestehende Konzepte bei Mobilfunkanbietern:

 

Konzept Nummer eins wäre der Musikmarkt in Verbindung mit einer Partnerschaft zu bestehenden etablierten Unternehmen wie Napstar oder Simfy, dies wird meist in Kombination mit einem Mobilfunkvertrag offeriert, beste Beispiele hierfür ist wohl etwa die BASE Musik-Flatrate.

 

Konzept Nummer zwei ist etwas dezenter angelegt und wird so auch nur von Vodafone praktiziert. Hier verlässt man sich auf die Mundpropaganda der bestehenden Kunden, sie sollen auf den Dienst bzw. den Markt aufmerksam machen. Einen direkten Tarif gibt es hier nicht, man kann die Musik genauso wie bei ITunes oder auch im Laden zu entsprechenden Preisen erstehen. Somit nichts wirklich neues.

 

Wie sehr sich Mobilfunkanbieter mit ihren unterschiedlichen Wegen etablieren können und Marktanteile sichern, ist fraglich. Der Mensch ist im weitesten Sinne ein Gewohnheitstier, er verlässt sich gern auf funktionierende und erprobte Wege.

 

Das große Problem eines jeden Mobilfunkanbieters

Mobilfunkanbieter die versuchen, diese Schritte zu gehen, haben es nicht leicht. Wie bereits erwähnt, existieren schon sehr lange funktionierende Dienste, auf das Argument der Bequemlichkeit kann man sich hier kaum mehr verlassen. Es handelt sich hierbei um einen direkten Preiswettbewerb. Wer eventuell günstiger ist mit seiner Flatrate oder Paketpreisen, der wird diesen Markt damit durchaus erobern können, wobei das auch nur eine Möglichkeit darstellt.

 

Mobilfunkanbieter haben einen großen Schwachpunkt übersehen oder ignoriert, zum Vertrieb ihrer Musik bzw. zum Etablieren ihrer Märkte benötigen sie Handys, Smartphones und dergleichen. Diese wiederum nutzen Betriebssysteme wie IOs, Android oder Windows. Nur haben die Anbieter dieser Betriebssysteme bereits eigene Musikstores und Programme entwickelt. Apple mit Ihrem IOs hat das erwähnte ITunes, Android hat den Android Market und Microsoft hat in Windows das Programm Zune eingebaut.

 

Das bedeutet, die ärgste Konkurrenz der Mobilfunkanbieter auf dem Sektor des Musikvertriebs kann kaum ausgeschaltet werden, da sie diese Anbieter zur Existenz ihres Hauptgeschäftes benötigen.

 

Das kann auf lange Sicht ein wirklich interessanter Konflikt werden, wenn er sich denn länger hinzieht. Es kann natürlich auch eine schnelle Angelegenheit sein, in dem sich eine Partei vom Markt zurückzieht. Jedoch sind wir uns alle der Sturheit und des Profitwunsches dieser Parteien bewusst und sollten uns das Schauspiel amüsiert anschauen und den Sieger letztlich durch den Erwerb seines Angebotes über seine Plattform belohnen.

 

 








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