26.05.2009 Köln
Gehört: Uncovered Noise – Requiem For The Masses
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Wer den Plattenladen durchstöbert, weiss wie sehr der erste Eindruck zählt: Wenn das Cover nicht gefällt, landet die Scheibe auch nicht im Player. Eine überaus professionelle Cover-Gestaltung ist Uncovered Noise für ihr neues Album „Requiem For The Masses“ gelungen. Ob der Inhalt hält, was die Verpackung verspricht, erfahrt ihr hier.
Uncovered Noise machen nach eigenen Angaben „gotisch-melodischen Metal“. Eine treffende Beschreibung, der man eigentlich nichts zufügen muss. Böse Zungen könnten jetzt behaupten: „Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung.“
Stellt sich die Frage, ob eine Besserung nötig ist. Uncovered Noise haben sicher auf vielen Gebieten ihre Hausaufgaben gemacht. Vieles an durchaus brauchbarem Material, vor allem einige Melodien mit hohem Wiedererkennungswert sind auf dem Album gelandet. Die Gitarren klingen sauber, auch die Drums fügen sich passend ins Gesamtbild ein. Anders als das Keyboard: Die Tastensätze sind meist berechenbar und hier und da fast schon kitschig arrangiert. Oft stehen die Keys auch dem Gesang im Weg, so dass sich der Hörer neben einem guten Schlagzeug und einer feinen Bassline durch ein dichtes Mittfequenzbereichgeflecht aus Gesang, Keyboard und Gitarre kämpfen muss. Es ist nicht so, dass die einzelnen Instrumentalisten nicht über ausreichende Kompetenzen verfügen. Sie zeigen nur etwas zu oft so viel, dass man lange überlegt, wem man jetzt eigentlich zuhört bzw. zuhören sollte. Hier und da kann etwas weniger eben doch mal mehr sein.
Fans von etwas düstererem melodischem Metal können mit „Requiem For The Masses“ sicher etwas anfangen. Ihren Underground-Status werden Uncovered Noise mit dieser Platte aber sicher nicht verlassen. Eine Band, die - wie man vor allem bei den beiden Songs „Burning Desire“ und „Copper“ hören kann - viel songwriterisches Potential hat, aber noch die eine oder andere Stunde an ihren Arrangements feilen sollte.
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