Regiomusik das Musikportal: Gehört: FRANTIC ON MARCH "Exit"
13/09 2007

Gehört: FRANTIC ON MARCH "Exit"



Frantic On March

Am 1. August ist der neue und damit zweite Silberling der Lörracher Band FRANTIC ON MARCH erschienen. Und die knapp 20-minütige Scheibe „Exit“ mit insgesamt sechs Songs, die durchwegs aus eigener Feder stammen, kann sich hören lassen. Der gleichnamige Opener beginnt mit einem kristallklaren Bass-Intro, um dann in einem Inferno brachialer Gitarrenklänge vergeblich nach Schutz zu suchen. Ephemera’s Party-Gitarrist und Soundtechniker Michael „Ano“ Piranio, der sich tontechnisch auch für dieses Album verantwortlich zeichnet, lässt grüßen und baut ein weiteres Mal meterdicke Gitarrenwände auf – ohne dabei jedoch den Gesamtsound vom Hörer abzuschirmen.

 

Was dabei heraus kommt, ist ein Metal-Klangbild vom Feinsten. Und wenn die Musiker dazu noch auf den Punkt spielen und nicht mit musikalischem Einfallsreichtum geizen, ist für interessanten und abwechslungsreichen Hörgenuss gesorgt. Und genau das ist der Fall, wenn die drei erfahrenen Musiker Holger Terhorst (Gitarren), Alex Scherz (Bass) und Philipp Raiber (Drums) und die ausdrucksstarke Frontfrau und Sängerin Moni Dix am Werk sind. Dass Philipp Raiber (Drummer bei Ephemera’s Party) Anfang diesen Jahres als „Leih“-Schlagzeuger für die Album-Produktion eingesprungen ist, tut der Sache auch keinen Abbruch, sondern ist vielmehr eine musikalische Bereicherung – quasi das Sahnehäubchen.

 

Seit Abschluss der Aufnahmesessions ist übrigens Lothar Siebler als fester Drummer mit von der Partie. „Frantic on March“ ist mit dem aktuellen Album „Exit“ ihrem Stil über die Jahre hinweg treu geblieben. Zwar ist die Combo von sechs auf vier Personen geschrumpft, doch der Metal-Sound kommt noch immer so kraftvoll und explosiv herüber wie eh und jeh. Stilgetreu wechseln sich harte Gitarrenriffs und diffizile Gitarren-Chorus-Zupfeinlagen ab. Dennoch ist auch eine Entwicklung auszumachen. Songs wie „Progress“ und „Empty Inside“ sind kurz und knackig. Unnötiger musikalischer Ballast wurde über Board geworfen und auf fast dem kompletten Album bewusst auf Gitarrensoli verzichtet. Lediglich „Playground“ und „Empty Inside“ enden mit recht kurzen, aber umso eindrücklicheren Soli. Mit Hilfe gut platzierter Breaks wurde weiterhin für diverse Überraschungseffekte gesorgt. Auch textlich ist einiges gegangen. Der Gesang kommt runder und ausdrucksstärker als bisher daher und auch die ehemals deutschen Lyrics gehören der Vergangenheit an. Die durchwegs recht kurzen Songs wurden so mit musikalisch abwechslungsreichen Parts vollgepackt, dass zweifellos auch nach mehrfachem Hören keine Langeweile eintritt. Gemastert wurde das Ganze im V.O. Little Creek Studio und die Fotos stammen von Nicole Scherz. Das Album ist ein kleiner, aber feiner musikalischer Leckerbissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte, und kann unter www.franticonmarch.de für 5 Euro bestellt werden.

 

Die CD-Taufe soll übrigens am 20. Oktober in Rheinfelden beim „Akkorde Bandcontest 2007“ stattfinden für den sich FRANTIC ON MARCH in diesem Jahr qualifiziert haben.

 

 

Heiko Trefzger