14/01 2007

Preview: MIA im HDJ Freiburg 20.01.2007


ZIRKUS - MENSCHEN LIEBE SENSATIONEN!

Wer MIA. kennt, hat eine Meinung. Entweder eine gute oder eine schlechte - wie es dem einzelnen beliebt. Die Band hat sich seit ihrem Album Hieb- und Stichfest (erschienen im August 2002) sowohl an jubelnde Fans, als auch an böse Verrisse gewöhnt. Die Hauptsache ist, zu polarisieren - alles andere wäre Mittelmaß und Mittelmaß ist schlimmer als der Tod.

Jetzt ist mit Zirkus bereits das dritte Album erschienen. MIA.s Sängerin Mieze Katz wundert sich, wo die Zeit geblieben ist: Ich habe bei der Arbeit im Studio darüber nachgedacht, dass wir nächstes Jahr Jubiläum feiern. MIA. gibt es dann zehn Jahre, trotz der ganzen Hektik und dem Stress. Das ist ein Geschenk, dass wir alle Musik machen und uns so gut verstehen und immer noch Bock auf uns haben. Das ist für mich spürbar gewesen, viel intensiver noch als bei der Arbeit an Stille Post (erschienen im März 2004).

Die Band ist gereift, das hört man auf ihrem aktuellen Album Zirkus deutlich. Die fünf haben sich aufeinander eingestellt. Die Songs klingen erwachsener und irgendwie erhabener. Das ganze Album steckt voller Experimente: Draller Pop, Drive, Go-Beats, Aha-Effekte - Überraschungen lauern an jeder Ecke und alles kann passieren. Vielfalt heißt das Zauberwort, textlich wie akustisch. Da hört man Instrumente wie Leierkasten, Vibraphon, Glockenspiel, Horn, Trompete, Becken und Akkordeon MIA. hat vor nichts halt gemacht. Wir haben mit so vielen Instrumenten gearbeitet, wir fühlten uns wie Zigeuner, erzählt Mieze. Es macht Spaß, auf Zirkus in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen und mit einem Augenzwinkern dem Anderen die schlimmsten Sachen mitten ins Gesicht zu sagen.