04.09.2006
REGIOMUSIK Live, PEGASUS + CRYSTAL CROW + KATHARSIS, Waldsee Freiburg, 01.09.06
![]() Regiomusik Live |
Es ist unter anderem das Bestreben von REGIOMUSIK Künstler zur Selbstvermarktung zu animieren und ihnen auf Wunsch bei selbiger hilfeleistend zur Seite zu stehen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten veranstalten wir monatliche REGIOMUSIK.de-Live-Veranstaltungen. Wir bringen die unserer Ansicht nach besten Bands der Regio aus dem Netz auf die Bühne. Jede Musikrichtung bringen wir abwechselnd jeden 1. Freitag im Monat ins Waldsee in Freiburg! Von HipHop über Jazz bis hin zu Punk oder Metal. Wir setzen jeden Monat einen stilistischen Schwerpunkt und bringen jeweils drei Bands auf die Waldsee-Bühne. Gelegentlich werden die Regio Bands auch durch besonders gute Gruppen ausserhalb der Regio als Special Guest unterstützt.
Nach dem REGIOMUSIK Punk Rock Special im August lag nun der Fokus im September auf Dark Melodic Metal,soll heißen harte Gitarrenklänge, symphonische Keyboards und melancholische Akustikpassagen. Dunkle Musik mit Progressive Metal-Einflüssen, Aggression und Härte mit Melancholie und Melodie. Mit dabei waren die Bands PEGASUS, CRYSTAL CROW und KATHARSIS und ca. 160 Zuschauer, die den Weg ins Waldsee Freiburg gefunden haben, um drei sehr gute einzigartige Dark Melodic Metal Bands aus der Regio zu sehen.
![]() PEGASUS |
PEGASUS (Fantasy Powermetal)
Schon beim Intro zum ersten Lied ging es bei den Jungs von PEGASUS und ihrer Sängerin sehr melodiös und keybordlastig zur Sache. Danach legten auch die Gitarren und das Schlagzeug gleich voll los.
Die hübsche blonde Sängerin war der absolute Blickfang der Fantasy Metal Band. Doch sie sah nicht nur gut aus, sondern unterstützte mit ihrer engelsgleichen hohen Stimme die tiefe kehlige und rauchige Stimme des Sängers, der mit aggressivem Growlen die Fans in Stimmung brachte.
Beim zweiten Lied „Birth of a Dragon“ drosch der Schlagzeuger gleich brachial und treibend in seine Instrumente, während die Sängerin dem Publikum episch die Geburt eines Drachens schilderte und das Keybord die Story sehr energiegeladen und melodiös untermalte.
Der nächste Song war nach einem langsamen Intro eher rockig geprägt und der Sänger kreischte aggressiv ins Mikro. Das bescherte der Band, als das Lied fertig war, einen begeisterten Applaus von Seiten der Fans.
Beim nächsten Lied war das Intro ziemlich dunkel und grunzig gestaltet, danach gab das Keybord eine herrliche Glockenspielpassage zum Besten, bevor das Schlagzeug und die Gitarren wieder voll zum Einsatz kamen.
Die Sängerin lächelte die ganze Zeit über und ließ ihre glockenhelle Stimme erklingen, während der Sänger neben ihr als Kontrastprogramm röhrte und kreischte.
Bei „Dragons of Hope“ gab es ein sehr melodiöses Intro, das nahtlos in den rockigen Hauptteil überging.
Beim nächsten Song „Queen of Hells“ zauberte das Keybord mit orgelähnlichen Klängen eine geheimnisvoll-düstere Atmosphäre in den Konzertsaal des WALDSEES. Aber auch die Sängerin, die bisher mit eher minimalistischen Gesten geglänzt hatte, kniete sich nun im wahrsten Sinne des Wortes in ihre Arbeit und entführte die Ohren des Publikums in luftige musikalische Höhen.
Danach stimmten PEGASUS das Lied „Midnight Past“ an, das mit einem langsamen und getragenen aber trotzdem harten und treibenden Takt wie es bei gutem Power Metal sein muss, begeisterte. Es wurde dabei wieder im Rhythmus geheadbangt und die Sängerin schwenkte eine leuchtende Laterne in der Hand, danach fing auch sie an zu headbangen.
Nachdem PEGASUS sich selbst dem Publikum vorgestellt und die Fans weiter zu sich nach vorne vor die Bühne geholt hatten, wurde beim letzten Song noch einmal ordentlich in die Gitarren und ins Schlagzeug gedroschen und geheadbangt, dass die Haare flogen.
Alles in allem war der Auftritt der Fantasy Power Metal Band PEGASUS im WALDSEE einfach absolute Spitzenklasse und ein gelungene und interessante Bereicherung der Freiburger Metal-Landschaft.
viudanegra (isabel@regiomusik.de)
![]() CRYSTAL CROW |
CRYSTAL CROW (Dark-Gothic Metal)
Mit einem episch klingenden Intro kündigte sich die Karlsruher Band CRYSTAL CROW an und überzeugte das zahlreich versammelte Metalpublikum von der ersten Sekunde an mit einem druckvollen, sauberen Sound. Natürlich ließ dies erste Banger (unter anderem meine Wenigkeit) in Aktion treten. Der Titel-Song des aktuellen Albums "Love Again" wirkte on stage viel energiegeladener und wuchtiger als auf der Platte, was allemal für die Live-Qualitäten der Band spricht. Durch langsame Keyboardpassagen und Gitarrenspiel im Midtempobereich fand stetig ein dynamischer Wechsel statt, welcher treibend durch die gut zu hörenden Drums untermalt wurde. Der Gesang des Sängers Whych erinnert in den Tieflagen an Peter Steele von Type O Negative und wurde außerdem durch kreischende Einlagen gepaart mit klar gesungenen Passagen in jeglicher Stimmlage komplettiert, was einige Möchtegern-Vokalisten wohl ins Staunen versetzte. Auch optisch wurde einiges auf der Bühne geboten. Whych überzeugte mit zur Stimmung passendem Stage-Acting, gleichzeitig wurde er dabei durch seine bangenden Kollegen unterstützt, was die Wirkung nicht verfehlte und sich sofort auf die Menge übertrug. CRYSTAL CROW sah man an, dass die Songs in Fleisch und Blut übergegangen sind und wirklich gefühlt werden, was meiner Meinung nach für eine gelungene Performance unabdingbar ist. Vor Release der neuen Platte wurde schon mal vorab der neue Song "Wasteland of my Soul" zum Besten gegeben. Treibende Bassläufe mit markanten Gitarren-Riffs kennzeichneten den Song und ließen nicht nur die Musiker an den Seiten ins Schwitzen kommen. Alles in allem ein gelungener Gig, der mit kräftigem Applaus honoriert wurde und ein Highlight des Abend bildete.
Bianca (bianca@regiomusik.de)
KATHARSIS (Progressive Dark Metal)Nach einem anspruchsvollen Intro ging es richtig fett ab mit Hammer-Riffs, fetten Drums und erschreckenden Masken. Die ganze Band strotzte vor Energie so, dass es gleich zu Anfang mit coolen Bangeinlagen begann. Mit sehr guter Stimme konnte der Shouter überzeugen. Die Sopranistin, mit einer sehr guten Kehle gesegnet, gab dem ersten Stück den letzten Schliff. Die zweite Nummer war langsamer als die erste, kam aber durch den Gesang und den guten Rhythmus doch im mittleren Part recht schnell rüber und sorgte beim Publikum für bangende Köpfe. "Inner Demons", die dritte Nummer des Abends, kam live sehr gut rüber. Die Band sorgte mit diesem Stück bei sich und beim Publikum für Nackenschmerzen. Die Solo-Gesangseinlage von der Sopranistin verlieh einem richtige Gänsehaut, auch wenn es nur sehr kurz war. "Everything´s Gone" ist ein richtig guter Livekracher, der mal mit schnellen Passagen und langsamen aufwarten kann. "Fall of a Patriot" ist ein sehr geiler Song, der zeigt, dass auch eine Progressive Dark Metal-Band richtig gut abgehen kann und das Publikum beeinflussen und mitreißen kann. Das letzte Stück von KATHARSIS war ein Instrumental und verabschiedete die Band würdig vom Waldsee, das richtig gerockt wurde. KATHARSIS Live sind ein absolutes Muss und rocken wie Hölle. Dan (dan@regiomusik.de) |
Bildergalerie
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