![]() MENTAL AMPUTATION |
Das war es. Das letzte Deathmetalkonzert vor der Sommerpause im My Way in Freiburg mit MENTAL AMPUTATION + TILL THE END + INNER SANCTUM. An die 60 Besucher nahmen sich am Dienstagabend Zeit und sahen durchweg gut aufgelegte Bands und Zuschauer. Weitere Metal-Konzerte wieder ab September 2007.
INNER SANCTUM (Melodic Death Metal)
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Als erste Band war die Melodic-Death-Formation INNER SANCTUM am Start.
INNER SANCTUM zeichneten sich vor allem durch eine abwechslungsreiche Mischung aus schnellen aggressiven und langsamen Passagen aus, wobei jedes Tempo für sich wieder melodische und eher technisch harte Death Parts aufwies. Am interessantesten waren aber immer die treibenden Übergänge vom langsamen in ein schnelleres Tempo, bei dem vor allem das Schlagzeug den Ton angab.
Eine Vorliebe der Jungs für die bekannte Viking Metal Band AMON AMARTH. Aber auch die übrigen Songs von INNER SANCTUM handelten vornehmlich von heroischen Schlachten, die im brachialen Gitarrensound und mit heftigem Schlagzeuggeknüppel vorgetragen wurden wie z. B. „Until they returned".
Insgesamt lässt sich sagen, dass INNER SANCTUM sowohl etwas für die Ohren eingefleischter Death Metal Fans als auch für Viking/Pagan-Hörer zu bieten hatten und für eine super und ausgelassene Stimmung im headbangenden Publikum sorgten.
Und auch die Augen der weiblichen Fans wurden nicht vernachlässigt, denn auf mehrmaliges Verlangen entledigten sich die Jungs ihrer Shirts. Natürlich gab es auch noch eine Zugabe als krönenden Abschluss des Auftritts und einen begeisterten Applaus und hochgereckte Fäuste von Seiten der Fans.
Die aktuelle 8 Song-CD "Risen To Fall", die am 15.12.2006 veröffentlicht wurde kann man auf der Bandhomepage für 5 EUR bestellen.
Isabel
TILL THE END (Melo Death Metal)
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Der Sound der nächsten Band TILL THE END bestand nicht nur aus Death und Melodic Parts, sondern war noch mit anderen Stilarten und vor allem mit rockigen Einflüssen gespickt. Das sind laut Aussage der Band Einflüsse sowohl aus dem Death-, Thrash- und Power-Metalbereich (z.B. HYPOCRISY, CHILDREN OF BODOM oder EDGUY, wie auch Rockelemente der 70er und 80er Jahre.
Knochenharte Schlagzeugpassagen mit krachenden Becken und schnellen Gitarren- und Bassriffs untermalt vom aggressiven Geschrei des Sängers, der auch Gitarre spielte, machten TILL THE END zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis im üblichen Death-Metal-Einheitsbrei.
Die langsameren Parts waren eher gitarrenlastig aber trotzdem hart und straight durchgespielt. Und viele der Songs von TILL THE END wurden nicht vom Schlagzeug zu Ende gebracht, sondern melodisch von den Gitarren und dem Bass „ausgezupft".
Die Jungs spielten neben ihren eigenen Songs auch noch den Metal-Klassiker „For whom the Bell tolls" von METALLICA, bei dem sie das Publikum mit treibendem Schlagzeug, wummernden Gitarren und derbem kehligem Gesang begeisterten.
Danach spielten TILL THE END einer Dame namens Lisa, die an diesem Abend Geburtstag hatte, ein rockiges und spontan gegrunztes „Happy Birthday" als Ständchen.
Ein weiterer origineller Showeffekt von TILL THE END war „Fritz", der grüne Bandfrosch, Ex-Bassist und Ex-Manager, der jetzt in einem Marmeladenglas zu Hause ist.
Für TILL THE END war das der vierte Auftritt. Trotz der beiden Coversongs (METALLICA / KREATOR), die für die eher begrenzte Auftrittszeit von TILL THE END fast schon ein bisschen zu viel waren, ist die Band mit dem individualistischen Musikstil, der sich in keine Schublade hineinstecken lässt, durchaus noch auf- und ausbaufähig.
Web: www.till-the-end.com | http://myspace.com/tilltheendmetal
Isabel
MENTAL AMPUTATION (Death Metal)
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Als man mental fast mit dem Abend abgeschlossen hatte, kamen zu guter letzt MENTAL AMPUTATION auf die Bühne, die sich dann überraschenderweise als "Creme de la Creme" entpuppten. Sieben Jahre gibt es die Band schon und dies spürte man auch deutlich an der ganzen Präsenz auf der Bühne. Ich muss sagen, dass an den Jungs wirklich nichts zu bemängeln gab: Nach gediegenem Einspielen fing es rasant und kompromisslos an. Mit einer unbeschreiblichen Energie auf der Bühne sprengten sie regelrecht die Atmosphäre und fingen jeden Einzelnen im Zuschauerraum in ihren Bann.
Diese Jungs wissen genau was sie tun: Es gab gewaltige Steigerungen und klare abrupte Pausen, die so präzise und schnell waren, dass man sie fasst gar nicht wahrnehmen konnte.
Das Zusammenspiel war bis zum Zehntel genau: Wie von der Musikanlage abgespielt, donnerte der Schlagzeuger mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit seine Rhythmen heraus, als würde er gerade ein Butterbrot zu sich nehmen. Routiniert, aber dennoch mit großer Leidenschaft wurde der Drummer vom melodiösen und anspruchsvollen Spielen der Anderen begleitet. Besonders der Gittarist Fabian begeisterte Alle mit sauberen, schnellen und charakteristischen Solis. Der Sänger war hierbei sozusagen die Kirsche auf dem Sahnehäufchen: Stark-dynamische Bühnenshow zusammen mit einer tiefen, voluminösen Stimme, die man auch inhaltlich beim genauem Hinhören verstehen konnte. Das ist heutzutage leider nicht so oft gegeben. Wie ich so von mancher Quelle weiss, gibt es einige Sängerkollegen, die, wenn sie den Text vergessen, den Tipp von den anderen Bandmitgliedern bekommen „Blutwurst“ ins Mikro zu schreien.
Richtig zum Gipfel wurde der Song „My Utopia“ als plötzlich der Sänger Joachim auf die Bar kletterte und von oben herab schweissgebadet und derb-grinsend auf sein Publikum herabschaute. An dieser Stelle: "Danke Hansi (My Way), dass du bei diesem Szenario die Ruhe bewahrt hast!"
Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass MENTAL AMPUTATION für geschulte Ohren eine Spitzenband abgibt. Jedoch für die restliche Freiburger Metal-Welt schien der Name MENTAL AMPUTATION wörtlich zu stehen, denn leider waren wenig Zuschauer bis zum Schluss dabei.
Berna
Nachgefragt: MENTAL AMPUTATION
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Unter sechs Augen nach dem Konzert im My Way mit Joachim und Fabian ( Sänger und Gitarrist von Mental Amputation)
REGIOMUSIK: Ihr kommt ja ursprünglich aus Aalen. Kennt ihr eigentlich auch die Aalener Bands Apophis und Fleshcrawl?
Fabian: Ich dachte wir würden mit einer persönlicheren Frage anfangen…
REGIOMUSIK: Gut. Eigentlich wollte ich euch als erstes fragen, wie ihr euch so gefunden habt. Erzählt mir kurz über eure Entstehungsgeschichte.
Joachim: das ist witzig, dass du das fragst. Erst einmal: ja, wir kennen die Bands und Fabian soll dir erzählen, wie wir uns gefunden haben.
Fabian: Na ja, ursprünglich habe ich nur mit dem anderen Gitarristen zusammen musiziert. Als ich mal bei einer Probe bei Fleshcrawl abhing, hat da gerade Joachim vorgesungen. Die meinten dann, Joachim wäre zu hart vom Gesang her und ich dachte mir, dass er ideal für uns wäre.
REGIOMUSIK: Dann war ja meine erste Frage ja doch nicht so verkehrt…
Wie hiess denn eure erste und eure letzte Platte?
Joachim: die erste heisst Mass Crissis und die letze, die vor kurzem fertig gewordene heisst Utter Subordination.
REGIOMUSIK: Wer meint ihr hat bei eurem kreativen Prozess euch als Vorbild gedient?
Fabian: Wir haben keine Vorbilder, aber ich würde sagen, beeinflusst haben uns sicherlich Death, Rush, Mille Oldfield, Pestilence…
REGIOMUSIK: Was waren denn eure ersten Platten?
Joachim: bei mir müsste es eine von Guns ’n’ Roses gewesen sein. Ich glaube das Album Patience.
Fabian: Ich weiss es noch genau: Iron Maiden, Somewhere in Time
REGIOMUSIK: Seid ihr denn mit eurer jetzigen Situation als Band zufrieden oder träumt ihr auch davon einmal ganz groß herauszukommen?
Joachim: So wie es gerade läuft finden wir das schon super. Wir haben hier und da Auftritte und damit sind wir zufrieden. Uns ist es nicht wichtig, von der Musik leben zu können. Es funktioniert auch als Hobby.
REGIOMUSIK: Ihr seid ja eine ziemlich kompromisslose und harte Band: Wenn man euch einen Plattenvertrag anbieten würde mit der Vorraussetzung, euch mehr der Masse anpassen zu müssen, würdet ihr auf solch einen Deal eingehen?
Joachim: Na ja, wieso nicht?!
Fabian: Also ich denke, auf keinen Fall. Wir sind das, was wir sind!
Joachim: Man muss sich ja nicht von Grund auf ändern.
Fabian:…Ja, gut!
REGIOMUSIK: Also meint ihr Kompromisse ja, solange ihr euch dabei noch treu bleiben könnt.
Fabian: Genau!
REGIOMUSIK: Zu guter Letzt an euch beiden: Wie fandet ihr diesen Abend? Könnt ihr mir einen Satz dazu sagen?
Joachim: Hallöchen Poppöchen, klein aber fein!
Berna
Nachgefragt: TILL THE END
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Was wir im Gespräch nach dem Konzert am 29.05.07 im My Way mit Patrick Banholzer (Gitarrist von „ Till the End“ ) herausfanden.
REGIOMUSIK: Erste Platte?
Black Sabbath
REGIOMUSIK: Vorbilder?
Hypocrisy, Max Cavelera, Peter Tätgren. Aber ich bin auch anderer Musik gegenüber tolerant. Zum Beispiel Edguy finde ich auch ganz cool.
REGIOMUSIK: Patrick, wieso nennen dich eigentlich manche Chaos?
Das kommt von meiner chaotischen Zeit als Computerzocker…und wenn jemand mich so nennt, kannst du davon ausgehen, dass er mich schon ziemlich lange kennen muss.
REGIOMUSIK: Ok. Wenn wir schon bei skurrilen Insidernamen sind: Wer zum Teufel ist „ Fritz der Frosch“?
Fritz ist unser fünfter Mann in der Band, unser Groupie, unser Kumpel halt.
REGIOMUSIK: Wie soll ich denn das jetzt verstehen?
Wir kamen eines Tages in den Proberaum und da war ein vertrockneter, kleiner Frosch vor dem Fenster. Seit dem gehört der kleine einfach zur Familie.
REGIOMUSIK: Wie herzzerreissend. Gut und was sagst du zu diesem Abend?
Ich fand es irgendwie schade, dass viele bei der letzten Band Mental Ambutation gegangen sind. Diese Jungs sind nämlich ziemlich gut. Und richtig cool war es, dass Inner Sanctum so kurzfristig zugesagt haben.
Das finde ich auch. Danke Jungs!
Berna
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Mach mit
:-P
Sehr schönes Review. Danke an die fleißige Journalistin^^