Regiomusik das Musikportal: Interview mit David Paryla


26.02.2013  BERLIN

Interview mit David Paryla



David Paryla

David Paryla, Sohn des österreichischen Schauspielers und Theaterregisseurs Nikolaus Paryla, wuchs in Italien auf und besuchte dort die Libera Accademia Dello Spettacolo in Rom wo er sein Schauspieldiplom erhielt. Bekannt wurde er unter anderem durch die Rolle des Priesters Martin Windgassen, die er seit September 2012 in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ verkörpert. Außerdem ist David Paryla in zahlreichen Theaterrollen und als Synchronsprecher aktiv.

 

RM: Hallo David, freue mich, dass du dir die Zeit für ein Interview mit Regiomusik nimmst.

Du bist aktuell in der Telenovela „Sturm der Liebe“ als Pfarrer Martin Windgassen zu sehen und dadurch sehr bekannt geworden. Wie bist du zu dieser Rolle gekommen?

 

David Paryla: Ich hatte erfahren, dass es die Rolle des Pfarrers zu besetzen galt, und habe meine Fotos an die Castingabteilung geschickt. Daraufhin wurde ich neben vielen anderen jungen Herren zum Vorsprechen eingeladen. Dafür bin ich extra von Rom nach München gekommen und wurde dann ausgewählt.

 

RM: Wie lange wird Pfarrer Martin Windgassen die Serie noch begleiten oder

darf dies nicht verraten werden?

 

David Paryla: Das darf ich nicht verraten, aber auf jeden Fall noch ein Weilchen.

 

 RM: Bist du religiös?

 

David Paryla: Ich bin spirituell veranlagt, aber nicht unbedingt religiös. Mit 20 Jahren

fing ich an, mir selber meinen Weg zu suchen, um herauszufinden, was man so glauben sollte oder eher nicht.

 

RM: Ab wann wurde dir klar, dass du Schauspieler werden möchtest?

 

David Paryla: Das war mir eigentlich nie klar und ist mir auch immer noch nicht klar.

Man rutscht da so rein, ich komme aus einer Schauspielerfamilie und alle sind

sozusagen „Theatertiere“. Ich habe auch im Theater angefangen und befand mich zu der Zeit noch in einer Phase, in der ich nicht genau wusste, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Das ist ja auch nichts Ungewöhnliches bei Jugendlichen. So fing ich an, Theater zu spielen, immer mit dem Hintergedanken, deine Familie hat das ja auch gemacht. Meine Theaterausbildung habe ich in Rom absolviert und dann drei Jahre dort gespielt. Im Juni

letzten Jahres bin ich dann nach Deutschland gekommen.

 

 

RM: Was liegt dir mehr, das Theaterspielen oder die Arbeit vor der Kamera?

 

David Paryla: Ich gebe zu, das Theaterspielen liegt mir mehr, doch da ich jetzt schon so

lange für „Sturm der Liebe“ vor der Kamera stehe, müsste ich mich natürlich auch erst wieder an das Theaterspielen gewöhnen. Aber ich bin im Theater aufgewachsen und mag die Konfrontation mit dem Publikum. Das habe ich so gelernt. Bei den Dreharbeiten zu „Sturm der Liebe“ stehe ich jetzt jeden Tag vor der Kamera. Dies ist völlig neu für mich. In Rom hatte ich auch ab und an einige kleine Filmrollen, aber das ist nicht vergleichbar. Ich lerne zwar täglich dazu, aber das Theaterspielen gehört einfach zu mir. Ich liebe es zu proben, in die Tiefe zu gehen, sich Zeit zu nehmen.

 

RM: Wie sieht es musikalisch bei dir aus, gab es auch schon Rollen, in denen

du gesanglich agieren musstest?

 

David Paryla: Als ich noch die Schule besuchte und auch danach habe ich immer wieder in kleinen Musicals mitgespielt und natürlich auch gesungen. Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter, Carla Paryla, eine Opernsängerin ist. Bei ihr habe ich einige Zeit Gesangsunterricht genommen.

 

RM: Du hast ja mittlerweile eine große Fanbase und es kommen stetig neue Fans dazu.

Was ist das für ein Gefühl und kann dies auch einmal lästig werden?

 

David Paryla: Nein, grundsätzlich sind Fans nicht lästig. Merkwürdig wird es aber, wenn sie vergessen, dass ich eine eigenständige Person bin und nicht die Rolle. Der zweite Punkt ist, wenn ich Briefe oder Nachrichten erhalte mit vielen Fragen und aus zeitlichen Gründen nicht alle beantworten kann, werden einige schon grantig. Doch es ist einfach nicht möglich, allen gerecht zu werden. Doch größtenteils ist es wirklich schön, das Feedback und die netten Kommentare zu lesen. Das baut auf und tut sehr gut.

 

RM: Gibt es eine Traumrolle für dich?

 

David Paryla: Eine meiner Traumrollen habe ich schon gespielt, in eine andere möchte ich noch schlüpfen. Ich bin ein großer Shakespeare Fan und eine meiner Traumrollen ist und war der Hamlet. Diesen würde ich gerne einmal selber inszenieren.

 

 

RM: Wann und wo kann man dich in nächster Zeit noch erleben, gibt es neue Angebote

oder Projekte?

 

David Paryla: Wenn ich den „Sturm“ abgedreht habe, werde ich wahrscheinlich mit meinem Vater, Nikolaus Paryla, zusammen auf der Bühne stehen. Aber dies ist alles noch nicht sicher und ich möchte noch nicht zu viel verraten.

 

RM: Was wünschst du dir für die Zukunft?

 

David Paryla: Was wünsche ich mir für die Zukunft? Ein Mensch wünscht sich nur Frieden. Seinen eigenen und den für alle Menschen. Ich bin jetzt keine auf die Arbeit ausgerichtete Person. Mir ist das nicht so extrem wichtig, sollte es laufen, freue ich mich. Ich möchte ein gemütliches Leben führen, ein bisschen Geld verdienen, dann passt das schon. Es wäre schön, wenn ich im Theater arbeiten kann und damit meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Oder

Filme drehen, ohne großen Druck. Alles schön ruhig und gemütlich.

 

RM: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für deine weiteren Vorhaben.

 

Birgit Westphal

 

 








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