21.06.2012  BERLIN

Joe Jackson - eine Hommage an The Duke



Joe Jackson

The - was? Duke "The Duke" Ellington, die amerikanische Jazz-Ikone, der tausende Jazzstandards schrieb, grandios performte und jede folgende Generation beeinflusste.

Auch Joe Jackson hat einen ähnlichen Einfluss auf die weltweite Musikszene ausgeübt. Seit über 30 Jahren ist er einer der originellsten britischen Künstler, wurde fünf Mal für den Grammy nominiert und ist dabei musikalisch nie stehengeblieben.

Tatsächlich ist „The Duke“ eine unkonventionelle Ehrerbietung an Ellington, die die zeitlose Brillanz seiner Kompositionen aufzeigt und gleichzeitig Jacksons Fähigkeiten als Arrangeur, Instrumentalist und Sänger herausstellt. Obwohl es, nach dem 1981er „Jumpin’ Jive“, schon sein zweites Album mit fremdem Material ist, handelt es sich um ein äußerst persönliches Projekt für Jackson, dessen Affinität zu Ellington ihn während seiner eigenen, mehr als drei Jahrzehnte währenden Karriere inspiriert hat.

 

„The Duke“ zeigt den ikonoklastischen Jackson, einen fünffachen Grammy-Nominierten, der fünfzehn Ellington-Klassiker in zehn Stücken interpretiert, indem er einige der Songs genial zu Medleys kombiniert. Jackson filtert das Material lieber durch seine eigene musikalische Vorstellungskraft, als nur die

 

originalen Big-Band-Arrangements nachzuahmen. Das Ergebnis ist eine überraschende und makellose Fusion der Stile, deren opulente Verspieltheit im Einklang mit Ellingtons eigener unbekümmerter Herangehensweise ist.

 

„Ellington fand seine eigenen Arrangements nicht heilig“, stellt Jackson fest. „Er hat sie ständig überarbeitet, bisweilen ziemlich radikal. Ich gehe also davon aus, dass mein Ansatz in seinem Sinne ist.”

 

Obwohl „The Duke“ ein Tribute-Album ist, ist es genauso intensiv auch ein Joe-Jackson-Album, das mit seinem altbekannten Sinn für musikalisches Abenteuer harmoniert. „Als ich damit anfing“, sagt Jackson, „fühlte es sich ein bisschen beängstigend an – so nach dem Motto: Wie soll ich das bloß anstellen? Aber es begann Fahrt aufzunehmen, und ein Eigenleben zu entwickeln. Ich konnte mit Leuten arbeiten von denen ich gedacht hatte, dass ich sie niemals bekommen würde und sie alle waren extrem begeistert und unterstützten das Projekt. Alles passte in einer Weise zusammen, die meine Erwartungen übertraf. Und es hat verdammt viel Spaß gemacht.“

 

Quelle: Another Dimension

 

 








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