08/11 2006

Nachgefragt: DAS BLAUE VOM HIMMEL


REGIOMUSIK: Wie kam ihr auf den Band Namen, textet ihr uns nur zu? Siehe DAS BLAUE VOM HIMMEL reden bzw. singen.

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Den Bandnamen hat sich ein Freund von uns ausgedacht. Der ist ein großer Musik-Fan und zudem Diplom-Psychologe, also dachten wir, hey, das passt. Der Name klingt viel versprechend und ist unterschiedlich interpretierbar - das soll jeder Hörer selbst entscheiden.

 

REGIOMUSIK: Wie schreibt ihr eure Songs? Entsteht erst das Instrumentale oder der Text oder alles ziemlich parallel?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Die Songs schreibe zum größten Teil ich daheim mit Akustik-Gitarre oder am Klavier. Ich schreibe meistens parallel Musik und Text. Manchmal ist auch die Melodie zuerst da, der Text eigentlich nur ganz selten. Den Feinschliff machen wir dann zusammen im Proberaum, da fließen dann die Ideen aller Bandmitglieder ein.

 

REGIOMUSIK: „Wie es war“ ist eigentlich mein favourite. Wie ist der Song entstanden?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Der Song behandelt das Thema Tod und Verlust. Mein Vater starb, als ich 15 und mein Bruder acht Jahre alt war, das ist da genauso mit eingeflossen wie der Gedanke, dass Verstorbene oft so schnell in Vergessenheit geraten, obowhl sie mal so wichtig für einen waren.

 

REGIOMUSIK: Wie ist es mit dem eigenen Bruder in einer Band zu spielen? Es ist ja auch so, dass der Sänger den Ton angibt und der Drummer die Geschwindigkeit. Gibt es da einen Sieger?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Na ja, ich bin schon der typische Band-Leader, da ich die Band gegründet habe und das meiste organisiere, PR mache, die Songs schreibe etc. Wobei sich das in letzter Teil zum Glück etwas geändert hat, da die anderen mehr mithelfen. Es macht einen Riesenspaß mit meinem kleinen Bruder zusammen zu spielen, wir haben ein super Verhältnis und müssen auch nicht lange um den heißen Brei reden, wenn uns etwas am anderen nicht passt. Allerdings wird's da eben auch mal schneller laut, weil man kein Blatt vor den Mund nimmt. Einen "Sieger" gibt es aber nicht, er kann genauso seine Meinung vertreten wie ich.

 

REGIOMUSIK: Wie fühlen sich da die anderen Bandmitglieder? Ist ja so wie bei Oasis.

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Ich denke, die finden das okay. Ist bestimmt nicht immer ganz einfach, uns im Doppelpack zu ertragen, aber wir sind ja eigentlich sehr umgänglich.

 

REGIOMUSIK: Habt ihr vor mit euer Musik ganz Deutschland zu erobern oder macht ihr euch darüber keine Gedanken?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Im Moment wollen wir einfach nur so viele Konzerte spielen, wie möglich, um besser zu werden - gerne auch in ganz Deutschland. Ob wir damit dann Deutschland erobern, wird sich zeigen, wir hätten natürlich nichts dagegen.

 

REGIOMUSIK: Die EP ist im Kasten. Arbeitet ihr jetzt an einer LP oder sind andere Dinge geplant?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Nein, wir arbeiten derzeit noch an der offiziellen Debüt-EP mit fünf Songs - darunter zwei ganz neue und bislang unveröffentlichte -, die wir im Sound Factory Studio Walldorf beim Produzenten Siggi Zundl aufnehmen. Sie wird Ende 2006 fertig sein und "Höhenflüge und Abstürze" heißen. Das Album ist fest geplant, wir wollen aber erst einmal die EP promoten und hoffen, damit ein Label zu finden, dass unser Album veröffentlichen will.

 

REGIOMUSIK: Die Bühne ist euer zu Hause könnte man sagen. Was ist das Studio? Wie ist die Arbeit dort?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Studio ist eine ganze andere Geschichte. da hat man viel mehr Möglichkeiten, kann ausprobieren, Ideen verwerfen und neue Einfälle bekommen. Es ist viel mehr Frickelarbeit udn hat mit der Art zu musizieren, die wir sonst praktizieren, nicht zu tun. Es macht uns aber genauso viel Spaß wie live spielen. Manchmal ist so ein Tag im Studio aber auch sehr ermüdend; man hockt zum Beispiel stundenlang rum und wartet darauf, dass der Produzent endlich den optimalen Schlagzeug-Sound findet oder probiert verschiedene Gitarren aus, bis man die richtige für einen bestimmten Song-Part hat.

 

REGIOMUSIK: Habt ihr schon mal unplugged gespielt? Ist es anders als auf einer normalen Bühne?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Wir haben einige Stücke nur mit Akustik-Gitarre und Klavier, das ist ja quasi unplugged, die Songs bauen wir aber ganz normal in unser Set ein zwischen die rockigen Stücke. So richtig unplugged haben wir bisher noch nicht gesoielt, wird aber 2007 auf jeden Fall nachgeholt.

 

REGIOMUSIK: Was können wir von euch nächstes Jahr erwarten?

DAS BLAUE VOM HIMMEL: Wüssten wir auch gerne. In jedem Fall unsere Debüt-EP, die wir ausgiebig promoten und dafür deutschlandweit spielen werden. Wer also noch Bands sucht, melde sich bitt bei uns. Was dann noch passiert, wird sich zeigen, wir sind aber zuversichtlich, dass wir mit unserer Musik viele Menschen errreichen können.

 

DJRMX