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16.12.2013  BERLIN

Klassische Musik beliebter als Rock, Pop&Co.?



Johann Sebastian Bachs Werke begeistern auch heute noch (Bildquelle: Wikipedia.org © Rainer Zenz (Original von Elias Gottlob Haussmann) (CC0 1.0)).

Im Jahr 2011 besuchten insgesamt 15,5 % aller Deutschen ein klassisches Konzert oder aber eine Oper. Hingegen kamen lediglich 14,1 % der Bevölkerung hierzulande in den Genuss eines Rockkonzerts oder aber einer Pop-Musik-Veranstaltung. Neben diesen interessanten Fakten, die Musik -heute.net unter Bezugnahme auf eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung bekannt gab, ist außerdem ein Branchenwachstum im Konzert- und Veranstaltungsbereich zu verzeichnen. Das wirkt sich auch auf das Online-Musikangebote aus: Sowohl traditionelle Klassikmusik als auch moderne Varianten werden laut Computerbild gerne und oft angehört.

 

Doch wie ist es zu begründen, dass klassische Musik innerhalb einer Vielzahl unterschiedlicher Genres, Themen und Ausrichtungen dauerhaft einen hohen Rang der Beliebtheit einnimmt?

 

 

 

 

 

 

 

 



Klassische Musik ganz modern: David Garrett ist ein berühmter deutscher Violinist (Bildquelle: Flickr.com © Mari Smith (CC BY 2.0)).

Eine Frage der Bekanntheit

 

Klassische Musik ist jedem bekannt und vertraut. Zwar kennt nicht jeder Zuhörer Titel und den entsprechenden Musiker dahinter, doch sowohl Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach als auch Wolfgang Amadeus Mozart sind im Alltag präsent. Ihre musikalischen Einflüsse finden sich in Neuauflagen von Songs und Einspielstücken in Radio, TV und auch im Internet wieder. Obwohl klassische Musik nicht immer bewusst aufgenommen wird, findet eine regelmäßige Berührung mit dieser statt.

 

Die häufige Verwendung klassischer Melodien und Klänge lässt sich übrigens dadurch erklären, dass sie für besonders viele Zuhörer und Ohren geeignet ist. Sie ist unaufdringlich und ursprünglich, da keine künstlichen Veränderungen vorgenommen wurden und werden. Damit unterscheidet sie sich sowohl von sehr eigenwilligen Musikrichtungen wie Heavy Metal und Rock’n’Roll, aber auch von künstlich erzeugten Klänge, wie sie gerne im Techno- und Pop-Bereich genutzt werden.

 


Nicht nur hören, sondern auch produzieren

 

Manchmal genügt es nicht mehr, Musik nur zu hören. Das Gefühl, selber Klänge und dementsprechend kleine Liedstücke zu erzeugen, kann zu dem Wunsch heranwachsen, selber ein Instrument spielen zu lernen. Während viele erwachsene Menschen dies im späteren Verlauf ihres Lebens nicht nachholen, legen hingegen Eltern oftmals Wert darauf, dass ihre Jüngsten den Umgang mit einer Blockflöte, einer Violine oder aber einem Piano erlernen. Hierfür werden Unterrichtsstunden und viel Lärm im eigenen Zuhause in Kauf genommen.

 

Auch die Anschaffungskosten sind nicht zu unterschätzen. Das gilt insbesondere dann, wenn auf Klangqualität und eine lange Lebensdauer der Instrumente Wert gelegt wird. Ein Instrument sollte darüber hinaus den Vorstellungen seines Besitzers entsprechen; eine Beratung im Fachhandel oder online sollte in Anspruch genommen werden.

 

 


Melodien mit Zukunft

 

Der dauerhafte Erfolg klassischer Musikstücke spricht für sich. Jung und Alt ziehen das unveränderte und reine Spiel traditioneller Instrumente Musikstücken vor, die entweder eine technische Überarbeitung genossen haben oder aber den Gesang in den Vordergrund stellen. Das ist nicht nur in Sachen Konsum und Genuss der Fall. Diejenigen, die sich gern selbst kreativ betätigen, tun das, indem die Hand an Saiten- und Holzinstrumente legen oder sich am Piano voll entfalten. Musik begeistert und bewegt Menschen – am ehesten dann, wenn sie natürlich ist und nah am Ursprung.

 

 

 








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