Regiomusik das Musikportal: L´ESTARD (Death Metal) - Interview
21/04 2006

Nachgefragt: L'ESTARD

 

...following the philosophy of combining the uncompromising punishment of devastating Death Metal parts with neck-breaking mid-tempo banging groove, L'estard embodies a storm of aggression...

 


REGIOMUSIK: Stellt eure Band in kurzen Sätzen vor!

Also hallo erstmal.Nene das darf ich ned. Wir sind Todesmetaller und die dürfen ned lachen oder komisch sein. Hähä. L´ESTARD, dass sind der Markus an der Gitarre, Kai am Bass, Laki, unser Grieche am Schlagzeug und meine Wenigkeit, Marius am Mikro. Wir haben uns musikalisch dem Death Metal verschrieben, welche genaue Ausprägung das jetzt ist, bleibt dem Hörer überlassen. Waren das kurze Sätze?

 

REGIOMUSIK: Ja! Kurz und prägnant! Warum heißt ihr L´ESTARD, und wie kamt ihr auf den Namen?

Hm..*überleg*. Das war noch zu Urzeiten, im Jahre 2002. Unser damaliger Schlagzeuger war ein großer Anne Rice Fan, ihm gefiel die Figur des "LESTAT", der unter anderem auch in "Interview mit einem Vampir" auftaucht. Bastardisiert man diesen Namen mit "Bastard" und setzt ein feines, oftmals leider falsch platziertes oder gänzlich vergessenes Apostroph, so erhält man "L'estard". Kurz: Eine Mischung aus Lestat und Bastard; ein Fantasiewort ohne Bedeutung.

 

REGIOMUSIK:  Wie kamt ihr dazu die Band zu gründen?

Ganz klar: wir wollten damals wie auch heute noch Musik machen, die uns gefällt. Das umsetzen, was einem im Hirn rumgeistert. Anfang 2004 stellten Markus und ich dann fest, dass das was wir machen wollten in der damaligen Besetzung nicht möglich war. Und so haben wir Kai und Laki an Bord geholt und seitdem laufen die Maschinen

Volldampf!

 

REGIOMUSIK: Wieso singt ihr in Deutsch/ Englisch/ ...?

Ich weiß nicht. Hat sich einfach so ergeben. Damals habe ich meine Texte noch auf alten Gedichten oder Textpassagen aufgebaut und die waren halt englisch. Viele Death Metal typischen Schlagwörter  wie "Death" "Blood" und so weiter sind im englischen meiner Meinung nach einfach kerniger. Hinzu kommt natürlich, dass man überall verstanden wird, d.h. wenn jemand unsere Texte liest. Verstehen im Sinne von heraushören ist wohl nicht wirklich möglich, wie ich mir immer wieder entweder bewundernd oder vorwurfsvoll anhören darf.

 

REGIOMUSIK:  Wieso Trash/ Death/ Black/ .... Metal?

Death Metal ist für uns pure Kraft, pure urwüchsige musikalische Urgewalt. Für mich ist diese Musikart eine Möglichkeit, meiner Frustration und meiner Ablehnung gegen bestimmte Aspekte des menschlichen Daseins Ausdruck zu verleihen. Da kann ich alles ablassen. EXTREM MUSIC FOR EXTREM PEOPLE!

 

REGIOMUSIK: 10 min vor eurem Auftritt?

Noch´n Bierchen aufmachen, noch mal aufs Klo die anderen Bierchen alle entsorgen, Gitarren noch mal nachstimmen, eine rauchen. Routine.

 

REGIOMUSIK:  Wie entstehen eure Songs?

Meisten hat Markus ein paar Riffs zuhause gebastelt, in der Probe werden dann Schlagzeugparts dazu ausprobiert. Steht das Songgerüst komm ich als Sänger und geb meinen Senf dazu, also wie lang einzelne Parts sein sollen damit ich anständig drauf singen kann. Alternativ dazu kommt es auch vor dass jemand anderes n Riff im Ohr hat und

ihn Markus dann vorsummt. Der Text richtet sich dann zum einen nach der Grundstimmung des Songs, ob eher schnell oder eher langsam. Zum anderen richtet sich das dann aber auch

nach der Intonation, die ich in den Proben ausprobiere. Das liegt daran, dass ich meine Stimme nicht nur als Gesangstimme ansehe, sondern auch als ein weiteres Instrument, das den Sound von L´ESTARD ausmacht.

 

REGIOMUSIK:  Habt ihr auch Gesellschaftskritische Songs?

Ja. Liegt an meinen Studienfächern. Den anderen wärs zwar lieber ich würd über Blut, Krieg und Verderben singen. Tu ich ja auch. Nur eben verpackt. Ich mach mir da aber keine Illusionen. Auf Konzerten versteht eh keiner was ich da von mir geb und die wenigsten werdens nachlesen. Was man übrigens auf unserer Homepage www.lestard.com

tun kann. Für mich ist das einfach ne Möglichkeit mir meinen Frust und meinen Hass von der Seele zu brüllen.

 

REGIOMUSIK:  Wer wirkt(e) auf eurem Album / Demo (Name des Demos!) mit?

Wir.

 

REGIOMUSIK:  Was haltet ihr von Newcomerförderung?

Ist ne klasse Sache, da man als Underground Band doch oftmals keine Kontakte hat um sich etwas bekannter zu machen. Da ist man froh um jeden kleinen Gig. Ich finde das eine gute Sache, jungen Bands eine Plattform zu geben, sich zu präsentieren. Im Underground gibt es durchaus Perlen zu finden, oftmals mehr als im großen Mainstream.

 

Janka (janka@regiomusik.de)

 

 

Weiterführende Links:

 

www.lestard.com