JOSEPHINE PEE & BAND, Wodanhalle Freiburg
Eine 8-köpfige Band mit Bläsern und Sängerin spielt Funk, Soul, Rock und R'nB. Das hatte mein Interesse geweckt. Um 20.50 Uhr kletterte Ray Austin auf die Bühne um die Band anzukündigen und er hatte noch eine kleine Überraschung für das Publikum: Die Band wollte das Konzert für eine Live-CD mitschneiden. Man konnte also erwarten, dass die Musiker alles geben werden. Und dem war auch so. Der erste Titel "Don't ever dare", übrigens eine Eigenkomposition, zeigte gleich, was diese Band ausmacht: Josephine Pee als eine Sängerin mit toller Stimme und eine sauberintonierende Bläserfraktion. Werner Englert (Saxophon, Komposition, Arrangement), Stefan Nommensen (Trompete) und Oliver Kuttruff (Posaune) waren für mich das Hightlight des Abends. Selten hört man eine satte Bläserfraktion, die sowohl dynamisches Spiel, als auch gute Intonation beherrscht.
Routiniert spielt sich die Band durch bekannte Hits wie "Chain on Fools", "Knock on wood" und " I'm so excited". Die interessante Version von "What'S up" (4 Non Blondes) mit einem ausgefeilten Bläserarrangement von Werner Englert zeigt, dass es sich lohnt in Coversongs eigene Ideen einzubauen: Großes Lob! Besser als das Orginal. Benjamin Heusch (Gitarre), Claudio Provenzano (Drums), Mark Zander (Keys) und Gerhard Gerstle (Bass) sind ausgezeichnet aufeinander eingespielt und vorallem dem Bassisten und Keyborder sind die Spielfreude wahrlich anzusehen. Letzterer brillierte übrigens auch als Leadsänger bei " Mustang sally" und "Let me entertain you". Josephine Pee selbst, wirkte bei den Ansagen teilweise etwas schüchtern, dabei muss sie sich wirklich nicht verstecken. Leider wurde ihrem Gesang teilweise übertrieben viel Delay beigemischt, meiner Meinung nach unnötig, dass hat in ihrem Fall eher geschadet als genutzt.
Gegen Mitte des zweiten Sets erheben sich immer mehr Leute von ihren Bänken und es wird ausgelassen zu "We are family" und "Let's get loud" getanzt. Vier Zugaben gibt's von der Band ("Sex machine, "I will survive") und als das Publikum die Band immer noch nicht gehen lassen will spielen JOSEPHINE PEE & BAND noch einmal ihren eigenen Song "Don't ever dare". 23.30 Uhr ist Schluss, ein wirklich gelungenes Konzert-man darf gespannt sein, wie die Live-Aufnahme geworden ist. Nähere Info's dazu wird es auf der informativen Website der Band geben. Dort finden sich auch Termine und Info's zu den einzelnen Musikern.
Eine sehr gute Band mit herausragenden Bläsern hat der Wodanhalle ein tolles Konzert beschert.
Christoph (nightprowler@gmx.de)



