Regiomusik das Musikportal: Nachgefragt: DVO im Interview


25.02.2016  BERLIN

Nachgefragt: DVO im Interview



DVO

Am 11. März veröffentlicht DVO sein 15 Tracks starkes Debütalbum „Hundeleben“. Im Interview steht uns der Berliner Rapper Rede und Antwort und plaudert über seine Musik, seine Anfänge, seine weiteren Pläne und seine Vergangenheit in den Straßen Berlins.

 

Jana: Hi DVO, stell dich doch einmal kurz vor – wer bist du und was machst du?

 

DVO: Hi, ich bin ein geborener Berliner aus Friedenau, der in jungen Jahren das Rappen für sich entdeckt hat. Und das mache ich auch. Rappen.

 

Jana: Was macht dich als Rapper aus? Wo liegt deine Besonderheit?

 

DVO: Ich würde sagen, dass ich ein Rapper bin, der wie viele der neuen Generation, nicht rappt, weil er sich vorstellt ein Star zu werden, sondern einfach weil es seit eh und je ein Teil meines Lebens ist. Ich werde immer rappen, ob mit oder ohne Erfolg. Und was meine Besonderheit betrifft, die liegt darin, dass ich ehrlich bin. Ich gaukle einem nichts vor und verherrliche das Straßenleben nicht. Ganz einfach weil es da nichts zu verherrlichen gibt. Ich würde sagen, dass die Energie, die ehrlichen Emotionen und meine markante Stimme auch noch für mich sprechen.

 

Jana: Am 11. März erscheint dein 15 Tracks starkes Debütalbum „Hundeleben“. Was erwartet die Hörer auf deinem Erstlingswerk?

 

DVO: Dazu muss ich erst einmal sagen, dass Hundeleben nicht mein Erstlingswerk ist. Ich habe 2006 das Mixtape „Einzelgänger“, 2009 das Album „Der neue Standard“, 2011 ein weiteres Mixtape „Image“ und 2012 mit meinem Partner Checan eine EP raus gebracht. Aber nun zum Album Hundeleben. Es erwartet die Hörer eine Reise durch mein Leben und meine Gefühlswelt. Ich habe Songs, wie den für meine verstorbene Mutter, oder Songs wie Kamerad, über meine Zeit als Soldat im Kosovo. Da ich aber auch ein Berliner Junge bin, gibt es auch harte Tracks. So wie die Stadt und das Leben selbst. Ich kann für mich sagen, dass ich hinter jedem Song stehe. Ich glaube das ist das Wichtigste für einen Künstler, wenn man ein Werk erschafft.

 

Jana: Wie bist du zum Rap gekommen und wie sahen deine ersten Schritte als Rapper aus?

 

DVO: Durch meine Gegend, in der ich aufgewachsen bin und meinen großen Bruder kam ich zum Rap. Da wo ich lebte war Hip Hop allgegenwärtig. Die einen sprühten, die anderen tanzten (Breakdance) und wenige rappten mal. Doch fast alle bauten immer nur Mist. Hahahaha. Ich habe in den frühen 90igern angefangen englische Texte nach zu rappen. Dann habe ich über Jahre gefreestylt und erst viel später die ersten Texte geschrieben. Es wurde alles ernster und somit professioneller über die Jahre. Bis zu dem heutigen Punkt, an dem wir alles selbst produzieren (auch die Videos) und unsere Sache vermarkten und verkaufen.

 

Jana: Du bist in Berlin aufgewachsen und verarbeitest in deinen Songs deine ganz eigene, nicht selten bitterernste Geschichte. Welche Botschaft möchtest du den Leuten da draußen mit deiner Musik mitgeben?

 

DVO: Wenn es überhaupt eine Botschaft gibt, dann die das man nie aufhören darf zu kämpfen. Man darf nach einem Sturz nie liegen bleiben oder aufgeben. Man sollte immer den geraden Weg gehen, denn etwas anderes macht keinen Sinn. Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe den Großteil meines Lebens in Sünde gelebt. Ich probiere immer aufrichtig und ehrlich zu sein. Für mich ist mittlerweile der gerade Weg die Erfüllung. Ich könnte hier einen endlosen Monolog schreiben, macht aber keinen Sinn. Hört euch lieber das Album an, da wird alles gesagt.

 

Jana: Welchen Song dürfen wir uns auf deinem Album auf keinen Fall entgehen lassen und warum?

 

DVO: „Mama“. Ich habe meine Mutter an Krebs verloren und meine Trauer, meinen Hass und die Wut, die mich ewig plagte, in diesen Song gesteckt. Beim schreiben konnte ich den Text kaum lesen da meine Tränen die Tinte auf dem Blatt verlaufen ließen. Der Song ist für alle, die einen geliebten Menschen vermissen.

 

Jana: Blick nach vorne: Was steht musikalisch in naher Zukunft an?

 

DVO: Ich schreibe am nächsten Album. Ob dieses Jahr noch ein weiteres Album kommt oder ein Mixtape oder eine EP, das weiß ich nicht. Aber Ende des Jahres kommt auf jeden Fall etwas. Mein bester Freund, Geschäftspartner und Bruder Checan bringt dieses Jahr auch noch ein Album raus. Da werden dann bald Videos gedreht, Promo gestartet und und und. Es gibt immer was zu tun.

 

Jana: Wer oder was inspiriert dich?

 

DVO: Mein Sohn, meine Frau, mein Partner Checan, Gott, die Natur, Bücher. Wenn man es genau nimmt, gibt es überall auf dieser Welt, in allem was man sieht, riecht oder hört eine Inspiration.

 

Jana: Welche drei Songs feierst du aktuell am meisten?

 

DVO: MOP – „Ante up“, Xzibit – „The Foundation“ und Checan – „Noch näher“.

 

Jana: Die letzten Worte gehören dir...

 

DVO: Mein Leben auf Leinwand wäre ein gewaltiges Bild. Ein Blick und dein Durst nach Gewalt wäre gestillt. Danke für das Interview.

 

Jana: Danke dir, DVO.








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