Regiomusik das Musikportal: Nachgefragt: Amun Mcee aus Salzburg


07.11.2014  Salzburg

Nachgefragt: Amun Mcee aus Salzburg



Amun Mcee

Was hat die ägyptische Mythologie mit deutschsprachigem Rap zu tun? Wenn es nach Amun Mcee geht so einiges. Der Salzburger veröffentlicht am 21. November 2014 sein zweites Album "Pharao" mit einigen bekannten Rappern und Produzenten. Im Interview verrät er uns mehr zur neuen Platte und wie es um die Hip Hop Community in Österreich bestellt ist.

 

Jana: Hallo Amun Mcee. Möchtest du dich unseren Lesern vielleicht selbst einmal vorstellen und etwas zu deinem bisherigen musikalischen Werdegang erzählen?

 

Amun Mcee: Ich mache nun seit etwa 7Jahren Musik. Mein Debütalbum „Zurück aus der Vergangenheit“ kam letztes Jahr heraus und das Feedback darauf war überwiegend positiv. Nun lege ich mit meinem neuen Album „Pharao“ nach, welches eine deutliche Steigerung zu „Zurück aus der Vergangenheit“ darstellt. Im Grunde genommen mache ich Musik weil es meine Leidenschaft ist und ich nicht anders kann, es ist zur Sucht geworden Musik zu produzieren. Ich hoffe auch in Zukunft noch weiterhin meiner Leidenschaft nachgehen zu können und noch so viele Projekte wie möglich zu verwirklichen.

 

 

Jana: Am 21. November 2014 erscheint ja dein zweites Solo-Album „Pharao“. Was hat es eigentlich mit deinem Künstlernamen sowie dem Albumtitel auf sich? Bis du ein großer Fan der ägyptischen Geschichte?

 

Amun Mcee: Die ägyptische Geschichte und ihre Mythen faszinieren mich sehr, daher kommt auch der Künstlername „Amun Mcee“. Der Albumtitel lag somit auf der Hand und passt auch perfekt zum Album. Es gibt auch auf der Platte einen gleichnamigen Song („Pharao“) der sich mit dem wiederauferstehen des Pharaos auseinander setzt.

 

 

Jana: Auf „Pharao“ finden sich reichlich namhafte Produzenten und Rapper ein. Kennst du alle persönlich oder wie kam es zu der Zusammenarbeit?

 

Amun Mcee: Die meisten kenne ich persönlich, einige Zusammenarbeiten sind auch über Connections entstanden da die Produzenten sich ja auch untereinander gut kennen. Dank den sozialen Netzwerken ist es ja kein Problem mehr mit Menschen in Kontakt zu bleiben, auch wenn man jetzt nicht gerade in der selben Stadt lebt. Ich liebe es eben auch andere Einflüsse mit auf meinem Album zu haben und somit bekommen Songs manchmal einen komplett anderen Blickwinkel oder Vibe. Alles in allem liefen die Zusammenarbeiten ohne Probleme ab und ich bin sehr zufrieden mit dem Endprodukt.

 

 

Jana: Wie unterscheidet sich dein neues Album von deinem Debüt, textlich sowie auch musikalisch?

 

Amun Mcee: Das neue Album ist definitiv ein großer Schritt nach vorne. Die Instrumentals sind dank den erfahrenen Produzenten deutlich besser ausproduziert und klingen auch dementsprechend besser. In der Zwischenzeit habe natürlich auch ich mich weiterentwickelt und die Texte sind dadurch in sich stimmiger und auf einem anderen Niveau. Ich habe mich diesmal mehr an Themensongs versucht, was mir denke ich auch sehr gut gelungen ist. Auf „Pharao“ findet man zudem mehr humoristische Songs als auf meinem Debütalbum. Mir war es wichtig manche Tracks einfach mit einem kleinen Augenzwinkern zu versehen. Es lohnt sich also sich das Album zu holen!

 

Jana: Mit welchem Künstler würdest du gerne mal zusammen einen Song machen?

 

Amun Mcee: Mein absoluter Traum wäre ein gemeinsamer Song mit Torch. Er ist für mich einfach der „Godfather of Deutschrap“, eine absolute Legende.

 

 

Jana: Wo kann man dich live sehen? Steht vielleicht eine Tour zum Album an?

 

Amun Mcee: Über die Livedates erfährt man auf meiner Künstlerseite auf Facebook immer was gerade so ansteht. Ich habe richtig Lust darauf mit dem neuen Album die Bühne zu rocken. Bei einer Tour müsste man sehen wie das finanziell aussieht aber grundsätzlich habe ich da nichts dagegen.

 

 

Jana: Welche drei Alben haben dich am meisten geprägt?

 

Amun Mcee: Torch – Blauer Samt

 

Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem

 

Olli Banjo - Kopfdisco

 

 

Jana: Wie ist es eigentlich aktuell um die Hip Hop Szene in Österreich bzw. direkt in Salzburg bestellt?

 

Amun Mcee: Hier geht schon einiges, wobei das Ganze, so wie alles hier, eher klein ist. Was jedoch nicht bedeutet, dass die Mucke hier sich vor ihrem “großen Bruder” in Deutschland verstecken muss. Meiner Meinung nach können wir da skill-technisch schon mithalten. Also hier geht definitiv was, nicht nur in Sachen Rap, sondern eben auch Breakdance, DJ und Graffiti mäßig.

 

Jana: Hip Hop hat sich mittlerweile in den Meiden und Charts absolut etabliert. Selbst bei der 1Live Krone gibt es seit diesem Jahr eine eigene Hip Hop Kategorie. Siehst du das als positive Entwicklung? Glaubst du davon profitieren nur einige wenige Künstler oder die gesamte Hip Hop Community?

 

Amun Mcee: Ich freue mich über jeden Erfolg den Hip Hop Musik in der Öffentlichkeit verzeichnet. Ich denke es öffnet immer mehr Türen auch für kleinere Künstler und führt zu mehr Verständnis für unsere Kultur in anderen Bereichen. Vor ein paar Jahren konnte man sich die Dimensionen noch gar nicht vorstellen aber Hip Hop ist mittlerweile überall und auch sicher nicht mehr totzukriegen. Wir können schon Stolz auf unsere Kultur sein.

 

Jana: Planst du schon am nächsten Projekt? Was kommt nach dem Album?

 

Amun Mcee: Zurzeit habe ich noch nichts geplant, aber ich habe schon wieder einige Songideen und auch Beats herumliegen. Also ist es nur eine Frage der Zeit bis ich wieder im Studio bin und an neuen Sachen feile.

 

 

Jana: Vielen Dank für deine Zeit. Die letzten Worte gehören natürlich dir …

 

Amun Mcee: Wer immer Up2date bleiben will kann mir gerne auf den sozialen Plattformen (Twitter, Facebook oder Youtube) folgen. Man findet mich überall unter „Amun Mcee“. Ansonsten kauft euch bitte mein neues Album „Pharao“, ich habe mit soviel Leidenschaft daran gearbeitet, dass es schade wäre wenn die Platte kein Gehör findet. Erhältlich ist das gute Stück auf iTunes und Amazon. Ich bin für jede Unterstützung dankbar! Vielen Dank für das Interview.

 

 

 



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