Regiomusik das Musikportal: Musiker machen Mode: Warum Musik und Kleidung unzertrennlich sind


04.09.2014  BERLIN

Musiker machen Mode: Warum Musik und Kleidung unzertrennlich sind


Kleider machen Leute - das gilt für einige Musiker ganz besonders. Nicht selten versuchen sie, mit ausgefallenen Outfits zu begeistern. Häufig enden ihre Outfits als Modetrend auch auf den Körpern ihre Fans. Fakt ist, dass Mode heute eine große Bedeutung hat und oftmals mit Musik zusammenhängt.

 

 

Die ersten von Musikern ausgehenden Modetrends

 

In der Popkultur gab es schon immer eine Regel: Anhand der Kleidung kann man erkennen, was der Gegenüber hört. Mode und Musik gehören seit Jahren zusammen. Als die Sex Pistols den Punk etablierten, taten sie das nicht nur auf eine musikalische Weise. Manager Malcolm McLaren war für das Auftreten der Band verantwortlich, und er scheute nicht zurück, die Band in Nietengürtel und Bondage-Hose auf die Bühne zu schicken. Dank dem Manager und Mode-Ikone Vivienne Westwood, seiner damaligen Freundin, wurde die offizielle Anti-Mode massentauglich. Das war eigentlich keine Absicht.

 

Malcolm McLaren wollte die Mode nicht verkaufen. Er versuchte, eine Anti-Mode zu machen. Bei der von ihm entworfenen Hose waren die Beine mit einer Strippe verbunden. Das sollte ein Symbol der Unterdrückung darstellen und war zum Laufen völlig unpraktisch. Die Punkmode war und blieb bis heute eine große Ausnahme. In den späteren Jahren folgten Outfits, die zwar auch cool, aber allen voran praktisch sein mussten. Mike D von den Beastie Boys zählt zu den ersten Musikern, die aus dem Trend ein Geschäft machten. 1991 gründete er mit zwei Freunden das Modelabel X-Large. Mike D promotete die Kleidung überall, wo er zu sehen war, da er sie immer trug. Folglich wollten auch seine Fans die Klamotten kaufen und verhalfen X-Large, zu einem angesagten Skaterlabel aufzusteigen.

 

Von Mike D wurde auch der DefJam Gründer Russell Simmons inspiriert. Angesichts des wachsenden Erfolgs von HipHop in den Vereinigten Staaten kam er auf eine neue Geschäftsidee: Er gründete das Label Phat Farm, welches gezielt Kleidung für HipHop-Fans entwarf. Zusammen mit seinem Bruder Reverend Run, dem Run DMC gehört, verdient er allein mit Turnschuhen hunderte Millionen Dollar jährlich.

 

 

Mode und Musik - kostengünstige Werbung

 

Anstatt viel Geld für teure Werbespots zu zahlen, nutzen Musiker ihre Konzerte und Videos, um Klamotten kostenlos zu bewerben. Bei den Klamotten handelt es sich natürlich in der Regel um eigene Kreationen. P.Diddy zum Beispiel ist nur noch in seiner Marke Sean John zu sehen. Pharell Williams trägt T-Shirts seiner Marke Billionare Boys Club. Missy Elliot arbeitete mit Adidas an ihrer Sportkollektion.

 

Eine völlig andere Strategie verfolgt hingegen der japanische Musiker und Designer Nigō. Außerhalb Japans ist er durch sein Urban-Streetwear-Modeunternehmen A Bathing Ape bekannt. Er erschuf mit Pharrell Marken wie Ice Cream und Billionare Boys Club. In einem Interview mit dem britischen Magazin GQ äußerte sich Nigō zu seinem Style und seiner Philosphie. Er überanalysiert niemals seine Zielgruppe, weil er sonst nie zur Arbeit käme. »Ich mag die Idee, dass ich weiterhin Dinge tun kann, die unerwartet sind«, so Nigō. Doch der Erfolg kommt nicht nur von seinem Talent: Alle Entwürfe des Japaners werden in geringer Stückzahl produziert. Diese Limitierung erlaubt ihm nicht nur, sie zu beachtlichen Preisen zu verkaufen, sondern zeigt dem Kunden, dass es sich um etwas Exklusives handelt. Im Vergleich zu Musikern, die sich später als Modemacher versuchen, versucht es Nigō andersherum.

Der Modeunternehmen versucht, sich mit seinem Plattenlabel Ape Sounds zu etablieren.

 

 

Musiker als Models für bekannte Designer

 

In den vergangenen Jahren gab es im Bereich der Musik und Mode einen großen Wandel. Immer mehr berühmte Musiker werden Models für bekannte Designer. Für die letzte Tournee von Beyoncé »The Mrs. Carter Show« fertigten Designer wie Cavalli, Dsquared, Gucci und Riccardo Tisci Kostüme an.

 

 



 

 

Nicht selten werden die Klamotten, welche während eines Konzertes präsentiert werden, zu Ikonen. So auch der BH, den Madonna während der Tour »Blonde Ambition« trug. Der von Jean-Paul Gaultier angefertigte Büstenhalter ging in die Modegeschichte ein. Später übernahm Lady Gaga eine Variante des berühmten BHs in ihrem Video »Alejandro«.

 

Indie-Bands dagegen verzichten auf ein Team bekannter Designer und Stylisten, die ihr Outfit bis ins kleinste Detail planen. Bei Indie-Bands geht es schließlich um die Musik. Das bedeutet aber nicht, dass die Bands in langweiligen Outfits auf der Bühne erscheinen. Dieser Artikel zeigt, wie Indie-Musiker mit Mode spielen.

 

 








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