Regiomusik das Musikportal: Interview mit K-Rizzma zum neuen Album Breakout


20.08.2014  BERLIN

Interview mit K-Rizzma zum neuen Album Breakout



K-RIZZMA

„Doppelt hält bessert“ – dieses Sprichwort scheint Rapper Lil' Chrizz der Cracksalver und Producer GKara wie auf den Leib geschrieben zu sein. Seit knapp zwei Jahren machen die beiden Künstler aka „K-Rizzma“ gemeinsam Musik und wollen nun mit ihrem am 05. September 2014 erscheinenden Album „Breakout“ voll durchstarten. Wir haben uns mit den beiden über ihre Zusammenarbeit unterhalten und sie nach der Zukunft des Raps gefragt.

 

Jennifer: Hallo GKara, hallo Chrizz. Seit 2012 arbeitet ihr musikalisch zusammen. Wie lief der Entstehungsprozess zu eurem aktuellen Album „Breakout“ von damals bis heute ab? Zwei Jahre sind immerhin eine lange Zeit.

 

K-Rizzma: Im Prinzip setzt sich das Album aus Exclusive-Titeln und Remakes alter Songs zusammen, daher war die Zusammenstellung des Albums als solches zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in dieser Weise geplant. Später selektierten wir potentielle Tracks und brach liegende Texte, GKara baute die nötigen Beats und ich nahm alles neu auf und mischte es ab. Die Selektierung war interessant, da sich GKaras Geschmack von meinem sehr unterscheidet. So entstand letztendlich eine abwechslungsreiche Tracklist, die für jeden etwas zu bieten hat.

 

 

Jennifer: Worum geht es inhaltlich auf dem Album? Womit wollt ihr die Hörer bewegen?

 

K-Rizzma: Das Album verfolgt ein Rahmenthema, welches bereits auf dem Cover deutlich wird: Es geht um die metaphorische Schlacht um Respekt und Anerkennung. Diese wird durch klangliche Bilder und kämpferischen Sound akustisch untermalt. Das Hissen der K-RIZZMA Flagge ist die sinnbildliche Übernahme der deutschen Rapszene. Abseits des Rahmenthemas erwartet den Hörer ein Mix aus Battlerap, deepen Songs und dreisten Stücken, die vor Sarkasmus und schwarzem Humor nur so sprühen.

 

 

Jennifer: Gibt es Vorbilder im musikalischen Bereich, die euch inspiriert haben zu diesem Album? Oder lasst ihr euch generell vom Leben und euren Erlebnissen leiten?

 

K-Rizzma: Sicher haben wir beide unsere Favoriten im musikalischen Bereich, allerdings bin ich der Meinung, dass diese unser Album nicht erwähnenswert beeinflusst haben. Viel mehr sind es eine Vielzahl von Gedanken, Ereignissen und ironischen Begebenheiten, die das Album prägen. Natürlich spielen GKaras Leidenschaft für epische Sounds und mein persönlicher Hang zur Übertreibung ebenfalls eine große Rolle.

 

 

Jennifer: Soundtechnisch setzt ihr auf eine Mischung aus Klassik, Rock und Elektro. Vor ein paar Jahren wäre dies im Rap sicherlich nicht so vorstellbar gewesen. Wie empfindet ihr die offene Veränderung in diesem Genre?

 

K-Rizzma: Das klingt natürlich als erstes nach einem schizophrenen Stilbruch. Man muss allerdings hinzufügen, dass typischer Rap trotzdem immernoch im Vordergrund des Albums steht. Da man das Rad jedoch nicht neu erfinden kann, man aber dennoch dem Hörer etwas einzigartiges bieten will, muss man kreativ sein, um nicht in der Masse unterzugehen. Eine Lösung hierfür sind gezielt eingesetzte Crossover-Passagen, ein nicht alltäglicher Rapstil und ein Hauch von Wahnsinn. Selbstverständlich sollte man die Meinung und den Geschmack des Hörers nie vernachlässigen, allerdings ist es in meinen Augen mindestens genauso wichtig dem Publikum seinen eigenen, wenn auch ausgefallenen, Stil nicht zu verwehren. Dies mag nicht immer jedem gefallen, aber letztendlich ist es doch das, was einen Künstler einmalig macht.

 

 

 



K-Rizzma Breakout

Jennifer: Wohin wird sich eurer Meinung nach Rap in den kommenden Jahren entwickeln?

 

K-Rizzma: Hoffentlich nicht zur Popmusik. Wenn ich da an einige Vertreter denke, die paradoxerweise dem Rap-Genre zugeordnet werden oder auch an ehemalige stolze Vertreter des Genres, die sich immer mehr zu Popmusikern wandeln, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Crossover und Modernisierung sind ja schön und gut, solange es sich dabei immer noch um Rap dreht, andernfalls verläuft sich der Ursprung in seinen Neuerungen und verliert sich immer mehr selbst. Auf der anderen Seite ist Musik aber Kunst und spiegelt Individualisierung wider. Jeder muss für sich selbst entscheiden, mit welchen Farben er sein Bild malt. Man will schließlich keine Kopie erstellen, sondern ein Original anfertigen.

Dennoch ist eins klar: Wenn Rap drauf steht, sollte auch Rap drin sein.

 

 

Jennifer: Wie sehen eure musikalischen Pläne für die Zukunft aus? Werdet ihr weiterhin als Duo zusammenarbeiten?

 

K-Rizzma: Uns hält glücklicherweise mehr zusammen als die Musik, von daher wird die Szene diese Combo wohl nicht so einfach loswerden. Ein neues Album ist auch schon in Arbeit, alle Skeptiker können sich also auf eine Invasion gefasst machen ;)

 

 

Jennifer: Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören euch ...

 

K-Rizzma: Wir hoffen natürlich, dass unseren Fans und allen Neugierigen die Platte gefallen wird. Es steckt viel Herzblut in der Sache, schon allein weil wir nicht von Geldgier angetrieben werden, sondern von unserer unberechenbaren Leidenschaft.

 

Wir wünschen euch viel Spaß mit unserem Werk und verabschieden uns mit vercrackten Grüßen ;)

 

GKara & Lil' Chrizz der Cracksalver aka K-RIZZMA

 










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