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13.01.2016  München

Main Concept - Hier und Jetzt



Main Concept

Dieses HipHop Ding ist eine flotte Angelegenheit: Die Crew, der MC der Stunde, des Tages, der Woche, des Monats ist in den meisten Fällen nun ja, eben nur die Crew, der MC der Stunde, des Tages, der Woche, des Monats. In keinem anderen Genre wurden und werden so oft wie vollmundig der Auftakt ganzer Dynastien angekündigt, neue “Familien“ entstehen, absehbar regierende und auf ewig bestehende Neu-Label werden ins “Game“ gesetzt- und in 90 Prozent aller Fälle zerbröseln die Prognosen schneller als man for real sagen kann. Kein Zweifel, dieses möglichst laut auf die Tonne hauen ist HipHop-Ursuppe (- und auch gut so!), was aber noch ausbaufähig ist, ist der Beef unter den Beteiligten, wenn das alles nicht so läuft wie geplant. Diss-Ping Pong wie zwischen Savas vs. Eko, Bushido vs. Kay One und wie ich finde, auch der zwischen Money Boy und Edgar Wasser (ok, stehe ich wohl allein auf dem Flur mit, ist mir so was von wumpe), sorgen gerade für die ersehnten Highlights die über Jahre Bestand haben. Bei Main Concept ist das anders.

 

Dieses HipHop Ding ist eine flotte Angelegenheit: Während es bei Schlager, Rock, Volksmusik u.ä. mindestens 30 Jahre dauert bis die seinerzeit großen Namen aus Geldmangel, Midlife Crisis , nach Bandauflösung, in-Ruhestand-gehen u.ä., wieder auf Tour gehen und schreckliche Platten rausbringen, geht das bei Rap um bis zu 20 Jahren schneller. Kaum dass das Publikum von Gestern das Studium oder was auch immer abgeschlossen hat, warten bereits die ersten Old School Clubs und alte-Helden-machen-mal-wieder-die-Runde-Konzerte. Kein isoliertes Phänomen übrigens sondern eine seriöse Tendenz. Auch das anders bei Main Concept.

 

 



Main Concept

1977 brachten die Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 eine goldene Schallplatte plus einer eingravierten Bedienungsanleitung zum Zusammenbau eines Plattenspielers ins All. Falls Außerirdische darüber stolpern sollten, würden sie (-natürlich nach erfolgreichem Zusammenbau des Abspielgerätes), einen repräsentativen Querschnitt dessen hören, was die NASA und der externe Beraterkreis (u.a. Isaac Asimov!), für außerirdische Ohren hörenswert hielten. Als da wären: “Herzliche Grüße an alle“ in 55 Sprachen, Tier- Wind- und Donner Geräusche, sowie eine Botschaft des Altfaschisten und damaligen UN Generalsekretärs Kurt Waldheim. Einschub: Mir als Außeririschen würde ein solcher Audio-Ritt durch meine grünen Ohren Angst machen und ich fände es sicherer, diesen Planeten lieber durch meine Flotte atomisieren zu lassen, bevor ich da auch nur einen grünen Fuß darauf setzen würde. Einschub Ende. Interessant ist auch, was NASA und Externe an Musik ausgewählt haben: Bach, Beethoven, Mozart, Chuck Berry, Louis Armstrong, sowie “ethnische Musik“.

 

Es geht hier also um Beständigkeit, zeitlose Aktualität, vielleicht sogar um so etwas wie, hüstel, Ewigkeit. Womit wir bei den drei Münchenern wären. Die haben nämlich, seit inzwischen geschmeidigen 25 Jahren, Skills wo andere nur mit vermeintlich basketballgroßen Eiern glänzen. Skills am Mic, an den 1210ern und am Pult. Ach ja: Alle Zeit der Welt haben sie auch noch. Dafür gibt es hier keine Goldenen Schallplatten, aber wenn – was wirklich an der Zeit ist – ich endlich der externe Berater für die Zusammenstellung der nächsten Außerirdischen-Compilation bin, dann ist Main Concept mit drauf. Besser lässt sich Rap für Heads als auch für Außerirdische nicht repräsentieren. Word.

 

Ale Dumbsky

 

 








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