25.02.2009  Hamburg

Gehört: Real Ronin - Streetcore Classick


Seit der Jugend verewigt Real Ronin seine Schlüsserlebnisse auf seiner Haut. Da ihm nicht nur langsam der Platz ausgeht, sondern er auch seine positiven, aber auch negativen Erlebnisse in seinem Leben, mit allen teilen will, veröffentlichte er nun sein Debütalbum „Streetcore Classick“.

 

Im Laufe des 17-Track starken Albums zeigen sich verschiedene Seiten des Rappers. Die Grundlage seiner Texte sind Ehrlichkeit, Härte und Bissigkeit. Die Beats auf die er rappt bestehen meistens aus dicken Kicks, Synthies und Streichern. Gemeinsam ergibt das eine Mischung aus Bedrohlichkeit, Verzweiflung und gewisser Aufbruchsstimmung. Diese Atmosphäre kommt auch besonders bei „Alter Ego“ sehr gut rüber. Tracks wie „Bangershit“ oder „Zeig Mir Alles“ gehen eher in die Richtung der Headbanger und pumpen im Auto sicher ordentlich. Und spätestens bei „Up In The Streets“ weiß man, dass Ronin representen kann. Beat-und Raptechnisch ist der Track ein echter „Classicker“.

 

Aber eben auch tiefgründige Themen werden von ihm aufgegriffen und man merkt, dass Ronin wirklich seine Seele in die Lieder packt. Beste Beispiele dafür sind „Stigmata“, „Beton“ oder auch „Kein Tut Mir Leid“, zu dem er auch ein Video gedreht hat.

 

Insgesamt ist „Streetcore Classick“ ein gut gelungenes Debütalbum, auch wenn man ab und zu auf der Platte etwas Originelles vermisst. Aber sicher wird es nicht das letzte Werk von Real Ronin sein, denn ein bisschen Platz auf seinem Körper hat er noch und Erleben wird er sicher noch genug.

 

 

 


Kein Tut Mir Leid