Regiomusik das Musikportal: Gesehen: Herzfeind beim WGT in Leipzig 2011


09.08.2011  Leipzig

Gesehen: Herzfeind beim WGT in Leipzig 2011



Herzfeind

Nach vier Tagen WGT mit großartigen Konzerten und Momenten im Allgemeinen, sollten am letzten Tag Herzfeind die Moritzbastei rocken.

 

Ich war besonders gespannt auf die Band, die ich erst 7 Monate zuvor das erste Mal gehört und gesehen hatte, als sie Support von Zeromancer waren. Zuvor konnte mich keine Vorband dazu bringen, mich näher mit deren Musik zu beschäftigen, aber bei Herzfeind war das anders. Zu dieser Zeit bestand Herzfeind lediglich aus André und Juliane, die jetzt von einem weiteren Gitarristen und einem Drummer unterstützt werden sollten. Ich war gespannt...

 

Man kann nicht unbedingt sagen, dass Herzfeind in der Moritzbastei glücklich eingeplant wurden. Danach standen nur rein elektronische Bands auf dem Programm und das Publikum bestand somit zu einem großen Teil aus Cyber-Goths. André versuchte dann auch gleich für gelöste Stimmung zu sorgen, in dem er sehr locker und witzig auftrat und mitteilte, dass Herzfeind auch Laptops dabei hätten. :-)

 

André, Juliane, Uwe und Stefan legten mit der "Bulimieshow" sofort richtig los - Heidi Klum hätte sich gefreut. ;-) Bei dem Eröffnungssong müssen alle, die Herzfeind noch nicht kannten, sofort gemerkt haben, woran sie da waren: rauher Elektropunk mit direkten und ungeschminkten Texten, die bissiger nicht sein könnten.

 

Nach dem ersten Song legte sich auch die spürbare Nervosität von André und Juliane und der potentielle Tanzflächenfüller "Bitter" wurde zum besten gegeben. Mit "Kein zu Spät" folgte auch gleich einer meiner persönlichen Lieblingssongs. Es ist schon erstaunlich, wie viele geniale Songs es schon gibt, wenn man die kurze Bandgeschichte bedenkt.

 

Mit der "Botox-Party" gab's dann auch gleich die logische Fortsetzung der "Bulimieshow" auf die Ohren. Toller Song - toller Text - tolle Stimmung. Mittlerweile war das anfangs etwas überraschte Publikum aufgetaut und feierte ganz gut mit. Selbst die größten Cyber-Goths konnten nicht mehr stillhalten.

 

Für die Band gab es danach mit "Fort von hier" eine kurze ruhigere Phase. Als letzter Song des leider viel zu kurzen Konzerts kam der "Lolitasingeapparat" zu Gehör. Der einzige Song, den ich noch nicht kannte, konnte sofort überzeugen. Der Text dürfte der bislang bissigste sein - inspiriert von einem Singeflittchen beim ESC.

 

So ging ein sehr kurzes, aber sehr feines Konzert zu Ende. Für die erste Band des Abends, und angesichts des Publikums, gab es mehr als ordentlichen Applaus. Ich bin mir sicher, dass Herzfeind hier einige neue Fans gewonnen hat. Ich werde jedenfalls beim nächsten Konzert bestimmt wieder mit von der Partie sein - also: Herzfeinde, spielt um euer Leben! ;-)

 

von Ingo Wennemaring

 

 

 








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