14.08.2008  Hamburg

Rettet das Molotow



Rettet das Molotow

Das Molotow auf der Hamburger Reeperbahn ist einer der beliebtesten Musikclubs und Konzertlocations in Hamburg. Hier haben schon viele national und international bekannte Bands vor kleinem Publikum gespielt, bevor für sie der große Durchbruch kam. Einige bekannte Beispiele sind The White Stripes, Billy Talent, The Killers, The Hives und Mando Diao. Daher ist das Molotow ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Musikszene.

 

Wie kürzlich gehäuft durch die Medien ging, steht das Molotow nun vor dem Aus. Trotz gleich bleibend guter Besucherzahlen bei Konzerten und in Presseumfragen unter die Top 5 der Clubs Deutschlands gewählt (INTRO, # 157 / Feb. 2008), kann sich das Molotow aufgrund massiver Umsatzeinbußen durch sinkenden Getränkekonsum finanziell nicht mehr halten. Da die Produktionskosten für ein Konzert für einen relativ kleinen Club in der Größe des Molotows dieselben sind wie in einem Großen, musste das Molotow seinen Mietvertrag zum Ende des Jahres 2008 kündigen. Das Molotow ist nur einer von vielen Clubs, die auf dem weltweit bekannten Hamburger Kiez dicht machen müssen. Einige, wie die Tanzhalle oder das Marquee sind vorangegangen, viele andere werden in der Zukunft sicher folgen, werden von der immer größeren Dichte von Kiosken, Imbissbuden und Discountsupermärkten, die günstige Getränke anbieten, bedroht und müssen schließen.

 

Hamburg verliert mit der Schließung des Molotows einen wichtigen Bestandteil seiner Musikszene. Denn wo sollen in Zukunft Bands spielen, deren Durchbruch durch erste Tourneen in kleinen Clubs wie dem Molotow erst ermöglicht werden?

 

Das fragten sich auch viele Fans des renommierten Rock'n'Roll Clubs am Spielbudenplatz und haben sich in Kooperation mit den Betreibern des Molotows zur Initiative "Rettet das Molotow" zusammengefunden und wollen damit die Schließung des Molotows verhindern.

 

Regelmäßig treffen sich freiwillige Helfer in der Molotow-eigenen Meanie Bar um Aktionen zu planen und zu besprechen, wie auch auf der Webseite www.rettet-das-molotow.de in einem Forum, wo jeder mithelfen kann. Dort gibt es auch eine Online-Petition, die schon mehr als 1100 Unterschriften verzeichnen kann, Tendenz steigend, so wie ein offizielles Statement vom Molotow Betreiber. Geplant werden Aktionen wie Benefizkonzerte, Infostände und sonstige Aktionen, um auf das Clubsterben aufmerksam zu machen. Auch Spendenkonten wurden eingerichtet, doch das Molotow benötigt vor allem langfristige Sponsoren, damit es auch auf Dauer überleben kann.

Ein erstes Benefizkonzert findet am 24. August im Molotow statt. Muff Potter, die ihre Verehrung des Molotows auch schon in ihrem Song "Wir sitzen so vorm Molotow" untergebracht haben, sind nach Erkenntnisnahme der Aktion von sich aus an das Molotow herangetreten und haben sich bereit erklärt das Molotow mit einem Benefizkonzert zu unterstützen. Als Supportband ist Chinaski Jugend dabei.

 

Beim Dockville Festival in Hamburg-Wilhelmsburg vom 15.-17. August wird die "Rettet das Molotow"-Initiative mit einem Infostand inkl. Molotow-Merchandiseverkauf und einem "Save the Molotow Soundsystem"-DJ Team vertreten sein.

 

Am 21. August findet um 21 Uhr in der Meanie Bar am Spielbudenplatz das nächste Treffen der Initiative statt, bei dem jeder willkommen ist teilzunehmen.

 

Viele weitere Aktionen sind geplant und jeder kann dabei mithelfen, das Molotow zu retten und damit auch die Hamburger Musikszene unterstützen.

Weitere Informationen zur Initiative „Rettet das Molotow“:

 

www.rettet-das-molotow.de

Kontaktdaten für Sponsoringanfragen:

Molotow / Meanie Bar

Postfach 304212

20359 Hamburg

Tel.: ++49 (0)40 / 430 111 0

Fax: ++49 (0)40 / 432 545 95

Mail: molotow@molotowclub.com

 

Molotow Spendenkonto:

Konto-Nr.: 1291 12 65 20

Bankleitzahl: 20050550

Bankinstitut: Hamburger Sparkasse

Verwendungszweck: Molotow Spende

 

Hinter der Initiative "Rettet das Molotow" stecken viele freiwillige Helfer, die sich nach der Bekanntmachung am 1. Juli 2008 über die Schließung des Hamburger Musikclubs "Molotow" zusammengefunden haben und in Kooperation mit den Molotowbetreibern versuchen, die Schließung des Musikclubs zu verhindern und auf das Clubsterben in St. Pauli aufmerksam zu machen. Die Initiative läuft über die Website www.rettet-das-molotow.de und über regelmäßige Treffen in der Meanie Bar, die zum Molotow dazu gehört, ab.

 

Quelle:openPR