Regiomusik das Musikportal: Interview mit Futurum aus Dresden


07.02.2014  Dresden

Interview mit Futurum aus Dresden



Futurum

2014 ist das "Jahr der Romantik" und holt auch musikalisch mit dem Projekt "FUTURUM - Gefühl ist alles" dieses Lebensgefühl ins 21. Jahrhundert zurück. Am 05. September 2014 wird das Album der Band mit 17 Rocksongs veröffentlicht und von einem Premierenkonzert in Dresden begleitet.

 

Jana: Futurum - das klingt nach einem außergewöhnlichem Musikprojekt. Wem in der Band kam die Idee Romantik mit Rock- und Elektromusik zu vereinen?

 

FUTURUM: Ich habe vor ca. 10 Jahren damit begonnen, mich mit den Liedern Robert Schumanns zu beschäftigen. Damals war ich als Rocksänger in Bands wie „Letzte Instanz“ unterwegs. Für mich war es quasi "Neuland", trotzdem konnte ich mich für diese Kompositionen begeistern. Ich studierte Musikwissenschaft und klassischen Gesang und machte es mir zur Aufgabe, diese Lieder zu "Übersetzen" in Hörgewohnheiten einer heutigen jungen Generation. Daher wurden die Lieder sehr nah am Original umarrangiert für Instrumente der Rock- und Elektronischen Musik.

 

Jana: Das Album soll mittels einer Crowdfunding-Aktion finanziert werden. Warum seid ihr diesen Weg gegangen?

 

FUTURUM: Wer unseren Trailer sieht, der sieht auch, dass da nicht nur viel Arbeit sondern auch Geld dahinter steckt. Das ist bisher alles privat finanziert. Da stößt man irgendwann an Grenzen. Außerdem finden wir Crowdfunding ne tolle Sache, da die Unterstützer direkt an der Realisierung beteiligt sind und dafür ja auch noch was kriegen. Passt!

 

 



Jana: Werdet ihr das Projekt auch durchziehen, wenn ihr nicht die nötigen finanziellen Mittel zusammen bekommt?

 

FUTURUM: Wir werden das schon zusammenbekommen. Es müssen nur noch ein paar mehr „Ermöglicher“ gefunden werden. Wird schon ☺

 

Jana: Was ist neben dem Album noch geplant? Wird es Videos geben oder Live-Auftritte?

 

FUTURUM: Es wird sogar Videos zu den Live-Auftritten geben! Eine multimediale Show. Premiere wird im September in Dresden sein. Einfach ein wenig dran bleiben, z.B. via facebook. Dann gibts auch mehr Videos etc.

 

Jana: Kommen wir nochmals zum Album. Ihr kennt ja sicherlich alle den Begriff "Sampling". Habt ihr bei der Produktion Kompositionen von Robert Schuhmann gesampelt? Wie muss man sich das vorstellen?

 

 



Futurum

FUTURUM: Die Kompositionen gibts ja original nur als Noten. Alles was wir heute als Aufnahmen haben, sind einfach Interpretationen von diesen. Daher ist direktes „Sampling“ nicht möglich. Ich glaube, wenn Schumann heute leben würde, häte er es genau so wie wir gemacht.

 

Jana: Wie können sich unsere Leser, die 17 Songs auf dem Album vorstellen? Beschreibt doch einmal den Sound.

 

FUTURUM: Der Sound wurde schon mit Muse, Depeche Mode oder sogar Portishead verglichen. Aber es ist doch eher ne ganz eigene Mischung. Eben Neoromantik, geheimnisvoll, mystisch, mit fettem Gitarrenbraten, Keybords und den 200 Jahre alten Texten .... und trotzdem vielfältig – man darf gespannt sein!

 

Jana: Wer hat die Texte geschrieben? Und worum geht es dort inhaltlich?

 

FUTURUM: Die Texte stammn von Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff. Es geht um Liebe, Verzweiflung, Sehnsüchte, Tod und Hoffnung. Also, alles tief romantische Themen und trotzdem kann man sich auch heute damit identifizieren. Es ging in der Romantik viel um „Grenzerfahrungen“. Da ist auch in den Texten...

 

Jana: Warum habt ihr euch gerade für die visuellen Anteile des Projekte an den Arbeiten von Caspar David Friedrich orientiert?

 

FUTURUM: Friedrich ist doch so eine Art Sinnbild der Romantik. Ich bin wie Friedrich im Norden aufgewachen und dann nach Dresden gekommen. Daher gibt es sogar eine biographische „Parallele“. In seinen Gemälden ist alles schon enthalten, was auch in den Liedern steckt. Durch die Musik werden die Farben und Eindrücke noch stärker. Es ist, als ob es irgendwie schon immer zusammengehört.

 

Jana: Die Romantik war ja auch eine Zeit der Sehnsucht und Liebe. Habt ihr das Gefühl, dass sich dies in unserer digitalen und oberflächlichen Welt wiederholt?

 

FUTURUM: Die Idee ist, die Romantik zurück ins 21. Jahrhundert zu holen. Gerade in einer technisierten, rationalistischen Welt, wieder den Gefühlen nachzugeben, Leidenschaften zu wecken. Das finde ich spannend. Die Tiefe ist da, in uns, wir müssen es nur offenlegen...

 

Jana: Wenn es Zeitreisen geben würde, in welches Jahrhundert würdet ihr euch versetzen lassen? Auch ins 18. oder 19. Jahrhundert?

 

FUTURUM: Vielleicht eher in die Zukunft, das ist ein wenig spanneneder. Wir sind eher weniger nostalgisch. Unsere Ansicht ist es, dass es gerade in der Zukunft nicht nur trocken und digital zugehen sollte, sondern im Einklang mit der Natur, Liebe- und Sehnsuchtsvoll.

 

Jana: Welche Künstler der heutigen Zeit beeinflussen euren musikalischen Stil?

 

FUTURUM: Einige hab ich ja schon erwähnt. Wir kommen aber alle aus zu vielen Richtungen.

Da kann ich das gar nicht richtig festmachen.

 

Jana: Wird es das Projekt auch noch in den nächsten Jahren geben oder ist dies eine einmalige Geschichte?

 

FUTURUM: Nein, die Zukunft ist offen. Romantik lebt und dies wohl auch noch in 100 Jahren...

 

Jana: Vielen Dank für eure Zeit.

 

Jana

 

 








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