02.04.2011 Heidesheim
Gehört: Black Sheep - Verlassen
![]() Black Sheep |
Da ist es nun, das erste Album des "Schwarzen Schafes". Mit 13 Stücken plus Intro wartet "Verlassen" auf. Das Intro leitet mit Geräuschen von ... Frauenjagd (?) das Album ein. Dann beginnt "Einsamkeit". Ein Atmospäriches Stück, Black Sheep zeigt eine eher weniger elektronische Seite seiner Musik, beim folgenden "Unrestless" wird jedoch wieder ein elektronisches Feuerwerk losgelassen. Ein Tanzflächenburner! Eine kleine Premiere findet bei "No Room in Hell" statt, Black Sheep Mastermind Kim singt hier selbst einen Satz ein, und das ganze ist ein extrem grooviges Stück. Das folgende "Qual" bildet einen Gegensatz, hier wird wieder im Stil des "Endzeit" Stücks mit u.a Streichern und Elekrobeats eine düstere Atmospähre geschaffen. Wer Angst vor Clowns hat, wird bei "Das Lachen des Clowns" sicher aus dem Raum flüchten, wer aber auf Black Sheep Typische Stilmittel steht, wird sich freuen!
Dannach beginnt das sehr verspielte "Hexentanz", welches mich streckenweise an Samsas Traum erinnert und mir persöhnlich sehr gefällt, sehr simpel aber dennoch wirkungsvoll. An diesem Stück wird klar, dass Black Sheep vermehrt Wert auf abwechslungsreiche Drum Beats setzt. Das absolut kultige "Erlöser", welches dem Schauspieler Klaus Kinski gewidmet ist, ist wiedermal sehr experimentiell und ist mir schrillen Effekten versehen. Das mit Samples versehene "Amok" wirkt sehr bedrohlich, das Stück wird seinem Namen gerecht. Das kurze "Believe" ist quasi der Übergang von "Amok" zu "Formørkelse (Finsternis)". Dieses Stück, in dessen Namen ich einen versteckten Tribut an Burzum's "Dunkelheit" sehe, überzeugt sofort mit düsterem Klavier und
verzerrten Computerstimmen. Eine gewisse monotonie wird erzeugt, welche den Dreineinhalbminüter zu einer zwar nicht grade leichten Hörkost macht, aber wer nicht bloß platte Unerhaltung will, findet in diesem Stück pure Befriedigung, sehr durchdachtes Arrangement. Das zweitlängste Stück, "Das weise Meer", ist gespickt mit einigen interessanten Neuerungen im BS Sound. Eher im Soft techno angesiedelt, ist es das wohl am ehesten für eine Breite Masse zugängliche Stück das Album,s wobei grade das Ende die Mainstream leute wieder vergraulen würde. Meine Persöhnlichen Meinung sollte die bei 3:20 einsetzende Melodie früher eingesezt werden,das es vorher etwas an Fluss verliert. Dennoch ein spannendes Stück! Das verträumte, kurze "Little Dream" ist das letze Aufatmen vor dem finalen 14- minütigen Stück "Das ewige Eis". Sehr Klavierlastig, etwas psycho, hier werden einem die Gehirnwindungen verdreht. In der Hinsicht hat es dann doch was vom Black Metal.
Alles in allem ein grandiosen Werk, in dem der Mut zu neuen und die alten Stärken perfekt gepaart werden. gerade die viel besseren Drum Arrangements sind ein Plusounkt, auch die gestiegene Bandbreite an Stilen macht das ganze zu einem absolut formidablen Erstlingsalbum!
Robin Quandt


