29.05.2007 

Gesehen: SHY GUY AT THE SHOW, CAPTAIN VOLLEYBALL und MOORANGE 26.05.07 im Z


Mit ihrer Konzertreihe sind die Livemusikidealisten im "Z" seit längerem an der Alternativen "Rock-Front" in unserer Regio zu finden. 100% Live und 100% Rock fand auch am Samstag den 26.05.07.  im “Z“ statt. Drei junge Bands aus der Regio ließen es richtig krachen.

Den Anfang macheten MOORANGE aus Baden Baden. Ihre Livequalitäten wurden bereits bei diversen Contests erfolgreich unter Beweis gestellt. (New Bands Festival Karlsruhe, 2nd Platz, best singer; Schooljam Finale 2007, Musikmesse Frankfurt, Kaba Rockt 2004). Eine eingespielte Combo mit einem Frontsänger bei dem, wenn man die Augen schließt, denkt man höre den Sänger von Pearl Jam. MOORANGE sind ungebremster enthusiastischer Alternative Rock der seine Wurzeln aus den 60-70 bezieht und ganz offen dies mit gelungen eingestreuten Coverversionen von Hendrix aber auch Pearl Jam offen darlegt.

Die 4 Jungs sind für jeden etwas der gerne die Rock und Dosenbier Kombi an einem Abend geniest und sich in etwas im verruchten Locations, im Geiste Morrisons und wie sie alle heißen den Puren Rocksound um die Ohren blasen lassen möchte. Zum Glück hatte sich Sänger Lukas Rappen an diesem Abend "nur" am Bein verletzt und nicht die Stimmbänder gezerrt, so das der Auftritt mit Krücken bewältigt werden konnte. Diese Stimme hat nämlich alles was man zu einer Rock röhre benötigt.

  

CAPTAIN VOLLEYBALL


Als zweite Band des Abend kamen anschließend CAPTAIN VOLLEYBALL aus Zweibrücken auf die Bühne. Die drei Mann Combo um Sänger und Gitarrist Sascha Grub boten einen sehr eigenständigen und eingängigen Indie Rock, dessen Melodien im Ohr kleben bleiben wie Fensterkitt. Mit gekonntem Einsatz von Effektgeräten und einer treibenden und sehr eingespielten Rhytmusgruppe produzieren CAPTAIN VOLLEYBALL mit Minimalbesetzung einen Klangteppich der beständig nach vorne treibt. Darüber schwebt die an den INCUBUS-Sänger erinnernde Stimme, die immer wieder die melancholischen Akzente setzt.

Kraftvoll und eben doch sehr emotional und tiefsinnig springt der Sound mit Sicherheit auch das weibliche Publikum an. Dies vielleicht gerade deshalb, weil die Band frei von lediglichen Attitüden sich auf das wesentliche, nämlich ihre Musik, konzentriert.

Die Jungs die erst seit knapp einem Jahr zusammen spielen zeichnen sich durch eine erstaunliche Sicherheit im Spiel genauso wie im Songwriting aus. Der Ton trifft und zwar tiefer als wie nur ins Ohr.

 

Aufschlag, Satz und Sieg.

 

Stephan

 

 

Shy guy at the show


Shy guy at the show waren als letzte Band des Abends sicher eine gute Wahl und konnten noch so einige Konzertbesucher aus ihren Ecken locken. Mit Keyboard und zwei Gitarren war ein fetter Sound Programm. Einen sehr eigenständigen Sound boten die 6 Jungs da, die doch ganz und gar nicht gothic aussehen, aber den musikalischen Einschlag ins wavige sicher nicht leugnen würden. Eine schöne Mischung aus Indiepop und Wave, Musik die den Punkt gefunden  hat zwischen Neu und Alt, zwischen ungewöhnlich und Pop. Perfekte Posen bot uns auch der Sänger, der sich da ziemlich androgyn vor der Bühne räkelte. Ein netter Anblick. Eine Band mit Potential. Der Sound und die Posen stimmen schon mal.

 

 

wiebke