07.06.2010  Worms

Gesehen: JAZZ & JOY FESTIVAL in Worms



Peggy Sugarhill & The Backbeat Trio (Foto: Wolfgang Heisel)

Jazz & Joy in Worms, das bedeutete 2010 Musik auf fünf Bühnen in der Wormser Innenstadt. Während in der Eifel die Festivalsaison mit einem Paukenschlag eröffnet wurde gab man sich hier vergleichsweise bescheiden, aber nicht weniger Stimmungsvoll. Die Bühnen, alle vor historischer Kulisse wie dem Dom oder im Kreuzgang des historischen Andreasstifts, waren kaum ein paar Schritte von einander entfernt und dennoch so gut getrennt, dass sich die Musiker nicht gegenseitig störten. Schon alleine dafür gebührt den Veranstaltern des 20. Jazz & Joy Festivals großer Lob.

Auf der musikalischen Seite bot das Festival in seinem Jubiläumsjahr zunächst das was der Name verspricht. Jazz in den verschiedensten Spielarten. Das Samstagsprogramm wurde am frühen Nachmittag von The Nannys eröffnet, die auf dem Weckerlingplatz das sich langsam einfindende Publikum mit Swing, Jive und Rock’n’Roll begrüßten. Auf dem Schlossplatz spielte die Hot Shot Bluesband urbanen Blues und faszinierte mit Peter Hubauer an der Dobro-Gitarre.

Das auf dem Jazz & Joy Festival auch Musik im Angebot war, die über das Repertoire klassischer Jazz und Blues Fans hinausgeht zeigten Staphanie Neigel und Band, die das Programm am Samstag auf der Hauptbühne auf dem Platz der Partnerschaft eröffneten. Leider wirkte das Quintett auf der großen Bühne und vor einem um diese Uhrzeit noch nicht gut gefüllten Platz etwas verloren. Eine kleinere Location hätte den stimmungsvollen Liedern von Stephanie Neigel sicherlich besser gestanden.

 

 







Gedanken um die Befüllung des Platzes musste sich am Freitag Abend Nena, die den Startschuss in das Festival gab, sicherlich nicht machen. Leider war dieses in großem Stil beworbene Sonderkonzert nicht in den günstig angebotenen Mehrtageskarten (22€) enthalten und mit 48€ Eintrittspreis auch zu teuer. Nena war sicherlich auch nicht der einzige Publikumsmagnet denn schon am Samstag Abend spielten mindestens zwei weitere Künstler auf wegen derer der Weg nach Worms lohnenswert erschien. Um 19:00 spielten auf dem Platz der Partnerschaft die 17 Hippies. Auch wenn ihre Musik nicht gerade das ist was in massentauglichen Radioprogrammen gespielt wird, sind die 17 Hippies schon lange kein Geheimtipp mehr. Dies ist sicherlich auch ihrer unglaublichen Spielfreude zuzuschreiben, mit der sie als Liveact jedes Publikum sofort für sich einnehmen. Und genau diesem Ruf wurden sie auch in Worms gerecht.

So richtig zum Bersten brachte den Platz der Partnerschaft dann der Hauptact des Samstags, Stefanie Heinzmann mit ihrer Band, die nach einer etwas längeren Umbaupause spielte. Auch auf den anderen Bühnen ging das Programm weiter und bot weiter jazziges wie Fred Frith – Cosa Brava, die am Andreastift spielten. Auf dem Weckerlingplatz gab sich derweil Marianne Rosenberg die Ehre, die Abseits des Schlagers als Jazz-Chansonistin unterwegs war, während vor der Jugendherberge Peggy Sugarhill & The Backbeat Trio dem Publikum mit fetzigem Rockabilly einheizten.

 

 





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