Gesehen: Blood Battle Bandcontest, 27.04.07 SAK Wasserwerk Lörrach
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Am vergangenen Freitag, fand in Lörrach ein Wettstreit der besonderen Art statt. Sechs Metal-Bands aus der Regio durften gegeneinander antreten, um einen freien Platz auf dem Open Air Festival BADEN IN BLUT 2007 (07.07.07) zu ergattern. Das Wahlverfahren fand mit Hilfe von einem Stimmzettel statt, den jeder Konzertbesucher an der Kasse erhielt. Am Contestende fand dann die Auszählung statt. Die Metal-Maniacs erschufen einen abwechslungsreiches Konzert mit zahlreich erscheindenden Metalanhängern.
GROTESQUE IMPALEMENT (Ultra Brutal Death Metal)
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Aus Fairnessgründen wurde natürlich die Spielreihenfolge ausgelost. Demnach durfte die aus Karlsruhe kommende Band GROTESQUE IMPALEMENT als erstes auf die Stage, was leider die Chancen auf den Sieg trübte, da die Besucher auf sich warten ließen und der größte Teil erst nach und nach eintrudelte. Die Karlsruher sind bekannt für ihren brutal knüppelden Death, und setzten spieltechnisch von Anfang an einen hohen Maßstab. Insgesamt gesehen, muss ich den guten Sound im Wasserwerk loben, dadurch gewann jeder Song zusätzlich an Intensität, welche auch durch die getriggerte Double-Bass komplettiert wurde. Natürlich trug auch diesmal wieder der Mann an der Front Sebastian nicht wenig zur Publikums Unterhaltung bei, es blieb nicht nur bei variationsreichen Growl/Grunz-"Gesang", auch geistreiche, sarkastische Ansagen trugen zur Erheiterung bei. Auch wenn GROTESQUE IMPLEMENT mit ihrem komplexem Werk nicht alle Geschmäcker treffen, präsentierten sie wiedereinmal ein gelungenen Gig.
Web: www.myspace.com/badeniandeathmetal
Bianca (bianca@regiomusik.de)
PESSIMIST (Thrash Metal)
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Für die fünfköpfige, recht junge Band aus Lörrach war dieser Gig erst der 2te Live-Auftritt überhaupt, dafür bestritten Sie ihn jedoch recht gut und wurden dann auch Sieger des Blood Battle. Die Jungs haben sich dem old school Trash-Metal verschrieben und frönten ihm im bekannten Stil. Das Publikum gab sich in Feierlaune und grölte mit, jedoch muss ich hier erwähnen, dass PESSIMIST eine ziemlich große eigene Fanbase mitgebracht hatte, die bestimmt keinen kleinen Teil zu dem Sieg beitrug. Die Anhänger im PESSIMIST-Shirt jedoch feierten ihre eigene Party und animierten einige andere Zuschauer zum pogen und mitbangen. Der Sound der Band war recht gut, die Songs jedoch waren spieltechnisch gesehen noch nicht ganz ausgereift. Schade war jedoch, dass die meisten Fans von Pessimist den nachfolgenden Gig von Cryptic Voice nicht angeschaut haben, was meiner Meinung nach nicht gerade von Fairness gegenüber den anderen Bands zeugte.
Bianca (bianca@regiomusik.de)
CRYPTIC VOICE (Melodic Death Metal)
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Die aus der Schweiz stammende Band CRYPTIC VOICE widmet sich dem in Midtempo liegenden Melodic Death Metal. Im Gegensatz zu PESSIMIT haben sie schon einige Gigs bestritten und bringen sehr viel Liveerfahrung mit. Ihre Einflüsse lassen Soundstrukturen von In Flames oder Dark Tranquility erkennen. CRYPTIC VOICE hatten es an diesem Abend leider nicht leicht den Gig zu besteiten, wie vorher bereits erwähnt, war das meiste Publikum nach Pessimist rausgeströmt. Die restlichen Metaller zeigten sich auch etwas distanziert und Bangfaul. Trotzdem gab die Band alles, treibende Riffs mit dazu passenden Gitarrensolos zeigten sich druckvoll und gut durchdacht. Der Sänger Dimitri Ceraso variert seine Darbietung von flüsterden Vocals bis hinzu grellen Shouts, dazwischen hielt er den Gasang im tiefen Bereich. Kürzlich erst erschien das neue Album der Band: ACESS DENIED, von dem auch einige neue Stücke an dem Abend zum Besten gebracht worden sind. Alles in allem war der Auftritt, trotz verhaltenem Publikum gelungen.
Web: www.crypticvoice.com
Bianca (bianca@regiomusik.de)
DEATH IS FICTION (Death Metal)
Die Jungs der Death-Metal-Formation DEATH IS FICTION powerten gleich los. Der Sänger grunzte und röhrte ins Mikro, während der Schlagzeuger gnadenlos in sein Instrumentarium drosch und die Becken erklingen ließ. Die Gitarristen überzeugten mit harten und rockigen Riffs den der Bass schnell und aggressiv untermalte. Der nächste Song wurde von den Gitarren und dem Bass eingeleitet und begeisterte mit einem eher ruhigeren Takt, der aber trotzdem straight und stimmig vom Schlagzeuger rübergebracht wurde. Der Blickfang der Band war der Sänger, der mit tiefer und grunziger Stimme die Fans zum Headbangen animierte und poste was das Zeug hielt, was der musikalischen Darbietung von DEATH IS FICTION eine kraftvolle Dynamik verlieh. Aber auch die Gitarristen und vor allem der Schlagzeuger stellten ihr Können unter Beweis, in dem sie eine Mischung aus sowohl schnellen und aggressiven als auch eher langsameren und getragenen Parts zum Besten gaben. Natürlich gab es dafür großen Applaus von Seiten des Publikums und etliche begeisterte Rufe.
Website: www.myspace.com/deathisfiction oder www.deathisfiction.de
Viudanegra (isabel@regiomusik.de)
FINSTERFORST (Pagan/Folk Metal)
Die nächste Band, die an diesem Abend wieder einmal mehr die Ehre und das Vergnügen hatte, vor einem bereits gut angeheizten und begeisterten Publikum aufzutreten, waren die Mannen von FINSTERFORST. Die Gitarren, der fette Bass und das Akkordeon sorgten sogleich für einen melodiösen Sound und eine bombige Stimmung bei den Fans, die allesamt gut mitgingen und ihre Haare schüttelten.
Auch die urige und zünftige Dekoration, die aus knorrigen Ästen als Mikroständer und abgesägten Baumstümpfen bestand, war wieder gut auf die Musik abgestimmt. Der Sänger Marco schrie und röhrte ins Mikro und animierte die Fans zum Mitmachen. Und bald darauf hängte er sich wieder seine Gitarre um und klampfte voll in die Saiten, dass es krachte und die Wände des SAK WASSERWERKS LÖRRACH erzitterten. Die Fans reckten voller Begeisterung ihre Fäuste martialisch in die Höhe, während ihnen Marco entgegenschrie. Doch FINSTERFORST hatten auch Songpassagen mit eher ruhigerem Takten, bei denen man sich erholen konnte. Selbstverständlich bescherte der Gig den Jungs einen riesigen Applaus von den Fans.
Web: www.finsterforst.de
Viudanegra (isabel@regiomusik.de)
ARKHAN (Death Metal)
Sehr hart und heftig ging es sogleich bei den wackeren Mannen der Death Metal Band ARKHAN zur Sache.
Der Sänger kreischte wie ein Verrückter ins Mikro und die gesamte Band schüttelte ihre Haare, während die Gitarristen und der Bassist die Saiten ihrer Instrumente bis aufs Äußerste bearbeiteten. Doch das hielt das Publikum nicht davon ab, immer wilder und heftiger zu headbangen und begeistert zu applaudieren, nachdem der Sänger fertiggeschrien hatte, bis nichts mehr zu hören war. Der schnelle und treibende Sound von ARKHAN brachte das SAK WASSERWERK noch einmal so richtig zum Kochen und bildete den krönenden Abschluss der BLOOD BATTLE.
Web: www.arkhan.ch
Viudanegra (isabel@regiomusik.de)
Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, das an dem Abend einiges geboten wurde. Durch die verschiedenen Stilrichtungen war für alle Zuschauer etwas dabei. Organisatorisch lief alles einwandfrei, die Spielzeiten wurden im großen und ganzen eingehalten auch über die Verpflegung vor Ort konnte man sich nicht beklagen (Grillstand und humane Getränkepreise). Wiedereinmal ein großes Lob an die Metal-Maniacs! Da kann man sich schon aufs Baden in Blut 2007 (07.07.07) freuen. Hier nun das komplette Billing: GRAVEWORM, MERCENARY, LEGION OF THE DAMNED, ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTETT, XIV DARK CENTURIES, HELFAHRT, L'ESTARD, PESSIMIST und HEIDENSPASS.
Mehr Infos zum BADEN IN BLUT FESTIVAL 2007: www.metal-maniacs.net






