Gehört: Das Blaue vom Himmel „Höhenflüge und Abstürze“
![]() |
Eigenvertrieb über www.dasblauevomhimmel.de
„Eine Band, die weiß, was sie will: Musik, die unter die Haut geht. Die das Leben beschreibt, so wie es ist. Starke deutsche Texte, die den Hörer in ihren Bann ziehen. Und große Pop-Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.“ – so beschreibt sich die Band die hier ihren ersten Tonträger vorgelegt hat selbst. Und obwohl Bandinfos dieser Art oft schamlos übertreiben, muss man der Band hier recht geben, mit jedem Wort.
Wer, wie der Autor, die Anfänge der Band, damals in einem überteuerten Probekeller im Norden Karlsruhes miterlebt hat ist schlicht sprachlos. Was sich damals so anhörte als wäre der Weg zu einem hörbaren Ergebnis unerreichbar weit ist heute nur eins – Pop in seiner Reinform! Die von Sänger Benedikt Plass kreierten Gesangslinien finden ihren Weg ins Ohr und von da aus ins Herz und die Beine. Von Anfang an kann mitgewippt werden und die gekonnten Sprünge in die Kopfstimme treffen ins Ziel.
Zum ersten Mal richtig aufmerksam wird man bei „Wie es war“, einer Ballade, hauptsächlich getragen von einer Akustikgitarre in der textlich der Verlust von einem Menschen durch den Tod verarbeitet wird. Dies völlig schnörkellos und ohne unnötig auf die Tränendrüse zu drücken. Der Höhepunkt folgt dann mit „Plan B“ dessen Refrain mit seinen Chören starken Hitcharakter aufweist. Die anderen 3 von insgesamt 5 Songs sind eher eine Liebe auf den zweiten Blick, aber besonders die Melodie im Refrain von „Tokyo“ bildet mit dem sonstigen Arrangement einen tollen Popsong.
Die Band schafft es, beeinflusst vom Pop von der Insel, hier einen ersten Tonträger vorzulegen, der in sich stimmig ist. Über Produktionsbedingte Feinheiten darf hinweggesehen werden. Das Schlagzeug ist hier und da zu laut abgemischt und auch an die teils etwas aufdringlichen Synthieflächen muss man sich erst gewöhnen. Aber all das verdrängt nicht die Lebensfreude, die diese CD vermittelt. „Das Blaue vom Himmel“ ist in diesem Fall keine leere, sondern eine eingelöste Versprechung, nämlich hart an sich zu arbeiten und seinem Publikum etwas wirklich schönes zu präsentieren.
alexander.wernet (at) regiomusik.de
![]()
![]()
![]()
![]()
5 von 6 Kopfhörern


