20.07.2008  Sao Paulo

Gehört: CSS "Donkey"



CSS

Im rasenden Ravekarren.

 

Das Ravemusik nicht zwingend aus Manchester kommen muss, bewiesen uns die Brasilianer CSS schon zur Veröffentlichung ihres Debüts 2006. Mit einem Cocktail aus Wave, Pop und Disco, kunterbunt-chaotischen Konzerten und der in jedem Indieclub betanzten Single „Let´s make love and listen to DFA“ stellten sie mal eben ganz Europa auf den Kopf. Und mit dem am 25. Juli erscheinenden Nachfolgewerk „Donkey“, bitten CSS wieder auf die Tanzfläche.

 

Los geht´s mit dem einschmeichelnden „Jager yoga“, das schon mal Arme und Beine lockert, bevor mit „Rat is dead“ der erste, energiegeladene und treibende Tanzflächenfüller den Zuhörer ins Schwitzen bringt. Und gnadenlos geht es weiter: „Give up“ startet mit einem Peter-Hook-Basslauf und explodiert im Refrain. „Left behind“ ist die Single, die sich jede englische Band aufs sehnlichste wünscht. Energetisch, Synthie durchflutet und unverschämt eingängig erinnert es an New Orders vergangene Großtaten. „Move“ ist astreine 70s Disco und keine Spur peinlich oder abgeschmackt. „Believe achieve“ bildet mit hypnotischen Synthiesounds und mantra-artigen Refrain gegen Ende den einzigen Ruhepunkt in einem rastlosen und ungezügelten Album.

 

„Donkey“ ist wahrlich ein wild gewordenes und unzähmbares Maultier. CSS haben mit noch mehr Pop in ihrem rasenden Ravekarren ein wahnwitziges Album geschaffen. Ein Album wie ein gutes DJ-Set.

 

Wir sehen uns auf dem Floor!

 

 

Christian Hautz