18.05.2010  BERLIN

RICHARD HAWLEY auf Deutschland Tour



RICHARD HAWLEY

Als im Jahr 2006 die Arctic Monkeys den wichtigen britischen Mercury Prize gewonnen – und nicht der ebenso nominierte Richard Hawley – trat Monkeys-Frontmann Alex Turner zur Dankesrede ans Mikro und sagte: „Bitte alarmiert den Notruf. Richard Hawley wurde beraubt!“

 

Es waren freundliche, aber durchaus angebrachte Worte des jungen Indierockers, mit denen er sich vor einem Mann verneigte, der bereits vor langer Zeit als Gitarrist der Band „Pulp“ zeigte, welch ein genialer Musiker er ist. Trotzdem musste Hawley erst 33 Jahre alt werden, bis er im Jahr 2000 erste Aufnahmen unter seinem eigenen Namen veröffentlichte.

 

Heute, zehn Jahre und sechs Alben später, ist Hawley längst dem Stadium entwachsen, in dem man hinter seinen Namen immer ein „Ex-Pulp“ setzen musste. Der 43-Jährige, der immer ein wenig aussieht, als sei er einer vergangenen Epoche entsprungen, hat sich mit seinem Sound, der durchaus zu seiner Erscheinung passt, längst einen eigenen, großen Namen erspielt. Seine Alben und seine Konzerte sind großartige Reminiszenzen an die Zeit der großen amerikanischen Jazz-Standards, der Crooner und des frühen Rock’n’Rolls. Wenn Hawley singt, hört es sich an, als wäre er sowohl bei Sinatra als auch bei Buddy Holly zur Schule gegangen und hätte in der Freizeit noch jede Menge Lee Hazlewood und Johnny Cash gehört.

 

Nur auf Tour sah man den Arbeitersohn aus der englischen Ex-Stahlmetropole Sheffield bislang zu selten, zuletzt im Jahr 2007. Umso mehr freuen wir uns, diesen großartigen Bewahrer und Erneuerer wertvoller Musiktraditionen im Mai für drei Konzerte nach Deutschland holen zu können. www.myspace.com/richardhawley

 

 









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