02.06.2010 Freiburg
Preview: THE MOJOMATICS live im Räng Teng Teng
![]() THE MOJOMATICS |
Obwohl mit den minimalen Mitteln einer "Two-Man-Band" gearbeitet wird, legen die zwei cool aussehenden Herren aus Italien großen Wert auf ausgereifte Songs mit Melodien, die man sofort mitsummen kann! Die Einflüsse erstrecken sich von Garage-Rock'n'Roll und Rhythm'n'Blues über Country-Folk und Americana bis hin zu Power-Pop und Indie-Rock und das Ergebnis darf wohl als Blues-Punk mit einer riesigen Portion Pop-Appeal bezeichnet werden – dagegen können die ollen WHITE STRIPES nicht anstinken! Wer ihre bisherigen Auftritte miterlebt hat, wird sicher wieder mit von der Partie sein und auch alle anderen sollten sich das "Duo Infernale" nicht entgehen lassen!
Anfang des Jahres 2004 war es, da tauchten THE MOJOMATICS praktisch aus dem Nichts auf (man könnte fast meinen, daß sich THE MOJOMATICS bis dahin in den dunklen Lagunen ihrer Heimatstadt Venedig versteckt hielten) und veröffentlichten auf dem italienischen Label Shake Your Ass Records ihre erste, streng limitierte Single. Mithilfe minimalster Mittel in Form von Schlagzeug, Gitarre, Mundharmonika und Gesang schickten sich THE MOJOMATICS als "Two-Man-Band" an, die Welt mit großartigem, reduziertem Blues-Punk-Rock'n'Roll zu beglücken, der völlig unaufgesetzt, herrlich abwechslungsreich und melodisch daherkam.
Noch im selben Jahr erschien bei Alien Snatch! Records das Debütalbum von THE MOJOMATICS mit dem schönen Titel "A Sweet Mama Gonna Hoodoo Me". Der Opener des Albums war ein Song namens "My Mojo Starts Workin' Now" – und tatsächlich: Dieser Song allein reichte aus und man befand sich unwiderruflich und voll und ganz im Bann von THE MOJOMATICS! Was die zwei jungen, verdammt cool aussehenden Herren (MojoMatt am Gesang, der Gitarre und der Mundharmonika und DavMatic am Schlagzeug) von THE MOJOMATICS zu der Zeit selbst schlicht und einfach "Black Roots Punk Music" nannten, bezeichneten andere als "lockeren Memphis Blues-Punk-Rock'n'Roll" und fühlten sich an die legendären OBLIVIANS in ihrer "poppigeren Spätphase" erinnert.
In der Folgezeit waren THE MOJOMATICS alles andere als untätig, veröffentlichten weitere Singles (eine davon wurde gemeinsam mit ihren Freunden KING KHAN und BBQ eingespielt und unter dem Projektnamen THE CIAOCULOS auf den Markt gebracht) und mittlerweile erschien mit "Don't Pretend That You Know Me" bereits ihr dritter Longplayer. Spätestens mit diesem erbrachten THE MOJOMATICS dann den Beweis, dass sie "erwachsen" geworden sind: Obwohl weiterhin mit den minimalen Mitteln einer "Two-Man-Band" gearbeitet wird, macht schon die klare, saubere und differenzierte Produktion der Platte klar, dass krachiger Trash-Blues nicht ihre Sache ist.
Im Gegensatz zu den meisten anderen "Zwei-Mann-Kapellen" legen THE MOJOMATICS großen Wert auf musikalische Vielfalt sowie brilliante und ausgereifte Songs mit perfekten Hooklines und Melodien, die man sofort mitsummen kann. Die musikalischen Einflüsse reichen bei THE MOJOMATICS dabei von Garage-Rock'n'Roll und dreckigem Rhythm'n'Blues über Country-Folk, Delta-Blues und Americana bis hin zu Power-Pop und Indie-Rock; manchmal fühlt man sich an die ROLLING STONES zu den Zeiten von "Let It Bleed" erinnert, teilweise hat ihre Musik Anklänge an die elektrische Phase von BOB DYLAN – und gespielt wird das alles von THE MOJOMATICS mit einer riesigen Portion Pop-Appeal.
Seitdem es THE MOJOMATICS gibt, gab es etliche Versuche, ihre Musik zu beschreiben – wobei die immer wiederkehrenden Vergleiche mit den WHITE STRIPES (naheliegend, da es sich ebenfalls um ein Duo handelt) und THE HIVES wenig aussagekräftig sind. Doch es gab auch originellere Umschreibungen: Da ist die Rede von "Blues-Punk, der mit dem Power-Pop-Appeal der MODERN LOVERS gespielt" wird; von den "WHITE STRIPES, die gemeinsam mit BILLY CHILDISH Songs der BEATLES nachspielen" bzw. von den "VIOLENT FEMMES, die für das Trash-Rock'n'Roll-Label Voodoo Rhythm Records ein Album eingespielt" hätten...
Hörproben von THE MOJOMATICS: Sechs Songs unter www.myspace.com/themojomatics


