Regiomusik das Musikportal: Nachgefragt: The Steadytones Band des Monats März 2017


02.04.2017  Eggenfelden

Nachgefragt: The Steadytones Band des Monats März 2017


Im Sommer 2011 begann die Reise der Steadytones und führte Sie mittlerweile in über 150 Konzerten durch 8 Länder Europas (Deutschland, Tschechische Republik, Italien, Frankreich, England, Schweiz, Österreich und Belgien) und im Jahr 2012 für ein Monat nach Jamaika.

 

RM:Seit wann gibt es euch und wie habt ihr zusammen gefunden?

TSt:Wir nehmen immer unseren ersten Auftritt in unserem Heimtaclub Bogaloo in Pfarrkirchen als Beginn der Aufzeichnung der Bandgeschichte. Das war im November 2011. Wir hatten damals die Ehre für eine unserer nun leider nicht mehr auftretenden Lieblingsbands, den Mooninvaders aus belgien zu spielen die an diesem Abend noch dazu die Begleitband für Doreen Shaffer der Sängerin der Skatalites war, der band unser Genre und die gesamte Entwicklung der heutigen jamaikanischen Popmusik erst iniziierten.

Wir haben uns damals aus einem Kreis von Liebhabern von Old School Reggae und früheren Bands wie Skalto Mortale und King Banana zusammengefunden und wollten ausziehen um den alten reggae Sound wieder auf die Bühnen zu bringen.

 

RM: Was bedeutet euer Bandname und wie seit ihr darauf gekommen?

TSt:Der Bandname ist eine Hommage an den fehlenden Einfallsreichtum unserer Vorbilder der frühen Reaggae Ära. Wichtig war, dass ein „The“ mit drin is und der Rest ist aus dem Wort Rocksteady abgeleitet. Das ist der ganze Zauber

RM: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

TSt:Unsere Musik könnte man als Karibischen Rhythm and Blues bezeichnen. Es ist eine farbenfrohe mischung aus vielen Stilen der 60er Jahre die Soul, Funk, Calypso, Ska und reggae fusioniert.

RM: Wie beurteilt ihr eure Situation als Musiker?

TSt:Vier Fünftel der Band leben von der Musik, allerdings nicht von diesem Projekt allein natürlich. Unser Gitarrist max spielt noch bei Ami Warning und einigen anderen Formationen genau wie der Rest von uns schauen muss wie man über die Runden kommt. Mit dieser Band spielen wir bisher hauptsächlich für Liebhaber innerhalb einer Szene. Ich denke, dass in einer Zeit wo man immer alles umsonst zu hören bekommt über Spotifiy oder Youtube Musik an sich einen sehr hohen Stellenwert geniesst weil fast jeder täglich davon umringt ist, allerdings die Wertschätzung des Prozesses der Produktion und der dabei entstehenden Kosten bei so gut wie keinem vorhanden ist. Das ist aber auch nix neues.

RM: Was würdet ihr gerne verbessert sehen für die Situation von Musikern?

TSt: Es würde schon helfen wenn ein breiteres Spektrum von Leuten zu Livemusik gehen und dafür auch gerne bezahlen würde ohne sich über überhöhte Eintrittspreise aufzuregen. Und so ein bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler wär auch noch ganz nett

RM: Was würdet ihr gerne erreichen mit eurer Musik? Seit ihr politisch mit eurer Musik?

TSt: Weltfrieden, die bedingungslose Legalisierung von Cannabis und fette Autos für jedes Bandmitglied. Unsere musik ist nicht aufdringlich politisch sondern ein satirischer Ausflug in die Zeit des Early Reggae was man hier zu Lande mit Peter Alexander mässigem Schlager gleichsetzten kann. Als wir in Jamaica gespielt haben war unser Publikum fast ausschliesslich über 50, das ist ungefähr so als würden 5 Typen aus Jamaica mit Dreadlocks und Lederhosen bei uns auf einem Zeltfest Marianne Rosenberg spielen.

Wir sind dahingehend politisch dass wir uns von allen religiösen, rassistischen und sexistischen Klischees der heutigen Reggaekultur nicht nur Distanzieren sondern einen weit ausgestreckten Mittelfinger dafür über haben.

RM:. Habt ihr eine Management oder macht ihr alles selbst?

TSt: Wir machen das mittlerweile wieder selbst.

RM: 3 Dinge die auf jeder Tour mit dabei sein müssen.

TSt: Ganz wichtig: Auto! Sonst ist das eine furchtbare Schlepperei manchmal über hunderte von Kilometern. Dann alle Bandmitglieder

RM: Euer tollstes Konzert bisher?

TSt: Das muss wohl in Tschechien auf dem Mighty Sounds Festival als backing band von Stranger Cole, einem mittlerweile über 70 jährigem Original, gewesen sein. So viele leute hab ich noch nie von der bühne aus gesehen. Ok das ist gelogen ich hab gar keinen geshen weil ich hinten an der schiessbude gesessen bin aber die Fotos waren durchaus eindrucksvoll.

 

RM: Was plant ihr für die nähere Zukunft?

TSt: Hoffentlich ganz viele Konzerte spielen. Man wird uns wahrscheinlich im Herbst auch wieder als Backingband in einigen Städten Europas auf der Bühne herumtanzen sehen. Bald kommt auch noch eine Vinyl Single vom Spanischen Label Liquidator raus und wir schreiben weiter an neuen Werken .

 

 

 

 

 

 

 








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