01.09.2008  New Orleans/ U.S.A.

Gehört: JOHN Q IRRITATED "5 days of flat water"

Die Seele des Mississippi Deltas



JOHN Q IRRITATED

Die Geschichte des Gitarristen Dirk Hess ist an Authentizität kaum zu überbieten. Gelangweilt von der kleinbürgerlichen Existenz zog es ihn mit wenig Geld und einer alten Gibson Gitarre in jungen Jahren nach New Orleans. Dort bewohnte er ein Loch über einem zum Musikclub umfunktionierten Bordell, lernte von Dr. John- Arrangeur Davell Crawford bis Funkbasslegende Richard Payne alle lokalen Größen kennen und inhalierte tief den traditionellen Blues und New Orleans Funk.

 

„5 days of flat water“ ist das zweite Album seiner Band JOHN Q IRRITATED und ein Potpourri der gesammelten Erfahrungen und Einflüsse, die er aus der Heimat des Mardi Gras mitgebracht hat. Mit dem fiebrigen Vibe des Mississippi Deltas zelebriert Hess mit seiner Band erdigen Blues und schweißtreibenden Funk so derart lässig und groovig, dass selbst der müdeste Hintern in Wallung geraten muss. Ob lateinamerikanisch-angehauchte Schmonzetten wie „Lil Georgina“, purer, bläsergetriebener Funk wie bei „Travel“ oder dem Boogie Woogie Kracher „I´m John“, JOHN Q IRRITATED lassen Stil sicher und technisch erhaben die Traditionen des amerikanischen Südens in einem fantastischen Album aufleben.

 

„5 days of flat water“ ist ein Album voller Seele. Musik, wie sie ehrlicher, tanzbarer, zupackender und authentischer nicht sein könnte. Gemacht von Menschen, die ihre Musik wirklich leben. Das hört man den Songs zu jeder Sekunde an.

 

 

 

 

Christian Hautz