Regiomusik das Musikportal: Gehört: Bernd Rinser - Southern Swamp Impressions


25.05.2009 

Gehört: Bernd Rinser - Southern Swamp Impressions


In der europäischen Blues-Szene ist Bernd Rinser schon jetzt ein alter Hase. Bereits mit seinem Album „Peace of Mind“ von 2007 hat der Bayer bewiesen, dass man ihn nicht so schnell aus den Augen verlieren sollte. Vor kurzem ist Rinsers neues Album „Southern Swamp Impressions“ erschienen. Wir haben reingehört.

 

Schon das Instrumental-Intro „Callin You“ versetzt den Hörer mit seiner trägen, metallischen Gitarre imaginär in eine schwüle Sommernacht am Mississippi. Der Übergang zum ersten „vollständigen“ Track ist fließend: „Struck By Love“ ist Blues in seiner Reinform. Einzelne Titel zu erwähnen ist hier aber eigentlich überflüssig. Das Album steht als Ganzes für sich und schreit danach, einfach von vorne bis hinten durchgehört zu werden. Gemütlich-melancholisch, legere-laidback – Rinser bringt deutsche Qualitätsarbeit mit südstaatlicher Gelassenheit zusammen und schafft so eine Mischung, die von vorne bis hinten einfach nur stimmig ist.

 

Aus musikalischer Sicht lässt sich Rinser irgendwo zwischen Ry Cooder, dem späten Johnny Cash und Bob Dylan einordnen. Mit dem Unterschied, dass Bernd Rinser als absolutes Multitalent einen Großteil der auf „Southern Swamp Impressions“ hörbaren Instrumente selbst eingespielt hat. Aber nicht nur an den Instrumenten, sondern auch am Mikrofon überzeugt Rinser mit seiner lässig-rauhen, stark an Tom Waits erinnernden Stimme.

 

Fazit: „Southern Swamp Impressions“ ist mit Sicherheit kein radio-/charttaugliches Album, sondern eine Platte, mit der Freunde von Blues und Folk die eine oder andere schöne Stunde verbringen können. Ein musikalischer Meilenstein klingt sicher anders, ein kleines Highlight aus dem europäischen Blues-Kosmos allerdings genau so wie „Southern Swamp Impressions“