01.02.2008  Zürich

Gehört: DESPU PALLITON: "Haba Habanero"


Despu Palliton kann sich mit einer doch ereignisvollen Vergangenheit präsentieren. Die drei Jungs haben sich auf schicksalhafte Weise nach eigenen musikalischen Erfahrungen in verschiedenen Bands zusammengefunden und bereichern seit 2004 in der aktuellen Besetzung die Musikwelt. Gegründet wurde die Band allerdings schon 2003 von Aldo Betschart, der manchen vielleicht noch aus der ehemaligen Band Verwaint oder seinen eigenen Büchern bekannt ist. Ein Jahr später ersetzte dann Simon Janett den Bass und sorgt seither mit dem Schlagzeuger Dani Koblet und dem Sänger Aldo für eine musikalische Sensation, welche 2006 auch im ersten Album “Well roared, Lion“ (nebst einer Demo CD im Jahr 2004) für die Nachwelt festgehalten wurde.

 

Den Sound des neuen Albums “Haba Habanero” einem Stil zuzuteilen erscheint nicht einfach, auch wenn ihn die Band selbst als “Tornado Rock” bezeichnet. Die ständigen Melodienwechsel und die musikalischen Zusammenspiele zwischen Stimme und Instrumenten schaffen einen einzigartigen Stil und zeigen, dass sich die Band nicht an irgendwelche festgelegten Prinzipien der Musik hält. Sie spielt was ihnen gefällt und vor allem was sie fühlen. Hier kommt es nicht einmal unbedingt auf die Texte an, sondern viel mehr auf die schreiende, kreischende, verzweifelte oder teilweise auch flüsternde Stimme und deren instrumentale Begleitung, welche sich klar in den Vordergrund stellen um den Gefühlen einen Ausdruck zu verleihen.

 

Ein genereller Vergleich mit anderen Musikern ist kaum möglich, da jedes Lied ein unvergleichliches Motiv besitzt. Erinnert der eine Song an AC/DC, würde ein anderer glatt zu Pulp Fiction passen. Dazu kommt, dass diese Vergleiche auch alle in einem einzigen Song enthalten sein können. Dies zeigt wiederum die Vielfalt an Kreativität der Jungs und die absolute Einmaligkeit ihrer Werke.

 

So seltsam, schräg und einzigartig die Musik und die Mitglieder von Despu Palliton sind, genauso steht es um ihren Namen. Geträumt vom Leadsänger, ohne sprachwissenschaftliche Bedeutung umschreibt er trotzdem sämtliche Eigenschaften der Band und ihrer Musik.

 

Wer sich also dieses Erlebnis eines einzigartigen Sounds nicht entgehen lassen will, der sollte unbedingt in “Haba Habanero” reinhören oder sich gleich live mitreißen lassen.

 

 

 

Vroni Fehlmann