07/04 2007

Gesehen: JOURNEY in Pratteln, 28.03.2007



Journey

75 Millionen verkauften Alben - die U.S.-amerikanische Band „Journey“ gehört zu den wohl erfolgreichsten Bands des Kontinents. Seit letztem Jahr tritt die Band seit über 20 Jahren erstmals wieder in Europa auf und in diesem Jahr gaben sie ihr einziges Schweizer Konzert in Pratteln. Kein Wunder, dass das „Z7“ vergangenen Donnerstag fast aus allen Nähten platze als „Journey“ sich dort zum Besten gab. Und immerhin sind von der Urbesetzung Bassist Ross Valory und Gitarrist Neal Schon erhalten geblieben. Dieser eröffnete auch den Gig im Z7 mit tosenden Gitarrenklängen und einem Solo, das bereits die ersten frenetischen Begeisterungsrufen im Publikum auslöste. Als Opener wurde im Anschluss der Song „Rubicon“ aus dem Jahre 1996 gewählt.

 


Nach schon nach der Begrüßung durch Sänger und Frontmann Jeff Scott Soto durften sich die Zuschauer auf den ersten „Journey“-Hit „Wheel in the Sky“ freuen. Aus voller Kehle stimmte das Publikum dabei in den Refrain mit ein. Während bei den ersten Songs der Sound offensichtlich noch nicht optimal eingestellt war, wurde dies zunehmend besser, so dass sich noch kurzer Zeit der pompöse Gesamtsound des Melodic Rock voll entfalten konnte. „Journey“ gehört zweifelsohne zu den Vertretern des in den 70er und 80er Jahren erschienenen, so genannten „Adult-orientated Rock“, einer Stilrichtung, die gewissen künstlerischen Anspruch erfüllen und sich von der zielgruppenorientierten Mainstream-Rock und der Popmusik für Jugendliche absetzen sollte. Dass dies der Band sichtlich gelungen ist, konnte man zum einen an den ausgefeilten Kompositionen mit hohem Synthie- und Gitarrensoli-Anteil erkennen, zum anderen schlichtweg am gehobenen Durchschnittsalter des Publikums. Dennoch konnte die Band - zumindest bei diesem Konzert - nicht mit anderen großen Vertretern dieser Stilrichtung wie „King Crimson“ oder „Gotthard“ mithalten.


Zu kommerziell und auf gleicher Schiene verlief die Songauswahl, die allerdings der Begeisterung – auch von eingefleischten „Journey“-Fans überhaupt keinen Abbruch tat. Denn auch Keyboarder Jonathan Cain und Drummer Dean Castronova waren in Höchstform und jagten einem bei gefühlvollen Balladen wie „Lights“ und „Sent her my love“ Schauer über den Rücken. Besonders beeindruckend war Castronovas Gesang, der dem von Frontmann Jeff Scott Soto in nichts nachstand. Zum Abschluss durften natürlich auch „Anyway you want it“ und als Zugabe „Seperate Ways“ nicht fehlen. Die Besucher zeigten sich äußert zufrieden und ließen beim  Verlassen der Konzerthalle die besten Stellen nochmals lautstark Revue passieren.

Als nächstes werden im Z7 Christina Stürmer am Freitag, den 30. März, „Walter Trout’s Power Trio“ am Samstag, den 31. März und „Manfred Mann’s Earth Band“ am Sonntag, den 1. April (kein Aprilscherz!) um jeweils 20:00 Uhr zu sehen sein. weitere Infos unter www.z-7.ch.

 

HEIKO TREFZGER