25.03.2008 Freiburg
Gesehen: Jennifer Rostock Live im Auditorium
![]() Jennifer Rostock |
Als Support für den Abend begannen die Gewinner des Rampe Wettbewerbs CORNERSTONE aus Freiburg. Mit straightem Bluesrock und einer tollen Stimme lieferten CORNERSTONE ein wie gewöhnlich verlässlich starkes handgemachtes Rockset ab. Eher ein Kontrastprogramm zum Hauptakt des Abends.
Jennifer Rostock vor allem bekannt durch den Bundesvision Song Contest von Stefan Raab, gastierte mit Ihrer Band im Auditorium der Jazz & Rock Schule Freiburg. Schon einige Vergleiche sind über die Band in ihrer noch recht kurzen Karriere angestellt worden. Vor allem mit IDEAL sind die Wahl-Berliner schon verglichen worden. Ursprünglich aus Mecklenburg Vorpommern von der Insel Usedom stammend sollten Jennifer Rostock an diesem Abend ein ziemlich professionelles Set durchziehen.
Standen IDEAL zur Zeiten der Neuen Deutschen Welle noch für was "neues" so scheinen heutige Bands wie Jennifer Rostock abgeklärter und weniger experementierfreudiger als die Bands von damals. Alles in der Bühnenperformance ist auf die Frontfrau abgestimmt und auch die Bemühungen der Sängerin die Band als Einheit zu präsentieren scheitern. Alles dreht sich um die hervoragende Stimme von Jennifer Rostock sowie der schnodrigen Art der Ansprache auf der im wesentlichen das Punkelement dieser Band basiert.
Alles scheint perfekt verpackt und unbestreitbar ist Jennifer auch ein Hngucker auf der Bühne. Explosiv,beweglich und unermüdlich. Eine echte Frontsau eben. Songs wie "Kopf oder Zahl" haben unbestreitbar grosses Hitpotential und rocken ordentlich die Hütte. Insgesamt allerdings scheint an diesem Abend alles zu choreographiert, zuwenig Punk und das was spontan scheinen soll kommt nicht so richtig spontan an. Musikalisch konnte die Band allerdings überzeugen und das vor allem auch in Ihren ruhigeren Stücken. Die Stimmung unter den Zuschauern allerdings war exzellent. Selten genug das sich In-Künstler nach Freiburg verirren. Auf jeden Fall ein sehr hörenswertes Konzert auch wenn ich mir persönlich etwas mehr Punk und etwas weniger Pop gewünscht hätte. Wahrscheinlich aber sind diese Zeiten schon lange vorbei.
Stephan Sprehe
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